Offiziell vorgestellt iPhone XS, XS Max und XR: Das sind die neuen iPhones von Apple

vom 12.09.2018, 20:25
Apple iPhone XS
Bildquelle: Apple

Apple will es im Jahr 2018 wissen: Für das kommende Weihnachtsgeschäft (und die Zeit danach) hat sich der US-Konzern auf die Fahnen geschrieben, den Smartphone-Markt mit gleich drei neuen iPhones aufzurollen: iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR. inside handy verrät, was die drei nagelneuen Smartphones, die am Abend im kalifornischen Cupertino vorgestellt wurden, können und was sie voneinander unterscheidet.

Grundsätzlich gilt: Die neuen iPhones kommen in jenem modernen Design daher, das auch schon vom iPhone X bekannt ist. Heißt also konkret, dass die drei neuen Smartphones von Apple mit einem Full-Front-Display ohne physischen Home-Button punkten möchten. Entsperrt wird der Bildschirm also nicht mehr per Fingerabdrucksensor, sondern per Gesichtserkennung (Face ID). Display-Ränder sind nur in sehr schmaler Form auszumachen, am oberen Ende findet sich eine Notch, die Telefon-Lautsprecher, Frontkamera und anderen Sensoren beheimatet. Das mag designtechnisch nicht der letzte Schrei sein, zur Wahrheit gehört aber auch: In der alltäglichen Nutzung ist der Displaysteg nach einer gewissen Eingewöhnungszeit nicht sonderlich störend.

iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone XR - Drei neue iPhones in drei Größen

Der Nachfolger des iPhone X, das iPhone XS, ist mit einem 5,8 Zoll großen OLED-Display ausgestattet, das eine Auflösung von 1.125 x 2.436 Pixeln bietet. Optisch sind bei der Neuvorstellung gegenüber dem Modell aus dem Jahr 2017 keine Unterschiede auszumachen: Weiterhin kommt ein optisch durchaus ansehnlicher und abgerundeter Rahmen aus Edelstahl zum Einsatz, Front und Rückseite sind von gehärtetem Glas bedeckt - von Glas, das so robust sein soll wie kein Smartphone-Glas zuvor, verspricht Apple.

Unter der Haube ist das iPhone XS gegenüber seinem Vorgänger mit einer aufgewerteten Hardware ausgestattet. So taktet im Inneren erstmals ein im 7nm-Verfahren gefertigter Prozessor mit dem Namen A12 Bionic. Er ist nicht nur schneller als der A11 Bionic des Jahres 2017, der noch im 10-Nanometer-Verfahren gefertigt wird, sondern arbeitet auch stromsparender. Wie viel Arbeitsspeicher mit an Bord des Smartphones ist, verrät Apple traditionell nicht. Mindestens 3 GB wie beim iPhone X sind aber zu erwarten, wahrscheinlich wird sogar ein Upgrade auf 4 GB stattgefunden haben.

Die CPU des iPhone XS kommt auch beim durchaus wuchtigen iPhone XS Max zum Einsatz. Wuchtig deshalb, weil das OLED-Display bei diesem Smartphone-Modell noch ein wenig größer ausfällt: satte 6,5 Zoll in der diagonalen Abmessung. Größer war das Display eines iPhones von Apple noch nie.

iPhone XS und XS Max

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    Der Bildschirm des iPhone XS ist 5,8 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2.436 x 1.125 Pixeln.
    Bildquelle: Apple
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    Der Bildschirm des iPhone XS Max ist 6,5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2.688 x 1.242 Pixeln.
    Bildquelle: Apple

Als drittes neues Modell schickt Apple das iPhone XR an den Start, das im Vorfeld auch unter Bezeichnung iPhone 9 gehandelt wurde und in gleich sechs unterschiedlichen Farben angeboten wird. Anders als bei den beiden XS-Modellen wird beim iPhone XR kein OLED-Display, sondern ein 6,1 Zoll großer LCD-Bildschirm verbaut. Der Unterschied: Während bei einem OLED-Bildschirm jede einzelne OLED sozusagen eine Lichtquelle ist, die für sich leuchtet, kommt bei einem LCD-Display eine Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz, die Flüssigkristalle anstrahlt. Jeder dieser Kristalle stellt ein Pixel auf dem Display dar. In der täglichen Praxis können OLED-Displays vor allem in Bezug auf einen höheren Kontrast punkten. Keinen Unterschied gegenüber den XS-Modellen gibt es auf der Rückseite, die beim iPhone XR ebenfalls aus Glas besteht.

Unterschiede bei den Kameras

Ein weiterer Unterschied ist bei den verbauten Kameras auszumachen. Während das iPhone XS und das iPhone XS Max neben einer Frontkamera über eine vertikal ausgerichtete Dual-Kamera verfügen, ist das iPhone XR sowohl vorne als auch hinten nur mit einer einfachen Kamera ausgestattet. Der Porträt-Modus der Hauptkamera, der auf Fotos schöne Unschärfen von Vorder- oder Hintergrund möglich macht (Bokeh-Effekt), ist aber auch beim günsteigern iPhone-Modell dabei.

iPhone XR

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    Die korallenfarbene Variante des iPhone XR.
    Bildquelle: Apple
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    Die blaue Variante des iPhone XR.
    Bildquelle: Apple

Blickt man auf die technischen Spezifikationen der Kameras von iPhone XS und iPhone XS Max hat sich auf den ersten Blick nicht viel verändert. Apple verspricht aber, dass verbesserte Sensoren verbaut werden, die noch bessere Bilder aufnehmen können. Die Auflösungen der neuen iPhone-Kameras im Überblick:

iPhone XS

  • Front: Single-Objektiv, 1 x 7 Megapixel (f/2.2 Blende)
  • Rückseite: Dual-Objektiv, 1 x 12 Megapixel Weitwinkel (f/1.8), 1 x 12 Megapixel Tele (f/2.4)
  • 2 x optischer Zoom, 10 x digitaler Zoom

iPhone XS Max

  • Front: Single-Objektiv, 1 x 7 Megapixel (f/2.2)
  • Rückseite: Dual-Objektiv, 1 x 12 Megapixel Weitwinkel (f/1.8), 1 x 12 Megapixel Tele (f/2.4)
  • 2 x optischer Zoom, 10 x digitaler Zoom

iPhone XR

  • Front: Single-Objektiv, 1 x 7 Megapixel (f/2.2)
  • Rückseite: Single-Objektiv, 1 x 12 Megapixel (f/1.8)
  • 5 x digitaler Zoom

Das iPhone kommt erstmals mit 512 GB Speicherplatz

Neben einem neuen A12-Prozessor hat Apple seinen Smartphones auch mehr Speicher spendiert. Neben einer Standard-Variante mit 64 GB Speicherplatz stehen wie gewohnt auch Modelle mit 256 GB zur Verfügung. Bei den beiden XS-Modellen lassen sich erstmals aber auch Smartphones mit 512 GB Speicherplatz ordern. Wie üblich gilt: Je mehr Speicher man sich wünscht, desto teurer wird es. Softwareseitig werden alle neuen iPhone-Modelle mit iOS 12 ausgestattet sein, das einmal mehr viele neue Funktionen mitbringt.

Das iPhone XS und das iPhone XS Max sind anders als das iPhone X und das iPhone XR nicht gemäß IP67-Zertifizierung gegen Staub und Wasser geschützt, sondern unterstützen den IP68-Standard und sind somit auch nach längerem Untertauchen gegen eindringendes Wasser geschützt. Zudem verfügen beide Smartphones über neue, verbesserte Stereo-Lautsprecher. Darüber hinaus unterstützen iPhone XS und iPhone XS Max Gigabit-LTE-Verbindungen (4x4 MIMO).

iPhones XS iPhone XS Max iPhone XR
Bildquelle: Apple

Neue iPhones mit Dual-SIM-Support - aber hierzulande anders als gedacht

Bisher für Apple ein rotes Tuch, jetzt Standard: Alle drei neuen iPhones sind mit Dual-SIM-Unterstützung ausgestattet. Heißt: Wer möchte, kann die neuen Smartphones mit einer physischen SIM-Karte und einer eSIM im Parallelbetrieb nutzen. Das kann zum Beispiel von Vorteil sein, wenn man berufliche und geschäftliche Nutzung voneinander trennen möchte oder im Ausland eine Prepaid-Karte eines örtlichen Netzbetreibers verwenden will, um hohe Roaming-Kosten beim Telefonieren oder beim mobilen Surfen zu vermeiden. In China wird Apple darüber hinaus eine Version seiner neuen Smartphones bereitstellen, die mit zwei physischen SIM-Karten nutzbar ist. Für westliche Länder bleiben diese Varianten aber außen vor. Warum das so ist, verriet Apple am Abend noch nicht. 

Ähnlich wie beim Arbeitsspeicher hüllt sich Apple in Bezug auf die Kapazität der fest verbauten Akkus in Schweigen. Klar ist aber, dass alle drei iPhone-Modelle im Qi-Verfahren kabellos aufgeladen werden können und über eine Schnelllade-Technologie verfügen - sofern das entsprechende Zubehör gekauft wird.

Eine kleine, aber alles andere als unwichtige Randnotiz ist zudem noch dies: Der Lightning auf 3,5-mm-Kopfhöreranschluss-Adapter ist ab sofort nicht mehr Teil des Lieferumfangs der neuen iPhones. Das heißt: Wer einen Kopfhörer mit klassischer 3,5-Millimeter-Klinke nutzen möchte, muss sich den passenden Adapter selbst kaufen. Bei Apple selbst werden dafür 9 Euro fällig, bei Amazon wird für das entsprechende Zubehör ein Preis von mindestens 8 Euro aufgerufen.

Was kosten iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR?

Angeboten werden das iPhone XS und das iPhone XS Max ab dem 21. September, auf das in vielen bunten Farben angebotene iPhone XR müssen Interessenten noch ein wenig länger warten. Es wird erst Ende Oktober in den Handel kommen. Vorbestellungen der beiden XS-Modelle werden ab dem 14. September möglich sein, das iPhone XR schickt Apple ab dem 19. Oktober in den Vorverkauf. Die Preise variieren je nach Speicher-Ausstattung, sprengen aber wieder einmal schwindelerregende Grenzen: Bis zu 1.649 Euro werden fällig, wenn man sich für eines der neuen iPhone-Modelle entscheiden möchte. Man ist geneigt zu sagen: Wahnsinn! 

iPhone XS

  • 64 GB: 1.149 Euro
  • 256 GB: 1.319 Euro
  • 512 GB: 1.549 Euro

iPhone XS Max

  • 64 GB: 1.249 Euro
  • 256 GB: 1.419 Euro
  • 512 GB: 1.649 Euro

iPhone XR

  • 64 GB: 849 Euro
  • 128 GB: 909 Euro
  • 256 GB: 1.119 Euro

Besonderheit: Während das das iPhone Xs und das iPhone XS Max in den Farben Gold, Silber und Grau zu kaufen geben wird, steht das iPhone XR in Gelb, Rot, Weiß, Orange, Schwarz und Blau zur Verfügung. 

Die Unterschiede von iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR im Überblick

 Apple iPhone XSApple iPhone XS MaxApple iPhone XR
 
iPhone XS
Bildquelle: Apple
iPhone XS Max
Bildquelle: Apple
iPhone XR
Bildquelle: Apple
Display

5,8 Zoll OLED
1.125 x 2.436 Pixel

6,5 Zoll OLED
1.242 x 2.688 Pixel
6,1 Zoll LCD
828 x 1.7292 Pixel
Betriebssystem-Version iOS 12
Prozessor A12 Bionic 6-Core CPU + 4-Core GPU
RAM 4 GB (noch unbestätigt)
interner Speicher 64 GB, 256 GB, 512 GB 64 GB, 128 GB, 256 GB
MicroSD nein
Kamera vorne/hinten 7 Megapxiel / 2 x 12 Megapixel 7 Megapixel / 12 Megapixel
Fingerabdrucksensor nicht vorhanden (stattdessen: Face ID für Gesichtserkennung über die Frontkamera)
Akku noch unbekannt
induktives Laden ja
USB-Port Lightning
IP-Zertifizierung IP68 IP67
Abmessungen 143,6 × 70,9 × 7,7 mm / 177 Gramm 157,5 × 77,4 × 7,7 mm / 208 Gramm 150,9 × 75,7 × 8,3 mm
Farben

Gold
Silber
Grau

Gelb
Rot
Weiß
Orange
Schwarz
Blau

Einführungspreis 64 GB: 1.149 Euro
256 GB: 1.319 Euro
512 GB: 1.549 Euro

64 GB: 1.249 Euro
256 GB: 1.419 Euro
512 GB: 1.649 Euro

64 GB: 849 Euro
128 GB: 909 Euro
256 GB: 1.019 Euro

Quelle: Apple

Warum das iPhone für Apple so wichtig ist

Dass Apple seinen neuen iPhone-Modellen so viel Aufmerksamkeit schenkt, kommt nicht von ungefähr. Das Smartphone verkauft sich Quartal für Quartal millionenfach und ist für Apple so etwas wie die ultimative Cash-Cow. Im wichtigen Weihnachtsquartal des vergangenen Jahres setzte Apple insgesamt 88,29 Milliarden US-Dollar um. Und allein der Verkauf von iPhones steuerte 61,58 Milliarden Dollar zum Gesamtergebnis bei. Durchaus möglich, dass Apple diese Werte im kommenden Weihnachtsgeschäft noch einmal übertreffen möchte, um Analysten, Investoren und alle anderen Börsianer einmal mehr frohlocken zu lassen.



Bildquelle kleines Bild: Apple  | Autor: Hayo Lücke
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