Altverträge werden vergessen Handyvertrag zu teuer: Wer nicht kündigt, verschenkt viel Geld

vom 07.06.2017, 14:41
Kündigung Handyvertrag

Das Fachportal "Finanztip" präsentiert eine aktuelle Studie, aus der hervorgeht, dass fast jeder dritte Mobilfunkvertrag in Deutschland älter als drei Jahre besteht und somit oft zu teuer ist. Besonders Menschen, die älter als 60 Jahre sind, blieben länger bei ihren abgeschlossenen Verträgen und zahlten somit mehr als notwendig. Dabei lohnt sich ein Wechsel gerade jetzt. 

Aus einer aktuelle Studie von Finanztip geht hervor, dass 29 Prozent der Deutschen einen Mobilfunkvertrag haben, der älter als drei Jahre ist. Diese Verbraucher würden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu viel zahlen. Denn wer heute einen Vertrag abschließt, bekommt in der Regel gleiche oder sogar bessere Leistungen zu weitaus günstigeren Konditionen als bei vergleichbaren älteren Verträgen.

Die Studie basiert auf Untersuchungen von Musterprofilen. So sei beispielsweise ein Allnet-Flat-Tarif im Netz von O2 für weniger als zehn Euro zu haben. Nutzer, die vor mehr als drei Jahren identische Verträge abgeschlossen und diesen nicht gekündigt haben, würden heute mehr zahlen. "Ein Musterkunde, der vor drei Jahren einen ähnlichen Vertrag abgeschlossen hat, zahlt mehr als doppelt so viel", erklärt Daniel Pöhler, Mobilfunk-Experte bei Finanztip. Vergleichbare Effekte haben die Experten von Finanztip auch für anspruchsvolle Vielnutzer (Allnet-Flat im D-Netz mit LTE) festgestellt.

Die Studie zeigt außerdem, dass besonders ältere Menschen länger im selben Mobilfunkvertrag bleiben. Von den Über-60-Jährigen habe mehr als die Hälfte (59 Prozent) ihren Vertrag vor mehr als zwei Jahren abgeschlossen. Bereits bei diesen Verträgen vermutet Pöhler ein spürbares Sparpotenzial: "Verträge, die älter als zwei Jahre sind, sollten sich Verbraucher unbedingt genauer anschauen und Konditionen vergleichen. Es lohnt sich, selbst aktiv zu werden." Die meisten Mobilfunkanbieter unterbreiten erst ein günstigeres Angebot, wenn der Kunde kündigt oder zumindest mit der Kündigung droht. Wer selbst dann kein besseres Angebot bekommt, sollte zu einem anderen Anbieter wechseln.

Jetzt zu wechseln lohnt sich

Mit dem Wegfall der EU-weiten Roaming-Gebühren müssen Mobilfunkanbieter umdenken und die finanziellen Verluste durch Umlagen auf seine Kunden ausgleichen. Pöhler sieht deshalb einen Anstieg der Mobilfunkpreise. Günstiger als jetzt würden Verträge wohl nicht mehr werden: "In den vergangenen zehn Jahren sind die Preise im Mobilfunk durch sehr aggressive Anbieter wie E-Plus oder Drillisch immer weiter gesunken. Doch die Talsohle ist wohl erreicht. Vermutlich werden die Preise nicht weiter sinken. Sie können sogar etwas steigen."

Den alten Mobilfunkvertrag zu kündigen ist mit dem Kündigungs-Konfigurator von inside-handy.de mehr als einfach. In wenigen Schritten kann die Kündigung vorbereitet, ausgedruckt und per Post an den Mobilfunkbetreiber gesendet werden. Falls es für eine Kündigung noch zu früh ist, erinnert der Kündigungswecker außerdem rechtzeitig an den Kündigungstermin.

Handyvertrag kündigen: diese Tipps müssen Sie beachten ›


Quelle: Finanztip Verbraucherinformation gemeinnützige GmbH | Bildquelle kleines Bild: Michael Stupp / inside-handy.de | Autor: Julia Froolyks
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Themen dieser News: Mobilfunk-News, Mobilfunktarife, O2 / Base (Telefónica), Unternehmen und Märkte

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