Gefahren im Netz Google schmeißt Spionage-Apps aus Play Store

vom 24.08.2017, 15:53
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Bildquelle: Google

Sicherheitsforscher der Firma Lookout haben in Googles Play Store zahllose Apps mit einer speziellen Erweiterung detektiert, die ihre Nutzer theoretisch ausspionieren können. Betroffen sind nicht nur kleine Apps, sondern auch jene, die von hunderten Nutzern heruntergeladen wurden. Grund zur Sorge besteht aber nur bedingt.

Mehr als 500 Apps hat Lookout heraus filtern können, die mit dem "Spioange-Anhängsel" versehen sind, die ausschließlich im Google Play Store zu finden sind und Android-Nutzer potenziell aushorchen könnten. Die Apps sind allesamt verschiedener Art; betroffen sind unter anderem Spiele oder auch Wetter-Apps, die teils mehr als 100 Millionen Mal heruntergeladen wurden. Laut den Spezialisten von Lookout sollen die infizierten Anwendungen mittlerweile entweder aus dem Play Store entfernt oder von dem Software Development Kit befreit worden sein.

Android-Nutzer müssen aber nicht in Panik ausbrechen: Wie Lookout selbst betont, sei man nur zufällig auf das Kit gestoßen, das primär zuständig für das Einblenden von Werbung ist. Gefunden wurde die verdächtige Bewegung bei der App "lgexin", die offenbar Kommandos von externen Servern empfing. Das theoretische Abhörmanöver kann sich allerdings nur in dem Rahmen der Zugriffsrechte bewegen, die auch die App selber erteilt bekommen hat. Ergo kann sie keine vollständige Kontrolle über das Handy übernehmen. Als Beispiel: Lookout konnte beobachten, wie lgexin einen Anruf und die entsprechende Nummer aufgezeichnet hat.



Quelle: Lookout | Bildquelle kleines Bild: Google | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: Google, Android, Apps & Software, Unternehmen und Märkte

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