Update EngineerMode OnePlus reagiert: Root-Zugang per App wird gesperrt - Qualcomm dementiert Verantwortung

vom 17.11.2017, 12:42
OnePlus 5
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Bereits in wenigen Tagen soll das neue Flaggschiff OnePlus 5T das Licht der Welt erblicken. Aktuell machen allerdings eher die älteren Modelle von sich reden. Ein Twitter-Nutzer hatte eine Möglichkeit gefunden die Geräte zu rooten – auch im gesperrten Zustand. In einem Forums-Beitrag erklärte OnePlus, dass der Zugang in Zukunft per Update gesperrt werden soll. Einen Vorwurf an Qualcomm dementiert der Prozessorhersteller jedoch.

Das ging schnell: Wenige Stunden nachdem bekannt wurde, dass viele Geräte über einen bisher unbekannten Root-Zugang verfügten, antwortete das Unternehmen nun im eigenen Forum. Dort äußerte sich ein Mitarbeiter des OxygenOS-Teams unter dem Pseudonym "OmegaHsu" zu der Problematik. Er erklärte noch einmal, dass es sich bei EngineerMode um ein Diagnose-Tool von Smartphone-Herstellern handelt.

In Bezug auf das ungewollte Rooten von Handys sagte OmegaHsu, dass es nicht möglich sei für Apps von Drittanbietern, den Zugang zu nutzen. Darüber hinaus müsse man USB-Debugging sowie den physikalischen Zugang zum Smartphone gewährleisten, um Veränderungen vorzunehmen. OnePlus halte das Programm nicht für eine Sicherheitslücke, könnte aber verstehen, warum einige Nutzer Bedenken haben. "Wir werden EngineerMode in einem kommenden Update entfernen", so OmegaHsu. Einen genauen Zeitpunkt nannte er nicht.

Root-Zugang dank vorinstallierter App

Laut Angaben des Twitter-Nutzers mit dem Namen "Elliot Alderson" scheint OnePlus eine System-Anwendung auf gleich mehreren Smartphones gelassen zu haben, die nicht für den Endverbraucher bestimmt war. Zu den betroffenen Geräten zählen dabei das OnePlus 3, OnePlus 3T und OnePlus 5. Die besagte App trägt die Bezeichnung "EngineerMode" und wurde nicht, wie zunächst angenommen vom Chip-Hersteller Qualcomm entwickelt. Das hat nun ein Unternehmenssprecher verkündet. Zudem hat Alex Gantman, Produktentwickler bei Qualcomm direkt auf den Tweet von Elliot Anderson geantwortet. Nach gründlichen Untersuchungen bestreitet man in die Sache involviert zu sein. In der App selbst gibt es eine Aktivität mit dem Namen "DiagEnabled". Damit und mit einem Passwort kann das Gerät gerootet werden. Tippt man dieses ein, lässt sich über die Android Debug Bridge (ADB) ein Root-Zugang legen, ohne dass der Bootloader entsperrt werden muss.

Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten ist es mehreren Programmierern nun gelungen, auch das besagte Passwort herauszufinden, das "angela" lauten soll. Nun hat Elliot Alderson angekündigt, eine Anwendung im PlayStore zu veröffentlichen, mit der die Nutzer ihre Geräte bequem rooten können.

Das steckt hinter einem Root-Zugang

Einen Root-Zugang kann man am besten mit den Administratoren-Rechten unter Windows vergleichen. Im Endeffekt erhält der Nutzer damit nahezu uneingeschränkte Kontrolle über sein Gerät und kann beispielsweise Systemeinstellungen ändern oder vorinstallierte Anwendungen (Bloatware) löschen, die eigentlich nicht löschbar sind. Trotzdem sollte man zwei Mal überlegen, ob man einen Root-Zugang benötigt. Beim Rooten kann nämlich die Software des Smartphones beschädigt werden und auch die Garantie verfällt in den meisten Fällen.

OnePlus 5T: Bilder und Hardware wurden veröffentlicht ›


Quellen: Elliot Anlderson, xdadevelopers, xdadevelopers | Bildquelle kleines Bild: OnePlus | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: OnePlus, Mobilfunk-News, Mobilfunktechnik, Smartphones

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