Neue Quartalszahlen der 1&1-Mutter United Internet mit schwächstem Kundenzuwachs seit vielen Jahren

vom 10.08.2017, 07:41
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Bildquelle: United Internet

Neben Drillisch hat am Donnerstag auch United Internet neue Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Jahres vorgelegt. Und ganz ähnlich wie bei der neuen Konzerntochter wachsen auch für die Muttergesellschaft bekannter Marken wie 1&1, GMX und Web.de die Bäume am Mobilfunkmarkt nicht mehr so recht in den Himmel. Das Neukundengeschäft lag im Access-Segment auf einem so schwachen Niveau wie lange nicht.

Insgesamt konnte United Internet zwischen April und Juni nur 120.000 neue Mobilfunkkunden gewinnen; das schwächste Wachstum seit vielen Jahren. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2016 konnte United Internet noch 180.000 neue Mobilfunkkunden verbuchen, in den drei weiteren Quartalen des vergangenen Jahres sogar jeweils mehr als 200.000 neue Kunden. Insgesamt standen Ende Juni 4,57 Millionen Mobilfunkkunden in den Bilanzen von United Internet.

Hinzu kommen 4,31 Millionen DSL-Kunden, die ein Komplett-Paket von 1&1 nutzen – 40.000 mehr als noch Ende März. Parallel dazu reduzierte sich die Zahl der T-DSL-Resale-Verträge, für die United Internet eine hohe monatliche Leitungsmiete an die Deutsche Telekom zahlen muss, erwartungsgemäß um 10.000 auf 140.000. Hinzu kommen 7,98 Millionen Webhosting-Kunden und 36,53 Millionen E-Mail-Kunden – davon 34,29 Millionen Free-Accounts.

United Internet macht erstmals mehr als 1 Milliarde Euro Umsatz in nur einem Quartal

Erfreulich: Erstmals konnte United Internet einen Quartalsumsatz ausweisen, der bei über 1 Milliarde Euro lag. Konkret waren es 1.001.400.000 Euro. Im zweiten Quartal vergangenen Jahres lag der Umsatz noch bei 947,1 Millionen Euro. Allein das Zugangs-Geschäft, das DSL- und Mobilfunk-Verträge unter einem Dach vereint, steuerte im abgeschlossenen Quartal 743,8 Millionen Euro zum Umsatz bei – also knapp drei Viertel des Gesamtumsatzes.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte von 196,6 auf 216,9 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Gewinn in Höhe von 91,1 Millionen Euro übrig – nach nur 3,9 Millionen Euro im Vorjahr. Seinerzeit hatte allerdings auch ein Einmaleffekt das Ergenis von United Internet negativ beeinflusst.

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Quelle: United Internet | Bildquelle kleines Bild: 1&1 | Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: Unternehmen und Märkte, DSL und Breitband, Internet & Digitale Welt, Mobilfunk-News

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