KEF: Der Rundfunkbeitrag wird steigen

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Rundfunkbeitrag
Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de
In den Gesetzen der Bundesrepublik ist der Rundfunkbeitrag bis dato fest verankert, kritische und zweifelhafte Stimmen gibt es dennoch zu Hauf. Und nun soll die Abgabe zur Förderung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, namentlich "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice", weiter steigen. Die Preiserhöhung gilt zwar nicht von heute auf morgen, birgt aber zweifellos Konfliktpotenzial.

Im vergangenen Jahr hatte die Kommission für den Finanzbedarf der öffentlich-rechtlichen Sender, kurz KEF, noch Hoffnung auf einen sukzessive sinkenden Rundfunkbeitrag gemacht: 17,20 Euro statt aktuell 17,50 sollte die Rundfunkgebühr betragen. Nun werden andere Stimmen aus Richtung der KEF laut.

Langfristig soll der Rundfunkbeitrag nämlich deutlich steigen. Dass ab dem kommenden Jahrzehnt die Karten neu gemischt werden würden und eine Erhöhung an der Tagesordnung liege, war von vornherein klar. Im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) erklärte der KEF-Chef Heinz Fischer nun, dass mit einer monatlichen Erhöhung des Rundfunkbeitrages von mehr als einem Euro sicherlich gerechnet werden müsse. Die Beitragsstabilität des seit 2009 nicht mehr erhöhten Satzes könne wegen steigender Kosten nicht beibehalten werden.

Nichtsdestotrotz unterliegen die Rundfunkanstalten, die von dem Beitrag finanziert werden, weiterhin einem harschen Sparzwang. Dabei seien die verschiedenen Sender allerdings „gut unterwegs“, so Fischer in der Sendung MDR Aktuell.

Zuletzt wurde der Beitrag im Jahr 2015 um fast 50 Cent gesenkt, weitere Modifikationen sind sonst auch eher im Cent-Bereich anzusiedeln, daher sei die kommende Beitragserhöhung wahrscheinlich in einer „ungewohnten Größenordnung“ einzuordnen. Allerdings ist die im Raum stehende Erhöhung noch etwas von den Vorstellungen entfernt, die vor einem Jahr von einem Rundfunkbeitrag von weit über 19 Euro pro Monat ausgingen.

Technische Herausforderungen lassen Investitionen und Bedarf ansteigen

Wie sich die erwartete Erhöhung allerdings genau gestaltet, könne erst im Geschäftsjahr 2019/2020 gesagt werden, wenn genau gesagt werden kann, welche Aufwände der Anstalten von Nöten sind und anstehen. Vor allem technischer Natur wird seitens der KEF mit steigenden Investitionen gerechnet: Die Umlegung von immer mehr Fernsehinhalten auf die Mediatheken im Internet stelle beispielsweise eine große finanzielle und infrastrukturelle Herausforderung dar.

Letztendlich gibt die KEF auch nur eine Empfehlung ab. Die endgültige Entscheidung über die Beitragshöhe liegt zuletzt bei der Politik, speziell bei den einzelnen Administrationen der 16 Bundeländer.

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