Test Einsteiger-Smartphone Huawei Y7 im Test: Preis-Leistungs-Champ mit starkem Akku

vom 24.09.2017, 13:10
Huawei Y7
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Huawei hat im Sommer dieses Jahres neben dem Y6 2017 noch ein weiteres Einsteiger-Smartphone auf die Schiene gesetzt und versucht so, mit zwei unterschiedlichen Display-Größen zu einem sehr ähnlichen Preis bei den Kunden zu punkten. Ob es damit das Testergebnis des Y6 (2017) überbieten kann, zeigt der Test von inside-handy.de.

Die technischen Daten des Huawei Y7 bewegen sich alle auf erwartbaren Einsteiger-Niveau und können nur punktuell Highlights bieten. Dabei stellt die hohe Akkukapazität mit 4.000 mAh eines dieser Highlights dar. Dem gegenüber steht der geringe interne Speicher von 16 GB, der jedoch per Micro-SD-Slot um bis zu 128 GB erweitert werden kann. Die Bildschirmdiagonale beträgt 5,5 Zoll und bietet in Verbindung mit einer Auflösung von 720 x 1.280 Pixeln eine Pixeldichte von 267 ppi. Für Foto-Enthusiasten hat der Hersteller eine Hauptkamera mit 12,2 Megapixeln verbaut, während die Selfie-Knipse eine Auflösung von 8 Megapixeln vorweisen kann.

Design und Verarbeitung

Das Huawei Y7 kommt mit einem Metall-Gehäuse und einer weißen Front, bedeckt mit 2,5D-Glas zum Kunden. Auf der Rückseite ist der Deckel abgesetzt zum restlichen Gehäuse und beinhaltet die Kamera, einen Blitz, das Huawei-Logo und die Standard-Hinweise wie das CE-Siegel. Dabei wirkt das Design wenig stimmig, da die Kamera optisch ein ganzes Stück zu weit oben angebracht ist. Der Metallrahmen kann dagegen gefallen und beinhaltet auf allen vier Seiten Bauteile: Taster, SIM-Kartenslot, Mikrofon und Klinken-Anschlussbuchse, sowie ein Micro-USB-Port und zwei Lautsprecher-Gitter zieren den Rahmen. Auf der Front zeigt sich ein solides, aber auch hochlangweiliges Design mit dicken Balken ober- und unterhalb des Displays sowie deutlich sichtbaren Rändern an den Längsseiten. Das Huawei-Symbol auf der Front unterbricht optisch zwar die weiße Wüste unterhalb des Panels, hat jedoch eine Werbewirkung wie Bandenwerbung im leeren Fußballstadion.

Huawei Y7 - Hands-On

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    Das Huawei Y7 im Hands-On während des Tests von inside-handy.de
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    Das Huawei Y7 im Hands-On während des Tests von inside-handy.de
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Die Haptik kann gefallen und das Smartphone fühlt sich in weiten Teilen hochwertig an. Zwei Umstände stören den guten Gesamteindruck: Die Lautsprecheraussparungen sind wenig entgratet worden und kratzen etwas beim darüberstreichen. Dazu kommt ein Plastikrahmen rund um das Display herum. Diese Bauart findet sich im unteren Preissegment immer wieder und vereinfacht die Integration des Schutzglases in das Metallgehäuse. Trotzdem ist die Haptik und auch die Bedienbarkeit in Ordnung und die Taster werden einfach erreicht.

Das Design des Huawei Y7 ist solide bis langweilig und hat seine Schwächen, die Haptik kann dagegen gut gefallen, auch wenn es hier ebenfalls kleine Kritikpunkte gibt.

Zwischenwertung: 3,5 von 5 Sternen

Display

Das Panel des Huawei Y7 sorgt mit seiner Diagonalen von 5,5 Zoll und 720 x 1.280 Pixeln für eine Pixeldichte von 267 PPI, was einer unterdurchschnittlichen Pixeldichte gleichkommt. Damit zeigt sich das Y7 auch bei der Begutachtung nicht gerade als Auflösungskönig und will eher durch die Größe als durch die Qualität punkten. Die Farben können dagegen trotz einer etwas blassen Grundeinstellung gefallen. Die Kontraste gehen dagegen gerade für den Alltag in Ordnung und es gibt wenig Kritik. Die Blickwinkelstabilität leidet spät, aber dann gewaltig an Farbveränderungen. Das Panel dunkelt recht früh ab, bleibt dann aber bis in flache Blickwinkel stabil.

Huawei Y7
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Die Sekundärleistungen zeigen sich auf stabilem Niveau, auch wenn echte Highlights ausbleiben. Die automatische Helligkeitsregelung braucht sehr lange zum Herunter- und sehr kurz zum Herauf-regeln der Leuchtkraft. Das Dimmen selbst gelingt dem Y7 flüssig und ohne Ruckler. Die Einstellungen des Displays sind fast komplett: Die Grundtemperatur der Farben kann genauso wie die Helligkeit manuell verstellt werden. Komplettiert wird dieser Bereich von einem Blaulicht-Filter, der zeitlich programmierbar ist.

Das Display ist mit seiner Pixeldichte etwas aus der Zeit gefallen und kann trotzdem zufriedenstellen. Besonders die Einstellmöglichkeiten können gefallen und die Sekundärleistungen sind auf einem guten, wenn auch nicht überdurchschnittlichen Niveau.

Zwischenwertung: 3 von 5 Sternen

Ausstattung und Leistung

Ausstattungsseitig gibt sich das Huawei Y7 sparsam und bleibt bescheiden. Einen Fingerabdrucksensor sucht man genauso vergebens wie andere biometrische Sensoren und Entsperrmöglichkeiten. Dazu verzichtet Huawei auf technische Highlights wie gekrümmte Display-Ränder, ein randloses Design oder auch einen USB-Typ-C-Port. Dual-SIM ist ebenso wenig mit an Bord wie frei belegbare Tasten, induktives Laden oder NFC. Die Ausstattung spiegelt also die Ansprüche wider, wie sie Huawei seiner Zielgruppe, den preisbewussten Nutzern, andichtet.
Huawei Y7 im Benchmark-Test

Im Benchmark-Test muss das Huawei Y7 zeigen, wozu der verbaute Snapdragon-435-Prozessor in der Lage ist. Dieser bietet acht Kerne und hat eine Taktfrequenz von bis zu 1,4 GHz. In puncto Grafikprozessor setzt Huawei auf die Qualcomm-Adreno-505-GPU mit einer Frequenz von bis zu 450 MHz. Unterstützt wird die Hardware dabei von 2 GB Arbeitsspeicher.



Bildquelle kleines Bild: Michael Büttner / inside-handy.de | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Huawei, Android Nougat, China-Handys, Handys unter 200 Euro, Handys unter 400 Euro, Mobilfunktechnik, Smartphones, Testcenter, Unternehmen und Märkte

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