Huawei-Tablet im Video MateBook X und MateBook E: Notebook und 2-in-1-Tablet im Hands-On

vom 23.05.2017, 19:31
Huawei MateBook E
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Neues aus dem Hause Huawei: Die Chinesen legen ordentlich nach und erweitern ihr Produktportfolio im Bereich Tablets mit dem MateBook E. Dazu haben die Chinesen ihr erstes Notebook auf die Beine gestellt: Das Huawei MateBook X. Auf einem exklusiven Launch-Event in Berlin konnte sich die Redaktion von inside-handy.de die beiden Geräte näher ansehen.

In Berlin hat Huawei am heutigen Dienstag seine Zelte aufgeschlagen und neue Tablets beziehungsweise 2-in-1-Geräte aus dem Hut gezaubert. Dabei handelt sich einerseits um das MateBook E und andererseits um das MateBook X. Beide Geräte sind vor allem für viel reisende Business-Menschen geeignet.

Huawei MateBook E

Ob Tablet oder Notebook – das MateBook E kann Nutzern beide Wünsche erfüllen und sich an die Bedürfnisse anpassen. Das 2-in-1-Gerät ist in einen Metall-Unibody gegossen und will vor allem durch Leichtigkeit sowie Schlankheit punkten. Konkret bringt das MateBook E 640 Gramm ohne Tastatur auf die Waage und ist nur 6,9 Millimeter dick.

Inhalte können in 2K-Qualität und auf einem 12 Zoll großen Display angesehen werden, was fast keine Ränder auf der Front mehr zulässt. Je nach Bedarf kann dieses, sofern es an die Tastatur gekoppelt ist, bis zu 160 Grad aufgeklappt werden. Für eine reibungslose Performance sorgt der Intel-Core-Prozessor i5 der siebten Generation, der mit bis zu 3,2 GHz taktet. Zur Prozessauslagerung stehen diesem 4 GB RAM zur Verfügung; intern steht 256 GB SSD-Speicherplatz bereit. Softwareseitig bildet Windows 10 Home in der 64-Bit-Version das grundlegende Betriebssystem, außerdem ist Office 365 in der 30-Tage-Testversion vorinstalliert. Der Akku hat eine Nennladung von 4.430 mAh.

Huawei Matebook E: Pressebilder

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    Huawei präsentiert das Matebook E in der Farbe Gold.
    Bildquelle: Huawei
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    Huawei präsentiert das Matebook E in der Farbe Gold.
    Bildquelle: Huawei

Fotos kann das MateBook E ebenfalls aufnehmen – dafür steht allerdings nur eine 5-Megapixel-Knipse zur Auswahl. Mittlerweile hat der Fingerabdrucksensor nicht nur Einzug in Smartphones gehalten, sondern auch bei Tablets und Laptops, der folglich nun auch im MateBook E zu finden ist. Für einen guten Klang soll die integrierte Sound-Technologie Dolby Audio Premium von Dolby sorgen. Zu den Verbindungsmöglichkeiten zählt Bluetooth 4.1 und WLAN in den Frequenzen 2,4 und 5 GHz.

Zudem will Huawei die Tastatur, die mittels MateDock 2 an das Tablet angeschlossen werden kann, besonders nutzerfreundlich gestalten: Resultat ist eine ergonomisch geformte Tastatur, die im Vergleich zum Vorgängermodell einen optimierten Dockingmodus bietet.

Hands-On Huawei Mate Book E

Das Huawei MateBook E liegt als Tablet sehr leicht in der Hand und wirkt trotz der Größe von 12 Zoll sehr kompakt. Daran sind die recht schmalen Ränder um das Display herum verantwortlich, die auch gegenüber der Konkurrenz iPad Pro und Surface merklich dünner ausfallen. Weitere Konkurrenten zum Huawei MateBook E kamen vor allem aus Asien. So hat Samsung mit seinem Tab Pro S und auch Acer mit der Switch-Alpha-Serie ähnliche Produkte im Portfolio.

Das Gehäuse wurde zum Vorgänger MateBook kaum verändert. Und so bleibt auch die Dicke von 6,9 mm gleich. Sie trägt ihren Teil zur sehr handlichen Haptik bei. Der zum Rand hin abgerundete Rahmen am Heck macht das Tablet handlich und lässt es angenehm in der Hand liegen. Das Gewicht ist jedoch recht massiv, aber nur, wenn man die Erwartung eines Tablets an das MateBook E anlegt, die eher in der Freizeitnutzung auf der Couch verortet ist. Für einen Laptopersatz liegt das MateBook E luftig in der Hand.

An der Geschwindigkeit des Prozessors hat Huawei ebenfalls gearbeitet. So kommt jetzt der Intel Core i5 anstatt des Intel-Core-M-Rechners zum Einsatz. Beim einfachen Wischen durch die Menüs und die Oberflächen von Windows 10 konnten keine Ruckler oder sonstige Auffälligkeiten bemerkt werden. Mit dem neuen Prozessor und dem Arbeitsspeicher von 4 GB sollten auch anspruchsvolle mobile Anwendungen kein Problem sein. Wer Desktop-Power erwartet, sollte jedoch zum MateBook X greifen.

Huawei MateBook E im Hands-On

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    Das Huawei MateBook E konnte im Hands-On teilweise überzeugen, ...
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    ... bringt aber zum Vorgänger wenig Neues mit.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Das Type-Cover hat sich zum Vorjahresmodell ebenfalls kaum verändert. Es ist weiterhin nicht fest mit dem Tablet verknüpft und hängt an einer Magnetleiste, ähnlich dem Surface-Prinzip von Microsoft. Die Kontakte wurden überarbeitet und vor allem wurde ein grober Schnitzer aus dem Vorjahr entfernt: Das MateBook E kann mit dem neuen Type-Cover ohne Rastpunkte im Betrachtungswinkel verstellt werden. Waren beim MateBook nur zwei Stufen möglich, ist es nun in einem großen Bereich möglich, der die alltäglichen Tipp-Aufgaben sicher abdeckt.

Hands-On-Fazit

Im ersten Eindruck kann das Gesamtpaket aus dem neuen MateBook E, dem kaum veränderten Type-Cover und dem Zubehör gefallen. Die Materialien sind hochwertig und die Verarbeitung erscheint mangelfrei. Der Preis des MateBook E liegt zum Marktstart bei 1.199 Euro. Damit hat Huawei das neue Modell in die Mitte der bisherigen Modelle gepackt. Ob sich das Upgrade auf das neue MateBook E lohnt, muss jedoch erst ein Test des Huawei MateBook E beweisen.

Huawei MateBook X

Das MateBook X erweitert die MateBook-Serie um ein erstes Notebook, dessen Fokus auf Effizienz liegt. Huawei versucht ein beinahe randloses Display zu verbauen, was mit einer Display-Gehäuse-Diagonale von 88 Prozent auch fast gelingt. Das Display erstreckt sich über 13,3 Zoll und löst ebenfalls in 2K-Qualität auf. Vor Kratzern und geringeren Stößen wird es von Gorilla Glass geschützt.

Wie auch im MateBook E schlägt unter der Haube der Prozessor Core i5 der siebten Generation von Intel, der mit dem Grafikprozessor Intel HD Graphic 620 kombiniert ist. Der Prozessor kommt dabei ohne eine zusätzliche Lüftung aus, da Huawei erstmals eine eigens entwickelte Kühltechnologie im MateBook X einsetzt. Der verbaute Akku ist 5.449 mAh groß; die Kamera ist mit 1 Megapixel versehen.

Damit Nutzer ein außerordentlich gutes Klangerlebnis mit dem MateBook X erleben können, setzen die Chinesen auf die Kooperation mit Dolby und haben kurzerhand nicht nur die Lautsprecher gemeinsam entwickelt, sondern zusätzlich das Dolby Atmos Soundsystem in das Notebook integriert. Außerdem befindet sich im Einschaltknopf des MateBook X der Fingerabdrucksensor, der mithilfe von Windows Hello das Gerät entsperrt. Daneben sind Windows 10 Home sowie das Office-365-Paket in der Testversion vorinstalliert.

Huawei Matebook X: Pressebilder

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    Huawei präsentiert das Matebook X in der Farbe Grau.
    Bildquelle: Huawei
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    Huawei präsentiert das Matebook X in der Farbe Grau.
    Bildquelle: Huawei

Das MateBook X verfügt über Bluetooth 4.1 sowie WLAN-Unterstützung und soll durch den MateBook-Manager vor allem die Konnektivität mit Huawei-Smartphones gewährleisten.

Huawei MateBook X Hands-On

Huawei hat auf der Präsentation in Berlin seine ersten beiden Laptops vorgestellt und geht dabei mit dem Trend: Immer dünner und trotzdem leistungsstark sollen die neuen Rechner werden. Dabei bietet das 13-Zoll große Huawei MateBook X einen Intel Core i5 Prozessor und ein geradezu lächerlich kompaktes Gehäuse. Die Dicke des zusammengeklappten Geräts wirkt in der Hand noch kleiner als es das Datenblatt vermuten lässt. Auch das Gewicht zeigt deutlich, dass hier Huawei voll auf Mobilität setzt. Der Rahmen um das Display herum wirkt ebenfalls winzig und toppt den dünnen Rahmen des Huawei MateBook E noch einmal.

Das Gehäuse fühlt sich dabei sehr hochwertig an und selbst das geringe Gewicht schmälert den guten Eindruck nicht. Beim ersten Wischen über das Touchpad und auch bei den ersten Tipp-Versuchen zeigt sich, dass die Größe – das MateBook X ist in der Grundfläche kleiner als eine Din-A4-Seite – kein Problem darstellt. Hier hat Huawei richtig viel Nutzwert auf eine winzige Fläche verbaut. 

Über die Leistung kann im ersten Eindruck noch kein abschließendes Urteil gefällt werden. Erst im Test wird sich zeigen, ob der lüfterlose Aufbau und die technische Ausstattung mit dem tollen Gehäuse und den richtig starken Maßen mithalten können.

Huawei MateBook X im Hands-On

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    Das Huawei MateBook X im Hands-On
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    Das Huawei MateBook X im Hands-On
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Preis und Verfügbarkeit der MateBooks

Die neuen MateBooks werden schon zeitnah auf dem internationalen Markt eingeführt. Sowohl das MateBook E in Gold als auch das MateBook X in Grau sind ab Ende Juni verfügbar. Je nach Speichergröße ergeben sich für das MateBook X folgende Preise:

  • MateBook X 8 GB/256 GB: 1.399 Euro
  • MateBook X 8 GB/512 GB: 1.599 Euro
  • MateBook X mit Intel Core i7, 8 GB/512 GB: 1.699 Euro

Das MateBook E ist im Vergleich die preisgünstigere Variante – der Preis staffelt sich auch hier je nach Speichervariante:

  • MateBook E 4 GB/128 GB: 999 Euro
  • MateBook E 4 GB/256 GB: 1.199 Euro
  • MateBook E 8 GB/256 GB: 1.299 Euro

Kunden können zusätzlich eine Bluetooth-Maus und eine Tasche für das MateBook X ergattern, die jeweils 34,99 Euro kosten. Für den MatePen, der mit dem MateBook E kompatibel ist, verlangt Huawei 69,99 Euro. Die Tastatur, die in der Farbe Braun erhältlich ist, ist bereits im Lieferumfang des MateBook E inkludiert.

Daneben hat Huawei auch ein weiteres Überraschungs-MateBook enthüllt, das MateBook D. Dies ist das günstigste der neuen Geräte:

  • Huawei MateBook D 8 GB/1 TB: 799 Euro
  • Huawei MateBook D 8 GB/128 GB + 1 TB HDD: 899 Euro
  • Huawei MateBook D mit Intel Core i7 8 GB/128 GB + 1 TB HDD: 999 Euro

Während das MateBook D gar nicht für den deutschen Markt vorgesehen ist, kommt vom MateBook E lediglich die Variante für 1.199 Euro, vom MateBook X die Version für 1.399 Euro nach Deutschland.

Alle Infos zur neuen P10-Familie von Huawei ›


Bildquelle kleines Bild: Michael Büttner / inside-handy.de | Autor: Redaktion inside-handy.de
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