Gefängnisaufenthalt ist besser als ein Smartphone-Verbot

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Videostreaming mit einem Smartphone (Symbolbild)
Bildquelle: Netflix
Eine aktuelle Studie zum Nutzungsverhalten und der Abhängigkeit von Smartphones sowie IoT-Geräten zeigt, dass die Geräte vor allem bei der jüngeren Generation nicht mehr wegzudenken sind. Im weltweiten Vergleich zeigt Deutschland hier allerdings noch relativ passable Ergebnisse.

Das Unternehmen B2X, nach eigenen Angaben einer der führenden globalen Anbieter von End-to-End-Costomer-Care-Lösungen für mobile und IoT-Geräte, präsentiert aktuell die Ergebnisse einer quantitativen Studie, die auf die Smartphone- und Verbrauchertrends 2017 eingeht. Die Studie ergab, dass die Smartphone-Abhängigkeit weltweit stark zunimmt, vernetzte IoT-Geräte oft gekauft werden, die Bereitschaft der Menschen mehr Geld für ihr Mobiltelefon zu zahlen steigt und ein einfacher Zugang zum Kundenservice sich als wichtigster Einflussfaktor für die Kundenzufriedenheit herausstellt.

Millennial-Generation im Smartphone-Wahn

Besonders stark zeigt sich die Smartphone-Nutzung bei der sogenannten Millennial-Generation (Geburtsdatum ungefähr zwischen 1980 und 1999). Hier schauen 25 Prozent der Personen täglich über 100 Mal auf das Handy und nutzen das Gerät insgesamt über einen Zeitraum von 5 Stunden am Tag. Auch die Erreichbarkeit scheint für die Nutzer absolute Priorität zu haben. So sollen 85 Prozent der Befragten ihr Smartphone nahezu durchgehend griffbereit haben; ein Viertel tragen das Smartphone sogar in der Nacht an ihrem Körper.

Laut der B2X-Studie fühlen sich Menschen ohne ihr Smartphone frustriert (27 Prozent), verloren (26 Prozent), gestresst (19 Prozent) und traurig (14 Prozent). Eine kleine Minderheit von 4 Prozent würde dabei sogar einen einmonatigen Gefängnisaufenthalt einem einjährigen Smartphone-Verbot vorziehen.

B2X-Studie
Bildquelle: B2X

Nutzungsverhalten in Deutschland

Im globalen Vergleich zeigen deutsche Smartphone-Nutzer fast durchgehend ein weniger abhängiges Nutzungsverhalten als der Durchschnitt. So nutzen lediglich vier von zehn deutschen Millennials-Repräsentanten das Smartphone mehr als drei Stunden am Tag. Im weltweiten Durchschnitt sind es hingegen fünf. Die ältere Generation zeigt eine nochmal stärkere Handy-Resistenz. Hier kommt lediglich einer von zehn Befragten auf den Drei-Stunden-Wert, während die Durchschnitts-Zahl sich auf drei beläuft.

Auch was die Gefühlsebene angeht, erreichen deutsche Smartphone-Nutzer bessere Werte. So fühlen sich „lediglich“ 11 Prozent der Befragten ohne ihr Handy frustriert, 15 Prozent fühlen sich verloren, 14 Prozent gestresst und 7 Prozent traurig.

Aussagekraft der B2X -Studie

Für die von dem Unternehmen B2X durchgeführte Studie „Smartphone- und IoT-Verbrauchertrends 2017“ wurden in den Ländern Brasilien, Deutschland, Indien, Russland und den Vereinigten Staaten mehr als 2.600 Verbraucher mittels computergestützten Online-Interviews befragt. Trotzdem sollten man bei den gewonnenen Erkenntnissen aufpassen. Zum einen stellen die Ergebnisse „nur“ die eigene Einschätzung des Nutzungsverhalten der Befragten dar. Zum anderen ist der Auftraggeber B2X ein Anbieter von End-to-End-Customer-Care-Lösungen und die Aussage, dass der „Kundenservice aus Sicht der Smartphone- und IoT-Anbieter eine der wirksamsten Strategien zur Stärkung ihrer Marke ist“, sollte in dem Zusammenhang zumindest kritisch betrachtet werden.

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