Update Smartphone-Verkäufe HTC: Umsatz steigt im Mai auf schwachem Niveau

vom 06.06.2018, 13:00
Kamera des HTC U11
Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

Seit Anfang 2018 stürzen die Umsatz-Zahlen von HTC auf immer enttäuschendere Werte. Nach einer kurzen Erholung im März musste HTC für April erneut einen herben Rückschlag hinnehmen. Im Mai ging es abermals leicht bergauf. Trotzdem: Hält der Trend an, wird es für den taiwanischen Konzern immer schwieriger, auf dem hart umkämpfen Smartphone-Markt zu überleben.

Es ist vollbracht: Ende Januar verkündete der Elektronikriese Google, dass die Übernahme der Pixel-Sparte von HTC nun endgültig abgeschlossen sei. Satte 1,1 Milliarden Dollar wanderten zuvor an HTC. Auf die Umsätze der Taiwaner hatte der Verkauf bisher allerdings keine großen Auswirkungen. Diese sanken auch in den ersten Monaten des neuen Jahres weiter und unterschritten im Februar mit einem Wert von umgerechnet rund 73 Millionen Euro noch einmal das August-Jahrestief des vergangenen Jahres (84 Millionen Euro). 

Der März des laufenden Jahres war dann ein kleiner Lichtblick: HTC konnte den Umsatz geringfügig verbessern; auf umgerechnet 77,4 Millionen Euro. Das waren allerdings rund 46 Prozent weniger als noch um März 2017 umgesetzt wurden. Und wer gehofft hatte, dass es nun für den (un)geliebten Smartphone-Fertiger wieder bergauf gehen könnte, wird mit Blick auf die April-Zahlen mit Pauken und Trompeten auf den Boden der knallharten Tatsachen zurückgeholt. Denn für April musste HTC ein neues, historisches Tief ausweisen. Gerade einmal umgerechnet 59,1 Millionen Euro setzte HTC im vierten Monat des Jahres um. Gegenüber März 2017 ist dieser Wert gleichbedeutend mit einem Umsatz-Rückgang von mehr als 55 Prozent.

Im Mai legte der Umsatz von HTC hingegen wieder leicht zu - auf umgerechnet knapp 70 Millionen Euro. Gegenüber April dieses Jahres bedeutet das zwar einen Umsatzanstieg um mehr als 16 Prozent, blickt man hingegen auf das, was HTC im Jahr 2017 erreichte, ist die neue Umsatz-Ausweisung eine klare Enttäuschung. Denn im Mai 2017 fiel der Umsatz noch um rund 46 Prozent höher aus. 

Verkauf an Google könnte neues Geld in die Kassen spülen

Mit umgerechnet 84 Millionen Euro war der Umsatz des Smartphone-Pioniers HTC im August 2017 so niedrig wie schon lange nicht mehr. Das Unternehmen reagierte, verkaufte die Entwicklung der Pixel-Smartphones an Google und machte den Suchmaschinenkönig zum Smartphone-Produzenten. Das dürfte aber nicht der Grund dafür sein, dass der Umsatz im September explodiert ist, da der Verkauf erst Anfang 2018 über die Bühne ging. Es könnte am Pixel 2 liegen, das aus den Ingenieurshänden von HTC stammt und von Google Anfang Oktober 2017 vorgestellt wurde. Wie geschnitten Brot scheint sich das Smartphone allerdings nicht gerade zu verkaufen.

Wie die folgende Grafik zeigt, liegt HTC beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich im Hintertreffen.

Konkurrenz ist zu mächtig

Weiterhin dürften HTC chinesische Hersteller wie Huawei Kopfschmerzen bereiten. Während HTC einst hinter Apple und Samsung lange Zeit als dritte Macht auf dem Smartphone-Markt positioniert war, verkauft Huawei mittlerweile deutlich mehr Smartphones als die Taiwaner. Gegen Geräte wie das Galaxy S9 von Samsung oder das Huawei P20 (Pro) kommt HTC mit seinem aktuellen Spitzenmodell zumindest bei der kaufwilligen Kundschaft nicht an - und das obwohl das HTC U11 im Test von inside-handy.de 4,5 von 5 möglichen Sternen erhalten hat.



Quelle: HTC | Bildquelle kleines Bild: HTC | Autor: Redaktion inside handy
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Themen dieser News: HTC, Handys, Smartphones, Unternehmen und Märkte

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