Netz-Umstellung Analog-Abschaltung bei Vodafone: Nach der Fußball-WM geht es richtig los

vom 07.12.2017, 11:15
Vodafone Symbolbild
Bildquelle: Vodafone Pressebilder

Unitymedia hat es vorgemacht, jetzt zieht Vodafone nach. Im Anschluss an ersten Pilotregionen wird der Kabelnetzbetreiber ab August - und somit nach der Fußball-Weltmeisterschaft - deutschlandweit die analogen Sender abschalten. Auch Zuschauer, die schon digital gucken, müssen dabei etwas beachten.

Man wolle nicht das Risiko eingehen, dass einzelne Zuschauer doch von der Abschaltung des analogen Senders überrascht werden und die Spiele nicht gucken können. Denn auch Zuschauer, die schon digitales Fernsehen empfangen, müssen einen neuen Sendersuchlauf durchführen. Vodafone ordnet seine Sender neu, um Platz zu schaffen für mehr Internet-Bandbreite. "Wir wollen bis Ende des Jahres weitgehend durch sein mit der Abschaltung", sagte Gerhard Mack, Gerschäftsführer Commercial Operations bei Vodafone, auf der Anga Com. Es werde aber durchaus einen Überhang bis ins nächste Jahr geben. 

Vodafone hat sich selbst auf die Agenda geschrieben, bis Ende März 2019 acht Millionen Haushalte mit Internet-Geschwindigkeiten von 1 GBit/s zu versorgen. Das setzt aber den Einsatz von DOCSIS 3.1 voraus, wofür die neuen Frequenzen benötigt werden.

Sendersuchlauf erforderlich

Bisherige Analog-Kunden, die ohne Zusatzkosten auf einen Digitalanschluss wechseln, profitieren von einer größeren Auswahl an TV- und Radiosendern in einer besseren Bild- und Tonqualität.  Für den digitalen TV-Empfang ist ein DVB-C-Empfänger notwendig, der in vielen modernen Fernsehern bereits integriert ist. Wer die Sender One, ZDFneo oder tagesschau24 sehen kann, nutzt bereits einen digitalen Anschluss.

Viele Digital-Receiver und Kabel-Router führen den erforderlichen Sendersuchlauf automatisch durch. Bei anderen werden die Kunden einen Suchlauf durchführen und möglicherweise auch ihre Senderlisten neu sortieren müssen. Auch Vodafone-Kunden, die ein CI+ Modul nutzen oder die gewohnten Sender nicht wiederfinden, sollen einen Sendersuchlauf. durchführen.

Auch die Frequenzen, die schon heute für die Übertragung der Internet-Signale verwendet werden, ändern sich. Das bedeutet auch, dass Kunden in der Nacht der Umstellung kein Internet haben werden. Verbindet sich der Kabel-Router nach der Umstellung nicht automatisch mit dem Internet, sollte der Nutzer das Gerät durch einfaches Aus- und Einschalten neu starten. Wann welche Region dran ist, kann mittlerweile auf einer eigens eingerichteten Hintergrundseite samt Postleitzahlen-Suche herausgefunden werden.

Schaue ich schon digital fern? So findet man es heraus! 

Wer sich nicht sicher ist, welches Signal er nutzt, kann es anhand der folgender drei Punkte herausfinden:

  1. Wer einen Flachbildfernseher ohne separaten Receiver besitzt, sieht sehr wahrscheinlich digital fern. Das TV-Gerät braucht einen integrierten DVB-C-Tuner. Das können Nutzer einfach in der Bedienungsanleitung nachsehen. Die meisten Geräte ab 2011 haben einen.
  2. Wer mehr als circa 32 Sender oder HD-Sender empfängt, der sieht bereits digital fern.
  3. Wer einen Receiver von Vodafone oder aus dem Handel nutzt, der sieht ebenfalls schon digital fern.
  4. Wer tagesschau24, One oder ZDF Neo empfängt, sieht ebenfalls digital fern.

Nutzer, die ein älteres TV-Gerät (Röhrenfernseher) nutzen und keinen Receiver verwenden, sind hingegen sehr wahrscheinlich noch analog unterwegs. Wer darüber hinaus sein Radio oder seine Stereoanlage direkt an die Kabeldose anschließt, der empfängt auch dort noch ein analoges Signal. In beiden Fällen ist ein digitaler Receiver nötig, um auch nach der Umstellung TV- und Radiosender zu empfangen.



Quelle: Vodafone | Bildquelle kleines Bild: Vodafone Kabel Deutschland | Autor: Redaktion inside handy
News bewerten:
 
9 / 10 - 1 Stimme

Themen dieser News: Vodafone, Fernseher & Smart TV, Internet & Digitale Welt, Kabel-TV & Kabel-Internet, Störungen, Technik, TV-Sender & Video on Demand, Unternehmen und Märkte

Kommentar schreiben


 
 
VERWANDTE NEWS

alle News ansehen