"HTC strahlt immer, wenn ein Technologie-Wechsel ansteht"

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Fabian Nappenbach von HTC
Bildquelle: HTC
Neue Handys gab es von HTC auf der IFA in Berlin nicht zu sehen. Dennoch stand Fabian Nappenbach, in Europa für das Produktmarketing von HTC zuständig, der Redaktion von inside-handy.de für ein paar Fragen zur Verfügung. Das Gespräch rund um die Zukunft des taiwanischen Herstellers führte Chefredakteur Hayo Lücke.

Herr Nappenbach, es gab zuletzt immer wieder Spekulationen um eine Aufspaltung oder gar um ein bevorstehendes Ende von HTC. Können HTC-Fans sicher sein, dass es auch in Zukunft noch Smartphones ihrer Lieblingsmarke aus Taiwan geben wird?

Fabian Nappenbach: „Wenn ich das mit Sicherheit sagen könnte, wäre ich ein Time Lord. Ganz ehrlich: Ich bin nicht in solch hohen Management-Sphären unterwegs, dass ich derart strategische Dinge wirklich mitbekommen würde. Ich bin aber gerade mittendrin, die Road-Map für das kommende Jahr zu planen und das wäre eine ziemlich sinnlose Aufgabe, wenn es für das nächste Jahr keine Ideen für ziemlich coole Smartphones von HTC gäbe.“

Dennoch lief es für HTC zuletzt ja nicht so richtig rund. Was muss passieren, damit sich das in Zukunft ändern wird.

Nappenbach: „Vor allem mit Blick auf den nächsten Mobilfunk-Standard 5G, sehe ich große Chancen für uns. Denn 5G halte ich für ein Thema, wo eine Firma wie HTC am meisten punkten kann. Wir sind immer dann gut, wenn es um neue Technologien geht und nicht wenn es zum Beispiel darum geht, etwas, das es schon längst gibt, billiger zu bauen. HTC strahlt immer dann, wenn ein Technologie-Wechsel ansteht. 5G ist gegenüber jenen Themen, die aktuell gespielt werden, ein sehr viel größerer Schritt. Da kann man von uns in Zukunft noch einige schöne Sachen erwarten.“

Die Umsatzzahlen von HTC waren zuletzt wieder stark rückläufig. Und das, obwohl das neue Flaggschiff HTC U11 noch nicht sonderlich lange auf dem Markt ist.

Nappenbach: „Die Verkäufe, die ich vom U11 kenne, entwickeln sich nicht rückläufig. Das sieht man auch gut an der Preisstabilität. Wenn ein Gerät nicht gut nachgefragt ist, rauscht auch der Preis sofort runter. Beim U11 bewegen wir uns aber immer noch in einer Region von über 600 Euro. Insofern können die rückläufigen Umsätze auch auf ganz andere Effekte zurückzuführen sein, die ich nicht kenne. An schlechten Verkäufen des U11 in Europa liegt es aber sicher nicht. Hier läuft alles so, wie wir es geplant haben.“

Auf der diesjährigen IFA gibt es – für inside-handy.de etwas überraschend – keine neue Hardware von HTC zu sehen. Darf man sich dennoch auf Neuheiten einstellen, die in naher Zukunft vorgestellt werden?

Nappenbach: „Das HTC U11 ist der Blueprint für jene Geräte, die wir in nächster Zeit bauen und neu vorstellen werden. Und möglicherweise wird es auch gar nicht mehr so lange dauern, bis es neue Hardware von uns zu sehen gibt. Sicher ist in jedem Fall: Von dem, was man heute von unserem aktuellen Flaggschiff kennt, werden wir uns nicht weit wegbewegen.“

Herr Nappenbach, vielen Dank für das Gespräch.

Hier geht's zum Test des HTC U11

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