Neue Oppo-Patente: Klappen, drehen, ziehen. Neue Smartphones aus China

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Patent: Faltbares Oppo-Smartphone
Bildquelle: Majordroid
Manche halten es für innovativ, andere für sinnfrei. Schon seit Jahren wird in zahlreichen Internet-Foren über das faltbare Smartphone diskutiert und gestritten. Eines dürfte mittlerweile allerdings nahezu sicher sein: Früher oder später wird das biegsame Gerät in den Handel kommen. Aktuell wurden neue Patente von Oppo gesichtet, die den chinesischen Hersteller zumindest Alleinstellungsmerkmale sichern sollten.

Egal ob SamsungHuaweiLenovo oder Apple. Alle diese und weitere Hersteller haben bereits an einem biegsamen Smartphone gearbeitet. Während die benötigte Display-Technologie schon seit längerem existiert, ist es vor allem die Umsetzung, die den Mobilfunk-Unternehmen Probleme bereitet; schließlich muss ein Handy nicht nur biegsam, sondern robust, belastbar und am besten auch noch wasserdicht sein. Das ist auch der Grund, wieso immer mehr Patente im weltweiten Datennetz auftauchen – aktuell wieder bei dem chinesischen Hersteller Oppo. Dieser hat zwar bereits vor einigen Monaten ein ungewöhnliches Patent präsentiert, doch dieses konnte am Ende in der Praxis wohl nicht überzeugen. Aktuell wurden im Internet darum drei weitere Patente gesichtet, die etwas unkonventionellere Methoden präsentieren.

Klappen, drehen oder ziehen

Oppo möchte wohl am liebsten den Handy-Falt-Thron für sich gewinnen. So veröffentlicht das chinesische Unternehmen nun unterschiedliche Herangehensweisen um das Falt-Handy zu realisieren. Laut LETSGODIGITAL arbeitet Oppo derzeit an drei Modellen, die Oppo an die Falt-Handy Spitze bringen könnten.

Zunächst wäre da ein klappbares Smartphone, das über altbekannte Schaniere geöffnet werden kann. Das Design erinnert dabei ziemlich an die Klapphandys der 2000er Jahre, beinhaltet aber elastische-, sowie Airbag-Elemente, die links und rechts neben dem Klappmechanismus angebracht sind. Diese Lösung ist nicht weniger als einzigartig und würde dem Oppo-Gerät zumindest ein Alleinstellungsmerkmal unter den kommenden Falt-Handys bieten.

Oppo Patent - faltbares Handy
Bildquelle: Oppo

Das zweite Modell setzt hingegen auf ein flexibles Display. Der Vorteil dabei: Schaniere oder ähnliche Mechanismen sind nicht vorhanden und sorgen somit für weniger Verschleiß. Das Display wird dabei zwar auch aufgeklappt, anders als beim ersten Modell, lässt sich die Rückseite des Handys aber zu einer Tablet ähnlichen Form drehen. 

Oppo Patent faltbares Tablet
Bildquelle: Oppo

Des Weiteren wird Modell Nummer Drei ein dreifaches Display verwenden, das nach belieben durch ziehen ausgefahren werden kann. Hierbei würde dem Nutzer bei eingeklapptem Zustand ein reguläres Smartphone zur Verfügung stehen. Sobald dieses aber ausgezogen wäre, würde sich die Displaygröße mithilfe eines Schwenkgelenks verdreifachen.

Oppo Patent - dreifacher Display
Bildquelle: Oppo

Erstes Oppo-Patent

Ein etwas älteres Patent zum faltbaren Oppo-Smartphones lässt sich in der Mitte falten, wobei das Handy im zusammengeklappten Zustand entsprechend nur die halbe Bildschirmdiagonale bietet und somit recht komtakt ist. Ermöglichen soll dies ein Scharnier auf der Rückseite, die Frontseite besteht hingegen aus einem durchgehenden Panel. Wie genau dies funktionieren soll, kann den Patentskizzen allerdings nur bedingt entnommen werden.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Patenten, biegt sich das erste faltbare Oppo-Gerät nicht horizontal, sondern vertikal. Das Gehäuse selbst ist dabei nicht biegsam, sondern besteht aus zwei festen Teilen, die ineinandergesteckt werden können. Diese Vorgehensweise hat zunächst zwei Vorteile: Zum einen bleibt das Smartphone im zusammengesteckten Zustand vergleichsweise stabil, zum anderen brauchen sich die Entwickler nur auf eine Kamera zu konzentrieren. Diese wird ihrerseits sowohl als Hauptkamera, als auch als Selfie-Knipse eingesetzt werden können.

Oppo Patent: Faltbares Smartphone
Bildquelle: Android Authority

Obwohl das Oppo-Patent eine interessante Idee präsentiert, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die breiten Massen mit einem solchen Konzept anfreunden würden. Vor allem zeigt das Patent allerdings, dass sich gegenwärtig nahezu alle Unternehmen ernsthafte Gedanken um ein biegsames Smartphone machen und lässt die Hoffnung aufleben, ein solches Gerät noch 2018 in den Läden vorfinden zu können.

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