O2 baut um: Roaming-Ende voraus, Brexit kommt Kunden teuer zu stehen

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Zwei Mädchen mit Handy im Urlaub am Strand
Bildquelle: O2
Es sind nur noch einige Wochen, bis das vorläufige Ende der Roaming-Gebühren innerhalb der EU in Kraft tritt. Erste Anbieter beginnen langsam mit dem Umbau ihres Portfolios und stellen ihre Angebotspalette entsprechend auf. O2 überarbeitet nun seinen Roaming-Bereich und ersetzt die bisherige buchbare Roaming-Option.

Die Roaming-Option wird nach dem 15. Juni nur noch optional angeboten und ist in den Verträgen, beispielsweise denen über die O2 Free-Tarife, nicht mehr integriert, EU-internes Roaming ist dann per Gesetz inklusive.

Allerdings fallen Länder wie die Schweiz, die nicht in der EU sind, dann aus der Länderzone heraus, die aktuell noch durch die EU Roaming-Option abgedeckt werden. Die Schweiz befindet sich dann zusammen mit Andorra und der autonomen britischen Insel Isle of Man in der Länderzone 2.

Die Länderzone 3 umfasst ab dem 15. Juni dann die übrigen Länder, die zwar in Europa liegen, aber nicht Teil der EU sind, sowie die Türkei, Russland, Israel, Kanada und die USA. Alle anderen Länder sind der Zone 4 zugeordnet.

O2-Roaming-Tariftabelle

Tariftabelle für Roaming-Preise bei O2
Bildquelle: O2

Kein Brexit-Kompromiss bei den Mobilfunkpreisen

Zu Beginn des Roaming-Endes im Juni wird Großbritannien noch als EU-Mitglied geführt. Eine kleine Fußnote auf der O2-Infoseite zum Roaming zeigt allerdings, womit London-Touristen nach dem Brexit zu rechnen haben: Laut O2 werden Länder, die die Europäische Union verlassen, der Weltzone 3 zugeordnet. Pro Minute werden Anrufe nach Deutschland und ins Reiseland bei O2 dann mit 1,49 Euro berechnet. Eingehende Anrufe kosten pro Minute immer noch 69 Cent. Kein Pappenstiel, wenn bedacht wird, dass sich die Änderung auf einer völlig anderen Ebene abspielt und die Infrastruktur des Mobilfunks unverändert bleibt.

Großbritannien-Reisende, die gehofft haben, dass das Vereinigte Königreich als Kompromiss eine Einordnung wie zum Beispiel die Schweiz genießen würde, müssen sich nach aktuellem Stand – zumindest bei O2 – also auf teils erhebliche Mehrkosten gefasst machen.

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