Ultraschall-Tracking: Mehr als 230 Apps nutzen umstrittene Technik

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Lenovo Phab 2 Pro
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
Werbeanbieter, die unhörbare Signale direkt an das Smartphone senden, um das Kaufverhalten von Kunden nachzuverfolgen: Das klingt nach Zukunftsmusik, ist aber schon bei mehr als 200 Apps Realität. Laut einer Studie nimmt die Zahl der Anwendungen, die das umstrittene Ultraschall-Tracking benutzen, rasant zu. Bisher wird es jedoch nur in Ladengeschäften genutzt, eine Integration der Technologie im TV gibt es in Europa noch nicht.

Neu ist die Methode nicht: Schon seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, die mobilen Geräte von Nutzern per Ultraschall-Technologie nachzuverfolgen (englisch: to track). Damit ist es möglich, Signale in einem Frequenzbereich auszustrahlen, die für Menschen nicht wahrnehmbar sind. Werbetreibenden können Kunden damit direkt Online-Werbung auf das Handy senden oder nachvollziehen, welches Smartphone zu welcher Person gehört. Das sorgte schon für Kritik von Datenschützern.

Sender kommen vor allem in Geschäften zum Einsatz

Bisher war größtenteils noch unbekannt, welche Verbreitung die neue Technik hat. Dank einer Studie der Technischen Universität Braunschweig (PDF) gibt es nun neue Zahlen. Demnach wird das sogenannte Ultrasound Cross-Device-Tracking (uXDT) in 234 Apps verwendet. Insgesamt haben die Forscher dafür insgesamt 1,3 Millionen Android-Apps durchforstet.

Bisher kommt uXDT vor allem in Geschäften zum Einsatz. So wurde in vier von 35 untersuchten Läden aus zwei europäischen Städten ein Ultraschallsender angebracht, so die Studie. Bisher keine Verwendung findet das System bei europäischen Fernsehsendern, die ebenfalls auf die Technik zurückgreifen könnten. Von einer weiten Verbreitung kann also immer noch keine Rede sein, jedoch ist die Technologie auf dem Vormarsch.

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