Vorsicht vor Trick-Anrufen Vodafone-Betrüger: Falscher Kundendienst will Passwörter abgreifen

vom 11.08.2017, 13:23
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Bildquelle: Vodafone

Mindestens ein vermeintlicher Mitarbeiter des Mobilfunkbetreibers Vodafone treibt aktuell sein Unwesen: Wie Nutzer von inside-handy.de berichten, haben sie in jüngster Vergangenheit Anrufe von einer Düsseldorfer Nummer erhalten, die aber keinesfalls zu Vodafone gehören. Hinter der Nummer versteckt sich vielmehr ein Betrüger, der sich als Service-Mitarbeiter ausgibt und die Angerufenen nach ihren Kundenkennwörtern fragt. Größte Vorsicht ist geboten.

Fragwürdige Telefonate: Derzeit kommt es vermehrt zu Anrufen bei aktuellen und ehemaligen Vodafone-Kunden, die eine Nummer des Netz-Betreibers verwenden. Wie die Redaktion von inside-handy.de erfahren hat, meldet sich ein vermeintlicher Service-Mitarbeiter beim Angerufenen und erkundigt sich, ob man bei einer Vertragsverlängerung lieber ein neues Smartphone oder Geld erhalten möchte. Um eine Antwort im System zu hinterlegen, sei es jedoch notwendig, dass der Nutzer sein Kundenkennwort mitteilt. Spätestens an dieser Stelle sollten bei jedem Angerufenen die Alarmglocken schrillen.

Bei dem Anruf handelt es sich nämlich nicht um einen tatsächlichen Vodafone-Mitarbeiter, sondern um einen Trick-Betrüger, wie Vodafone auf Anfrage von inside-handy.de bestätigte. Die Nummer stehe in keiner Verbindung zum Mobilfunkanbieter. Es handele sich zwar um einen Festnetzanschluss mit Düsseldorfer Vorwahl - die konkrete Nummer lautet 0211 3256986 - doch weitere Verbindungen als die geographische Verbindung zum Vodafone-Hauptsitz in Deutschland gibt es laut Auskunft des Netzbetreibers nicht. Der Kundenservice würde nie von sich aus nach dem Kundenkennwort fragen, gab ein Sprecher des Unternehmens zu bedenken. Laut Vodafone ist davon auszugehen, dass der Betrüger wahllos Nummern wählt und dort sein Glück versucht. Laut der Internet-Seite tellows.de kommt es seit Anfang August 2017 vermehrt zu solchen Aktivitäten unter dieser bestimmten Nummer.

Im geschilderten Fall ist es deswegen gefährlich, wenn das persönliche Kundenkennwort in fremde Hände gerät, weil dann über die Vodafone-Homepage im Kunden-Bereich zum Beispiel Mobilfunkverträge vorzeitigt verlägert werden können. In diesem Zusammenhang ist es dann auch möglich, subventionierte Hardware in Form von Smartphones oder Tablets mitzubestellen und an eine beliebige Adresse schicken zu lassen. Deswegen seien Kunden grundsätzlich angehalten, persönliche Passwörter niemals in fremde Hände zu geben, führte ein Vodafone-Sprecher weiter aus.

Geschädigte sollen sich melden

Wie Vodafone auf Anfrage von inside-handy.de weiter mitteilte, ist es nicht möglich, solche Betrügereien zu verhindern. Man empfehle betroffenen Kunden, sich bei der Bundesnetzagentur zu melden und zudem bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. Natürlich sollte auch der richtige Kundendienst von Vodafone kontaktiert und im Ernstfall das Kennwort ausgetauscht werden. Das ist im Zweifel auch direkt über die Vodafone-Hotline möglich. Die Bundesnetzagentur bittet ebenfalls um Meldungen von Betroffenen: "Es bringt nichts, den Hörer aufzulegen und sich zu ärgern", so ein Pressesprecher im Gespräch mit inside-handy.de. Maßnahmen können erst dann ergriffen werden, wenn sich Geschädigte melden.

Zuletzt machten Trick-Betrüger mit dem sogenannten Call-ID-Spoofing Schlagzeilen. Dabei täuschten Anrufer zum Beispiel die Notrufnummer 110 vor. Die Bundesnetzagentur sperrte erst vor Kurzem 52.000 Ortsnetzrufnummern, die rechtswidrig genutzt wurden, und erlegte einem Unternehmen 300.000 Euro Strafe wegen unerlaubter Telefonwerbung auf.

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Bildquelle kleines Bild: Vodafone Kabel Deutschland | Autor: David Gillengerten
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