Test Einsteiger im Testparcours Honor 6A im Test: Der ambitionierte Einsteiger aus China

vom 21.09.2017, 14:47
Honor 6A im Test geprüft
Bildquelle: Simone Warnke/inside-handy.de

Huaweis Submarke Honor hat ein neues Einsteiger-Handy im Gepäck, das auf den schlichten Namen "Honor 6A" hört. Der Hersteller ist dafür bekannt, normalerweise eine gute Leistung zu einem im Vergleich geringen Preis feil zu bieten. Das 6A kostet weniger als 200 Euro – ob es zurecht in das Einsteiger-Segment gehört oder doch ein ambitionierterer Kandidat ist, zeigt der Test von inside-handy.de.

Verarbeitung und Design

Auch in günstigeren Gefilden des Smartphone-Marktes ist Kunststoff in den meisten Fällen Metallkonstruktionen gewichen. So auch beim Honor 6A: Das Gehäuse ist aus mit Sand bestrahltem Metall mit Ausnahme der Front, die aus Glas besteht. Bei einem 5 Zoll großen Display bringt es das Honor 6A auf eine Höhe von rund 143 Millimetern, eine Breite von knapp 71 Millimetern sowie eine Dicke von rund 8 Millimetern. Da die Herstellerangaben bezüglich des Gewichts des Öfteren nicht ganz korrekt sind,überprüft die Redaktion im Rahmen des Tests stets die Grammzahl. Honors Einsteiger-Handy kommt somit nicht auf 142, sondern 144 Gramm, womit das 6A eher ein Fliegengewicht ist. 

Das Honor 6A wird nicht nur in Gold, wie das Exemplar von inside-handy.de, sondern darüber hinaus auch in Silber und Grau angeboten. Auf einen Staub- und Wasserschutz gemäß IP67 oder IP68 muss sowohl das Smartphone als auch sein Nutzer verzichten.

Unboxing

Was ist drin in der Box? Während das Honor 6A in einer knallig türkisfarbenen Box geliefert wird, gestaltet sich der Inhalt größtenteils in neutralem Weiß. Neben dem Smartphone und Aufklebern mit dem Markenschriftzug darauf, verstecken sich in dem Karton außerdem das SIM-Kartenwerkzeug, ein weißes Headset, USB-Ladekabel sowie Netzteil für eben jenes.

Unboxing Honor 6A im Test
Bildquelle: Simone Warnke/inside-handy.de

Das Honor 6A im Hands-On

Auch wenn Metall drauf steht, fühlt es sich nicht wie Metall an. Honor stellt das dünne Gehäuse des 6A prominent auf seiner Homepage aus – allerdings fasst sich das metallene Gewand vielmehr wie Kunststoff an. Ein Umstand, der recht schade ist, bedenkt man die Mühen seitens des Herstellers, ein hochwertiges Nutzererlebnis kreieren zu wollen. Auch die gläserne Front fühlt sich leicht angeraut an.

Die generelle Verarbeitung ist nichtsdestotrotz gelungen: Die Elemente der Rückseite schmiegen sich – zumindest äußerlich – haargenau an die gläserne Front an, sodass bei den Übergängen zum Rahmen hin keine Unregelmäßigkeiten zu entdecken sind. Drückt und biegt man das Honor 6A hier und da aber ein wenig, sind deutliche Knarzer zu hören, die vermutlich dem dünnen Gehäuse geschuldet sind.

Honor 6A im Test: Hands-On

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    Das Honor 6A mit einem 5 Zoll großen Display.
    Bildquelle: Simone Warnke
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    Die Frontkamera bietet 5 Megapixel; außerdem befinden sich über dem Bildschirm der Lautsprecher sowie eine LED-Leuchte.
    Bildquelle: Simone Warnke

Optisch reiht sich Honors Smartphone unauffällig in den Massenmarkt ein, ohne Ecken und Kanten zu zeigen. Der Gehäuserahmen ist abgerundet, nur die kreisrunde Kamera steht ein wenig heraus. Schön ist, dass sich der Power-Button durch eine geriffelte Oberfläche vom sonst glatten Gewand abhebt.

Das Honor 6A ist weder optisch noch haptisch eine Innovation. So glatt wie das Material ist, genauso schlicht und unauffällig ist das Design. Dennoch muss man Honor zugute halten, dass Metall verwendet wurde und auch der Power-Button durch eine andere Struktur von Rest abgehoben wird.

Einzelwertung 3,5 von 5 Sternen

Display

Nachrichten schreiben, Bilder und Videos ansehen oder im Netz surfen können Nutzer auf einem IPS-Display, das 5 Zoll in der Diagonale misst. Die Auflösung liegt bei 720 x 1.280 Pixeln entspricht. Gemessen an Größe und Auflösung ergibt sich daraus eine Pixeldichte von 294ppi, die noch im Rahmen liegt und Augen keine einzelnen Pixel mehr erkennen lässt.

Wird der Helligkeitsregler bis an sein Maximum geschoben, strahlt das 6A mit all seiner Kraft. Selbst wenn die Helligkeit automatisch geregelt wird, reicht es sowohl bei Tageslicht als auch bei Nacht für eine ausreichende Beleuchtung. Honor hat auch einige Einstellungsmöglichkeiten für das Display integriert: So können Nutzer einen Blaulichtfilter zur Schonung der Augen aktivieren oder auch die Temperatur je nach Geschmack wärmer oder kälter gestalten.

Blickwinkelstabilität Honor 6A
Bildquelle: Simone Warnke/inside-handy.de

Egal, welche Einstellung am Display vorgenommen werden, bleiben die Farben kräftig, driften nur teils ins künstliche ab. Auch der Blickwinkel bleibt trotz schrägem Winkel relativ stabil, nur die Ränder werden ein wenig verschwommen.

Für den alltäglichen Gebrauch reicht das Display aus, auch wenn die Pixeldichte sowie das Material ein wenig besser hätte sein können. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten können punkten.

Einzelwertung 3,5 von 5 Sternen

Ausstattung und Leistung

Bei Einsteiger-Handys ist von Vornherein klar, dass sie keine Leistungsbomben sind. Sie halten sich eher bedeckt und betreiben gerade soviel Leistungsaufwand, dass sie sich und ihren Nutzern relativ gut durch den Tag bringen. So auch beim Honor 6A, das den ambitionierten Einsteiger-Prozessor Snapdragon 430 von Qualcomm in seinem Inneren verbaut hat. Dieser wurde im Jahr 2015 vorgestellt und verspricht durch QuickCharge 3.0 ein schnelles Aufladen des Akkus. Der Octa-Core-Prozessor taktet mit bis zu 1,2 GHz. Zur Prozessauslagerung steht dem Snapdragon 430 ein 2 GB großer Arbeitsspeicher zur Seite, die interne Speicherkapazität beläuft sich auf 16 GB. Letzterer ist mittels Micro-SD-Karte um bis zu 128 GB erweiterbar.



Bildquelle kleines Bild: Simone Warnke/inside-handy.de | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: Honor, China-Handys, Handys unter 200 Euro, Huawei, inside-handy.de, Smartphones, Unternehmen und Märkte

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