"Face ID" für Android könnte mit Snapdragon 845 kommen

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Bildquelle: inside-handy.de
Mit dem iPhone X setzte Apple auf die Entsperrung des Smartphones anhand des Gesichts. Face ID ist dabei wesentlich aufwendiger und anspruchsvoller als die bisherigen vergleichbaren Technologien in Handys. Nun soll eine ähnliche Technik auch auf Android-Geräten zum Einsatz kommen. Dafür verantwortlich könnte unter anderem ein deutscher Partner von Chip-Hersteller Qualcomm seine. In Dokumenten wurde auch direkt ein neuer Prozessor vorgestellt.

Eigentlich nichts Neues: Die Erkennung des Nutzers eines Smartphones anhand eines Gesichts-Scans ist schon seit Android 4 möglich. Jedoch war die Technik bis vor Kurzem noch fehlerhaft. So ließ sich unter anderem die Technik des Samsung Galaxy S8 ohne Probleme mit einem Selfie austricksen. Nun hat Apple mit dem iPhone X und Face ID aber eine neue Technologie vorgestellt, die wesentlich anspruchsvoller und sicherer sein soll. Und tatsächlich: Die Methode lässt sich nur mit viel Aufwand umgehen.

Nun wollen auch Hersteller von Android-Handys nachziehen und eine ähnliche Technik in ihre Smartphones integrieren. Ein möglicher Ansatz könnte aus Deutschland kommen. Der Qualcomm-Partner Jabil Optics arbeitet laut im Internet zugänglichen Dokumenten ebenfalls an einer Gesichtserkennung mit 3D-Unterstützung. Die Technologie besteht aus Laser-Projektor, Kamera und speziellen Prozessoren. Objekte sollen in einer Reichweite von 0,3 bis 5 Meter erkannt werden können. Die Arbeitsweise der Technik soll ähnliche wie schon beim iPhone X sein: So erstellt das Handy dank eines Laser-Projektors und der Front-Kamera eine 3D-Version eines Objekts, zum Beispiel des Gesichts des Nutzers.

Interessant: Jabil Optics gibt auch an, mit welchen Prozessoren die Technologie kompatible sein sollen. Darunter befinden sich unter anderem der Qualcomm-Chip Snapdragon 660, die aktuelle Mittelklasse, und der Snapdragon 835, die High-End-Ausgabe. Ein weiteres Modell, das bisher aber noch gar nicht erschienen, geschweige denn angekündigt worden ist, stellt der Snapdragon 845 dar. Er wird ebenfalls im Dokument geführt. Eine offizielle Vorstellung des Prozessors steht noch aus, erfahrungsgemäß findet sie aber noch bis Ende 2017 statt. Dann wird sich zeigen, ob Face ID für Android Teil des Chips ist oder ob Nutzer noch länger auf eine vergleichbare Technologie warten müssen.

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