Geschäftszahlen LG-Quartalszahlen Q3 2017: Handy-Sparte bleibt ein Verlust-Geschäft

vom 26.10.2017, 09:39
LG V30
Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

Der südkoreanische Konzern LG hat seine endgültigen Geschäftszahlen des dritten Quartals 2017 veröffentlicht. Dabei zeigt sich ein gemischtes Ergebnis aus positiven wie negativen Entwicklungen, doch gerade im Jahresvergleich überwiegen die Pfeile nach oben. Die Mobilfunk-Sparte des Unternehmens bleibt aber ein deutliches Verlustgeschäft. Dennoch: Die Börsen reagierten mit einem kleinen Kurssprung in einer momentan negativen Kurve.

LG hat am Smartphone-Markt seit Jahren mit verfallenden Preisen und in Deutschland mit einer geringen Wahrnehmung unter den Kunden zu kämpfen. Dabei räumen gerade die Spitzenmodelle der G- und V-Reihe regelmäßig gute Noten und viel Lob in der Branche ab. So geschehen beim LG G6 im Test von inside-handy.de und dem ersten Eindruck des LG V30 auf der IFA 2017.

LG-Geschäftszahlen für das dritte Quartal

Die vom Südkoreanischen Unternehmen aktuell vorgelegten Quartalszahlen stimmen grob mit der ersten Prognose überein, die in den vorläufigen Zahlen getätigt wurde. Demnach liegt der Gesamtumsatz von LG bei 15,22 Billionen Südkoreanischer Won, umgerechnet knapp 11,4 Milliarden Euro. Die Gewinne beliefen sich auf 516,1 Milliarden Südkoreanischer Won, umgerechnet 385 Millionen Euro. Damit stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 4,6 und im Jahresvergleich um satte 15,2 Prozentpunkte an. Beim Gewinn konnte LG im Jahresvergleich ebenfalls mächtig Punkten: Mit einem Anstieg um 82,2 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2016 konnte man den Gewinn fast verdoppeln. Im Vorquartal lief es jedoch besser: Gegenüber dem zweiten Quartal 2017 liegt man bei minus 22,3 Prozent.

Der Erfolg des gesamten Unternehmens lenkt jedoch davon ab, dass die Mobilfunk-Sparte von LG weiter ein großes Verlustgeschäft ist. So lag der Umsatz bei 2,81 Billionen Südkoreanischer Won. Das entspricht umgerechnet 2,11 Milliarden Euro. Der Umsatz ist um acht Prozent höher als im Vergleich zum Vorjahr und um vier Prozent höher als im zweiten Quartal 2017. Bei den Gewinnen verbleibt LG jedoch weiterhin in den negativen Zahlen: 375,3 Milliarden Südkoreanischer Won Verlust kamen im vergangenen Quartal zusammen. Umgerechnet sind das 282 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahres-Quartal ist der Wert um 13 Prozent gestiegen. LG plant nun, das LG V30 erfolgreich auf den Markt zu bringen und im anstehenden Weihnachtsgeschäft des vierten Quartals 2017 mitzuhalten.

LG-Quartalszahlen des Jahres 2017

Die Quartalszahlen des Jahres 2017 zeigen im Verlauf einige Höhen und Tiefen: Nach einem ersten Quartal mit einem Gewinn von 640 Millionen Euro folgte ein Rückgang auf 394 Millionen Euro im Folgequartal. Der Umsatz entwickelte sich dabei relativ stabil knapp oberhalb der 11-Milliarden-Grenze. So konnte im ersten Quartal 11,2, im zweiten 11,1 und im aktuellen Quartal 11,4 Milliarden Euro verzeichnet werden.

LG G6 und LG V30 – Die Hoffnungsträger des Jahres 2017

Die beiden Spitzenmodelle G6 und V30 gelten für LG als die Hoffnungsträger des Jahres. Wurde das LG G6 im Frühjahr vorgestellt und konnte mit 18:9-Display und Doppelkamera einige Innovationen mitbringen, folgte das V30 zur IFA 2017 und damit ein halbes Jahr später. Mit größerem Display und einigen Weiterentwicklungen, jedoch einem sehr ähnlichen Design soll es die Verkäufe hochhalten. Ob das klappt, muss sich erst noch zeigen. Bisher ist das V30 noch nicht auf dem Markt aufgeschlagen und auch ein Test der Redaktion von inside-handy.de steht noch aus. Der Test des LG G6 verspricht dabei einiges. Es konnte in vielerlei Hinsicht überzeugen und die Scharte, die das LG G5 im Test verbrochen hatte zum großen Teil auswetzen.

Entwicklung der Smartphone-Verkäufe im Jahr 2017

Insgesamt hat LG in den drei Monaten bis September 2017 13,7 Millionen Smartphones verkauft. Die sind vorrangig im Heimatmarkt Südkorea (plus 44 Prozent) und teilweise auch in Nordamerika (plus neun Prozent) ausgeliefert worden.

Zuvor konnte LG im zweiten Quartal 13,3 Millionen Smartphones verkaufen. Das waren 4 Prozent weniger als im zweiten Quartal des Vorjahres und zehn Prozent weniger als noch zwischen zwischen Januar und März dieses Jahres. Schwache Verkäufe von Premium-Modellen hätten zu einem insgesamt rückläufigen Umsatz in Mobilfunk-Geschäft geführt, teilte der koreanische Hersteller in einer Börsenpräsentation mit. So habe zum Beispiel im für LG wichtigen Absatzmarkt Nordamerika der Umsatz in der Mobilfunk-Sparte um 12 Prozent gegenüber dem Vorquartal nachgelassen, sei aber im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent gestiegen, weil verstärkt preiswerte Smartphones von LG gekauft wurden. In Europa verzeichnete LG eine insgesamt stärkere Nachfrage.

Quelle: LG | Bildquelle kleines Bild: Simone Warnke / inside-handy.de | Autor: Redaktion inside-handy.de
News bewerten:
 
10 / 10 - 3Stimmen

Themen dieser News: LG, Mobilfunk-News, Unternehmen und Märkte

Kommentar schreiben


 
 
VERWANDTE NEWS

alle News ansehen