Judy: Neue Android-Malware treibt ihr Unwesen

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Bildquelle: Simone Warnke / inside-handy.de
Lange Zeit war es still im Malware-Bereich, die Android-Smartphones befallen. Aktuell müssen Nutzer aber wieder Augen und Ohren offen halten, denn die Sicherheitsfirma Check Point hat eine neue Malware im Google Play Store gefunden. Von dem harmlosen Namen "Judy" sollte man sich nicht in die Irre führen lassen.

Judy stammt von der koreanischen Firma Kiniwini und ist laut der Sicherheitsfirma Check Point die größte Malware, die sie je in Googles Play Store gefunden haben. Insgesamt ist sie in 41 Apps versteckt und wurde bislang bereits mehr als 18 Millionen Mal heruntergeladen. Wie es heißt, sind einige verseuchte Apps schon seit langer Zeit im Play Store verfügbar, sodass nicht klar sei, wie lange sie Judy schon beherbergen.

Das trickreiche an der Malware ist, dass sie nicht in den Apps selbst integriert ist, sondern erst durch die Installation der Anwendung auf das jeweilige Smartphone gelangt. Dadurch nimmt das Unglück seinen Lauf, denn erst dann lädt die App die Schadsoftware – die im Detail aus einem JavaScript-Code, einem User-Agent-String und URLs besteht – und das Smartphone infiziert. Da es sich bei Judy um eine Auto-Clicking-Adware handelt, werden im folgenden nicht nur URLs mit dem User-Agenten geöffnet, sondern auch ein herkömmlicher Internet-Browser imitiert.

Resultat ist, dass durch die autonom ausgeführten Klicks zahllose Anzeigen geöffnet werden, die die Webseite überlagern und nur geschlossen werden können, wenn man sie manuell schließt. Check Point hat Google bereits über die infizierten Apps im Play Store informiert, die in Zuge dessen schon entfernt wurden.

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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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