Sicherheitslücke WhatsApp: Mit diesem Trick lassen sich Kontakte überwachen

vom 13.10.2017, 16:48
WhatsApp
Bildquelle: WhatsApp

WhatsApp hat ein Problem: Mit Hilfe eines einfachen Tricks können Nutzer des Messengers überwacht werden. Dazu wird lediglich die Handynummer des Kontakts sowie eine Erweiterung im Google-Chrome-Browser benötigt. Welche Daten einsehbar sind und wie der Trick funktioniert, zeigt inside-handy.de.

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Der US-amerikanische Programmierer Rob Heaton hat die Sicherheitslücke offen gelegt und zeigt, wie einfach es ist, andere WhatsApp-Nutzer zu überwachen. Die Schwachstelle im Messenger bezieht sich einerseits auf den Online-Status, der anzeigt, wann ein Nutzer online ist und WhatsApp aktiv nutzt. In Verbindung mit den mangelnden Privatsphäre-Einstellungen des Messengers kann diese Schwachstelle ausgenutzt werden.

Im zweiten Schritt hat der Entwickler eine Chrome-Erweiterung programmiert, mit der er WhatsApp-Informationen wie etwa den Online-Status abfragen kann. In regelmäßigen Abständen überprüft die Erweiterung, ob ein bestimmter Kontakt online ist. Dadurch lässt sich ein detailliertes Aktivitätsprotokoll erstellen. Das Ergebnis: Es lässt sich recht einfach herausfinden, wann ein Freund oder Bekannter aufsteht oder schlafen geht und zu welchen Uhrzeiten er WhatsApp benutzt. Auch das Deaktivieren des "Zuletzt-Online"-Status bringt dem Nutzer in diesem Fall nichts. Zudem soll sich durch einen Abgleich von zwei Handynummern feststellen lassen, ob Kontakte regelmäßig miteinander chatten.

So lässt sich die Sicherheitslücke mißbrauchen

Bei der Sicherheitslücke lassen sich zwar keine Chat-Verläufe mitlesen, dennoch könnte die Schwachstelle in WhatsApp mißbraucht werden. Wie Heaton herausstellt, lassen sich - wenn die Überwachung groß aufgezogen werde - viele interessante Statistiken über WhatsApp-Nutzer und ihr Verhalten sammeln und auswerten. Das dürfte in erster Linie für Werbetreibende interessant sein. Schlimmstenfalls könnten die gesammelten Daten auch für kriminelle Zwecke genutzt werden.

In jedem Fall sollte jedem WhatsApp-Nutzer klar sein, dass jeder ein Protokoll über ihn erstellen kann. Der Überwacher muss noch nicht einmal mit der Person via WhatsApp befreundet sein - er muss lediglich die Telefonnummer kennen.

Quelle: Rob Heaton | Bildquelle kleines Bild: WhatsApp | Autor: Blasius Kawalkowski
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Themen dieser News: WhatsApp, Apps & Software

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