Gerücht Neues Flaggschiff aus China Mate 10: Bildern und technischen Daten zur normalen und Pro-Version aufgetaucht

vom 20.09.2017, 15:30
Huawei Mate 10
Bildquelle: OnLeaks

Huawei möchte anscheinend ebenfalls bei dem Trend um randlose Displays mitmischen und dem kommenden Mate 10 ein Design spendieren, das das Gehäuse-Display-Verhältnis des Samsung Galaxy S8 übertrumpfen soll. Nun ist neues Bildmaterial und Informationen zum Mate 10 und Mate 10 Pro aufgetaucht.

Wenige Wochen vor der offiziellen Vorstellung gibt es nun einige neue Hinweise auf das schlussendliche Aussehen der Handy-Modelle. So hat aktuell Evan Blass einige Informationen zu den kommenden Smartphones aus der Reihe veröffentlicht. Auf Twitter teilte der bekannte "Leaker" unter anderem ein Foto des Huawei Mate 10. Das zeigt sich mit fast keinen Seitenrändern, besitzt jedoch an der Ober- und Unterseite sichtbare Abgrenzungen zum Display. Ein Fingerabdruck-Sensor ist unterhalb des Bildschirms vorhanden, jedoch nur schwer auf dem geposteten Foto zu erkennen.

Neue Informationen zum Mate 10 und dem Mate 10 Pro stammen außerdem aus den weiten des Internets. So wurde ein Bild mit Schutzfolien für beide Modelle vom Twitter-Nutzer @medicalman1987 geteilt. Dort ist unter anderem schon ein Hinweis auf den besonderen Bildschirm der Pro-Version zu sehen. Das Display erinnert an das Infinity-Design des Samsung Galaxy S8, heißt bei Huawei aber EntireView. Zusätzlich sind noch einige technische Daten wie Preise zu beiden Handys vermerkt.

Folgende Infos gibt es zum Huawei Mate 10:

  • Display: 5,9 Zoll
  • Prozessor: Huawei Kirin 970
  • Speicher: 4 GB RAM + 64 GB / 6 GB RAM + 128 GB / 6 GB RAM + 256 GB
  • Akku: 4.200 mAh
  • IP67-Zertifizierung
  • Fingerabdruck-Sensor
  • Preis: 545 Euro / 620 Euro / 709 Euro

Beim Huawei Mate 10 gibt es einige Besonderheiten: So befindet sich der Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite und es wird mit abgerundeten Rändern auf den Markt kommen. Der Prozessor, der auf der IFA 2017 vorgestellte Huawei Kirin 970, wird auch hier Verwendung finden. Einige schwer erkennbare Bilder sind ebenfalls auf dem Profil von @medicalman1987 zu finden. Ob das Mate 10 Pro wirklich so aussieht, wird sich dann am 16. Oktober zeigen. Dann wird das Gerät zusammen mit dem Mate 10 der Öffentlichkeit präsentiert.

Folgende Infos gibt es zum Huawei Mate 10 Pro:

  • Display: 6 Zoll
  • Prozessor: Huawei Kirin 970
  • Speicher: 6 GB RAM + 64 GB / 6 GB RAM + 128 GB / 6 GB RAM + 256 GB / 8 GB RAM + 256 GB
  • Akku: 4.200 mAh
  • IP67-Zertifizierung
  • Fingerabdruck-Sensor
  • Preis: 696 Euro / 785 Euro / 873 Euro / 950 Euro

Mate 10: künstliche Intelligenz

Huawei hat in einem weiteren Teaser-Video die künstliche Intelligenz des Mate 10 zumindest in Teilen enthüllt. Dabei wird jedoch nicht viel veraten und man hält sich auch mit Spezifikationen stark zurück. Nachdem Samsung mit Bixby einen eigenen Assistenten in seine Smartphones gebracht hat, wird Huawei in dieser Richtung ebenfalls die Fühler ausstrecken. 

So bleibt es jedoch weiter fraglich, welche Software installiert sein wird. Falls Huawei keine eigene "smarten" Assistenten bereitstellt, gibt es eine ganze Reihe an Konkurrenzprodukten, auf die der Hersteller zurückgreifen kann. So stehen unter anderem der Google Assistant oder auch Amazons Alexa bereit, um dem Mate-10-Nutzer zu helfen, seinen Alltag zu bewältigen. Auch möglich: Huawei nimmt mehrere Assistenz-Systeme mit an Bord. Gänzlich ausgeschlossen aus der Reihe der intelligenten Helferlein sollten Apples Siri und Microsofts Cortana sein.

Mate 10 bekommt neuen Kirin-Prozessor 

Nachdem schon für die Leica-Kamera des kommenden Mate 10 ein kurzer und zugespitzter Trailer veröffentlicht wurde, gibt es einen ähnlichen Film nun auch für den Prozessor des Handys. Der Kirin 970 ist mittlerweile auf der IFA voegestellt worden.

Ein interessantes Detail, das zu Spekulationen einlädt, ist das Ende des Videos. Dort ist eine Kamerafahrt über den Norden der USA zu sehen. Sie endet in der Nähe von Chicago. Ein Fingerzeig auf die Lokalität der Vorstellung? - Wohl kaum; Huawei wird das Mate 10 wie schon im vergangenen Jahr auf einem Event im bayerischen München präsentieren.

Mate 10 Kamera: Leica ist beim Mate 10 wieder mit dabei

Im Vorfeld der offiziellen Präsentation hat Huawei nun auch ein Teaser-Video ins Internet gestellt. Darin ist unter anderem klar eine Dual-Kamera zu sehen - Leica-Schriftzug inklusive. Die bestehende Partnerschaft mit den Kamera-Experten von Leica wird also ganz offensichtlich auch beim Huawei Mate 10 fortgesetzt. Es darf davon ausgegangen werden, dass einmal mehr sowohl ein RGB- als auch ein Monochrom-Sensor zum Einsatz kommen werden. Der obere RGB-Sensor wird dabei mit bis zu 12 Megapixeln auflösen, der monochrome Sensor sogar mit 20 Megapixeln. Vorausgesetzt, man vertraut darauf, dass das Teaser-Video tatsächlich jene Hardware zeigt, die tatsächlich im Huawei Mate 10 verbaut sein wird. Dann ist auch ein Dual-LED-Blitz verbaut, wie das Teaser-Video verrät. Jedoch war das Huawei Mate 9 ziemlich identisch ausgestattet.

Huaweis Kampfansage an Apple

Huawei-CEO Richard Yu sagt Apple den Kampf an. In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg sagte Yu, dass das Mate 10 noch stärker werden soll als sein Vorgänger. Yu spricht in dem Interview von einer längeren Akkulaufzeit, einem randlosen Display, schnelleren Ladezeiten, besseren Kameras und vielen anderen Funktionen, die dabei helfen sollen mit dem iPhone konkurrieren zu können. Einen genauen Zeitplan für die Präsentation des Huawei Mate 10 nennt der CEO nicht. Auf der IFA 2017 soll das Smartphone aber wohl nicht präsentiert werden. Das Mate 9 wurde im November 2016 vorgestellt. Das iPhone 8 soll vermutlich im Oktober auf den Markt kommen. Sollte Huawei mit dem Mate 10 tatsächlich einen Rivalen für das neue iPhone schaffen wollen, sollte das Mate 10 bestenfalls auch zu diesem Zeitpunkt bereitstehen.

Die aktuellen Geschäftszahlen von Huawei für das erste Halbjahr 2017 zeigen, dass der chinesische Konzern auch schon ohne das Mate 10 erfolgreich Smartphones absetzen kann.

Die bisherigen Gerüchte zum Huawei Mate 10

Randloses Display

Nachdem LG mit dem G6 auf dem MWC 2017 in Barcelona ein relativ randloses Display präsentierte, wurde ein möglichst gutes Gehäuse-Panel-Verhältnis zum Jahrestrend. Kurz darauf stellten weitere Unternehmen wie Samsung ihre Handys mit randlosem Design vor, andere Hersteller wie Apple werden dem Trend voraussichtlich schon bald folgen. Nun soll sich auch Huawei dazugesellen und mit dem Huawei Mate 10 seine Konkurrenz sogar übertrumpfen wollen.

Aktuell ist im Internet ein Foto des kommenden Huawei-Flaggschiffs Mate 10 aufgetaucht, das den Begriff "Randlos-Design" auf eine neue Ebene hebt. Die neue Technologie soll "EnterieView" heißen und in direkter Konkurrenz zu Samsungs Infinity-Display und LGs FullVision stehen – wobei man, sollte das Bild echt sein, hierbei nur bedingt von Konkurrenz reden kann. Während beim Samsung Galaxy S8 sowohl auf der oberen, als auch auf der unteren Seite ein durchaus bemerkbarer Rand übrig bleibt und das LG G6 diese "Schwäche" sogar an den Seiten (rechts, links) aufweist, scheint sich das Panel des Huawei Mate 10 über die gesamte Fläche der Frontseite zu erstrecken. Lediglich ein kleiner Streifen mit Ohrmuschel und Selfie-Kamera ist von dem Touch-Panel befreit, wobei dieser so klein ist, dass man bei der geringen Auflösung des geleakten Bildes genau hinschauen muss, um die Front-Hardware zu entdecken.

Huawei Mate 10
Bildquelle: The Phonetalks

Das Huawei Mate 10 soll außerdem vom HiSilicon-Prozessor Kirin 970 angetrieben (Octa-Core, maximal 2,8 GHz) und mit Android 8.0 ausgeliefert werden. Dazu wird es wahrscheinlich wieder eine Version der eigenen Oberfläche EMUI geben. Ein weiteres Gerücht lässt auf eine Dual-Kamera für das Mate 10 hoffen, was mit dem neuen Teaser-Video nun erstmals offiziell bestätigt wurde.

Huawei "bestätigt" 2:1-Format

Das Huawei Mate 10 soll neben dem normalen Modell auch als größere Pro- und kleinere Lite-Variante auf den Markt kommen. Ein solches Vorgehen wäre nicht neu und wird bereits seit Jahren von zahlreichen Smartphone-Herstellern angewandt. Die Unterschiede zwischen den Geräten betreffen dabei erfahrungsgemäß nicht nur die Größe, sondern auch weitere technische Eigenschaften wie den Prozessor oder das Display. Letzteres soll beim Mate 10 Plus laut früheren Gerüchten eine untypische Auflösung von 1.440 x 2.880 Pixeln bieten – und das hat seine Gründe. Im Gegensatz zu der kleineren Ausgabe, die mit einer standardmäßigen QHD-Auflösung von 1.440 x 2.560 Pixeln ausgestattet wurde, soll das Panel beim Pro-Ableger nämlich im modernen 18:9-Format und nicht im altbekannten 16:9-Format gefertigt worden sein. Das bestätigen auch aktuelle Informationen, die das Online-Portals Pocketnow von Huawei erhalten haben soll. So soll der Hersteller offenbart haben, dass das Smartphone die Farbe des Homescreens oder des Sperrbildschirms erkennt und die Schriftfarbe automatisch anpasst. Anbei hat Pocketnow einige Screenshots erhalten, die nebenbei auch das Format des Displays offenbaren.

Bildschirm im 2:1-Format

Die Screenshots haben eine Auflösung von 1.080 x 2.160 Pixeln, was jedoch nicht viel aussagt, denn die Qualität des Bildes kann auch nachträglich verändert worden sein. Aussagekräftiger ist das Verhältnis von Breite und Höhe, das unmissverständlich auf ein modernes 2-1- beziehungsweise 18-9-Format schließen lässt. Dieses wird verwendet, um die Frontfläche eines Smartphones möglichst Verlustfrei nutzen zu können und dadurch ein möglichst gutes Display-Gehäuse-Verhältnis zu schaffen.

Huawei Mate 10 Format
Bildquelle: Pocketnow

Huawei Mate 10: Render-Bilder

Zuletzt hatte Huawei das Mate 9 genutzt, um sein erstes Handy mit dem beizeiten neuen Android-Nougat und EMUI 5.0 zu bestücken. Beim Mate 10 – soviel scheint sicher – wird dieser Clou wiederholt, es wird also Android 8.0 und EMUI 6.0 zum Einsatz kommen. Ein weiteres Mosaiksteinchen hat Huawei zuletzt auf der IFA 2017 selber enthüllt: Der Kirin 970 wird das Mate 10 als Prozessor antreiben und neue LTE-Perspektiven sowie vor allem neue Möglichkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz bereitstellen. 

Neue Render-Bilder – zusammengefasst in einem 360-Grad-Video – zeigen neue Ansichten des Smartphones. Zwar ist das Display groß und ausfüllend; dennoch bleibt genügend Platz, um den Home-Button – mutmaßlich mit integriertem Fingerabdrucksensor – auf der Vorderseite zu platzieren. Der Urheber dieser Bilder ist kein Unbekannter: Onleaks hat die entsprechenden Render-Darstellungen des Mate 10 aufgestöbert und verbreitet.

Das Mate 10 und seine Versionen

Schon seit einigen Wochen wird erwartet, dass das kommende Huawei-Flaggschiff, Mate 10, am 16. Oktober vorgestellt werden wird. Allerdings handelte es sich bei den bisherigen Gerüchten lediglich um die Standard-Variante des Smartphones mit dem Codenamen Marcel. Nun soll das Online-Portal Venturebeat allerdings Informationen darüber erhalten haben, dass es wohl zwei weitere Ableger der diesjährigen Mate-Reihe aus dem Hause Huawei geben wird: das Mate 10 Pro (Codename Blanc) und das Mate 10 lite (Codename Alps).

Huawei Mate 10 Pro

Das als Blanc bekannte Smartphone wird wohl die 2017er Mate-Serie anführen. Dazu soll der Hersteller den kürzlich präsentierten Prozessor Kirin 970, der von 6 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird, als Hardware verbaut haben. Der interne Speicher beläuft sich dabei auf wahlweise 64 oder 128 GB. In puncto Display bietet das 5,99-Zoll-große IPS-LCD-Panel eine Auflösung von 1.440 x 2.880 Pixeln, was seinerseits wohl auf ein 18:9-Format hindeuten könnte.

Weiterhin scheint das 7,5-Millimeter-dicke Smartphone über einen großen 4.000-mAh-Akku, den IP68-Schutzgrad und LTE Cat. 16 zu verfügen. Was die Kamera angeht, so setzt Huawei wohl wieder auf eine Dual-Hauptkamera von Leica, mit jeweils 12- und 20-Megapixel-Sensoren und einer Blendenzahl von f/1.6. Die Frontkamera bietet hingegen eine 8-Megapixel-Auflösung.

Geliefert wird das Huawei Mate 10 Pro mit dem neuen Google-Betriebssystem Android 8.0 Oreo und der hauseigenen Nutzeroberfläche EMUI 6.0.

Huawei Mate 10 lite

Alle Informationen zu dem Gerät, das in China unter dem Namen Maimang 6 veröffentlicht wird und zeitweise Huawei G10 heißen sollte, gibt es in dem folgenden Artikel auf inside-handy.de.

Preis und Veröffentlichung

Das Huawei Mate 9 soll laut aktuellen Gerüchten nicht auf der IFA 2017 in Berlin, sondern erst Mitte Oktober dieses Jahres erscheinen. Das will zumindest die polnische Webseite Tabletowo in Erfahrung gebracht haben. Der chinesische Konzern habe sich demnach für den 16. Oktober entschieden, um das nächste Top-Smartphone in München der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit diesem Termin wäre Huawei etwas früher dran als bei den Vorgängergeräten in den vorigen Jahren. 

Laut der polnischen Quelle soll das Huawei Mate 10 umgerechnet 940 Euro kosten und wäre damit – abgesehen von der Porsche-Edition des Mate 9 – das bislang teuerste Smartphone des chinesischen Herstellers. Das Mate 10 Lite soll mit einem Preis von 470 Euro hingegen nur die Hälfte des Mate 10 kosten.

Alle Gerüchte zum Huawei P11 ›


Quellen: übergizmo, Bloomberg, Tabletowo | Bildquelle kleines Bild: Huawei | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: Huawei, Mobilfunk-News, Mobilfunktechnik, Oberklasse-Smartphones, Phablets, Smartphones, Unternehmen und Märkte

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