iPhone 7: Nagelneues iOS 11.1 wurde bereits gehackt

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Apple iPhone 7 Hands-On
Bildquelle: Michael Büttner / inside-intermedia.de
Smartphones: Viele tragen sie immer griffbereit und vertrauen ihnen, wie früher dem Tagebuch, ihre tiefsten Geheimnisse an; die ab einem gewissen Alter eher die Form von Bankdaten und Passwörtern annehmen. Damit solche Daten nicht in fremde Hände gelangen, sind aktuelle Handys meist doppelt und dreifach geschützt – so wirkt es zumindest. Wie der Hacker-Wettbewerb Pwn2Own zeigt, können auch diese Hürden mit einem gewissen Aufwand bewältigt werden.

In Tokio findet derzeit der sechste jährliche Hacker-Wettbewerb Pwn2Own statt. Die diesjährigen „Opfer“ sind das Google Pixel, das Samsung Galaxy S8, das Apple iPhone 7 und das Huawei Mate9 Pro. Die Geräte laufen dabei jeweils mit der neusten Software und sollten somit möglichst gut vor Hacker-Angriffen geschützt sein. Trotzdem ist es den Teilnehmern durchaus gelungen die Schutzprogramme der High-End-Smartphones zu umgehen. Für den Höhepunkt sorgte wohl das Tencent Keen Security Lab, das eine Schwachstelle im WLAN des iPhone 7 ausnutzte, um sich Zugang zu dem Handy zu verschaffen. Im Nachhinein installierten die Hacker eigene Schad-Codes, die selbst nach einem Neustart des iPhones weiterhin aktiv blieben. Besonders kritisch ist dabei die Tatsache, dass das Gerät bereits mit dem funkelnagelneuem Apple-Betriebssystem iOS 11.1 ausgestattet war und somit den bestmöglichen Sicherheitsgrad vorweisen konnte. Für den erfolgreichen Angriff erhielt das Tencent Keen Security Lab einen Betrag von 110 US-Dollar – von insgesamt 500.000 US-Dollar.

Neben der Apple-WLAN-Schwachstelle, boten unter anderem auch der Internet-Browser von Samsung und Apples Safari-Browser eine gute Angriffsgelegenheit für die Teilnehmer. Andere Bereiche hielten den Hacking-Versuchen hingegen stand. So scheiterte eine NFC-Attacke gegen das Huawei Mate9 Pro an der Zeitvorgabe.

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