Jelly wird das kleinste Android-Smartphone der Welt

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Jelly kleinstes Android-Smartphone
Bildquelle: Unihertz/Kickstarter
Mit dem bescheidenen Ziel von 30.000 Dollar sind die Entwickler gestartet. Nun, Anfang Mai, sind bereits über 265.000 Dollar zusammengekommen. Worum es geht? Die chinesischen Designer und Ingenieure Unihertz haben ein Kickstarter-Projekt ins Leben gerufen, aus dem das wohl kleinste aktuelle Android-Handy entstehen soll. Der niedliche Name "Jelly" weist den ersten Weg, inside-handy.de stellt das Projekt vor.

Im Juli dieses Jahres soll Jelly nach dem überaus erfolgreichen Kickstarter-Programm bereits erscheinen. Das LTE-Handy gibt es in zwei Variationen, die sich in ihrer Speicherausstattung unterscheiden: eines verfügt über 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB Hauptspeicher, im Jelly Pro stehen 2 GB RAM und 16 GB Speicherplatz zur Verfügung. In je drei Farben sollen die Smartphones erhältlich sein. Preislich strukturiert sich Jelly wie folgt: die 1 GB-Version kostet 59 Euro, das 2 GB-Smartphone Jelly Pro 85 Euro.

Obwohl Unihertz bei nur 2,45 Zoll natürlich an Materialmasse und teurer Displayfläche spart, darf hier kein High-End erwartet werden. Folgende technische Daten bieten Jelly und Jelly Pro:

  • Display: 2,45 Zoll, TFT, LCD, 240 x 432 Pixel
  • Prozessor: Quad Core 1,1 GHz
  • Speicher: RAM: 1 / 2 GB; Speicherplatz: 8 / 16 GB (erweiterbar)
  • OS: Android 7.0 Nougat
  • Kameras: 8 Megapixel / 2 Megapixel
  • Akku: 950 mAh (austauschbar)
  • LTE-Bänder: 1/2/3/4/5/7/8/12/17/19/20; TD-LTE: 40
  • Dual-SIM
  • Bluetooth 4.1, WLAN a/b/g/n 2,4 GHz/5 GHz, Gyroskop, Micro-USB (Typ B) 
Jelly kleinstes Android-Smartphone
Bildquelle: Unihertz/Kickstarter

Jelly und Jelly Pro erscheinen in weiß, hellblau und schwarz.

Das Gesamtpaket weist also auf ein sehr kleines Einsteigergerät hin, wobei eine viel höhere Auflösung auf knapp 2,5 Zoll auch nicht nötig ist. Ähnliches gilt für den Akku. Der soll im Übrigen bis zu 3 Tage lang halten, im Standby sind es gar 7 Tage. Ansonsten bieten Jelly und Jelly Pro sämtliche Features, die auch „große“ Smartphones ausmachen, wie zum Beispiel zwei Kameras. Neben zwei Nano-SIM-Karten hat zusätzlich auch eine Micro-SD-Karte mit bis zu 256 GB zusätzlicher Speicherkapazität Platz. Viele größere Smartphones bieten wenn überhaupt Hybrid-SIM. Mit zwei SIM-Karten im Einsatz kann allerdings nur die als Hauptkarte definierte SIM-Karte im 4G-Netz funken, die Standby-Karte liegt dann im GSM-Netz.

Austauschbarer Akku und schwierige Update-Versprechen

Ebenfalls mehr und mehr ein Alleinstellungsmerkmal: Der Akku der Jellys ist austauschbar, was es umso praktischer als Zweithandy für mehrtägige Trips ohne Stromzugang macht.

Softwareseitig vertrauen die Designer und Entwickler auf Android 7.0 zum Start. Allerdings verspricht das Unihertz-Team auch, dass Nutzer eines Jelly-Smartphones regelmäßig mit Software-Updates rechnen dürfen. Spannend ist dabei, wie dies bei der 8-GB-Version vonstattengehen soll, denn das Android-System wird bereits einige GB hiervon in Anspruch nehmen, durch Updates wird in der Regel kein weiterer Speicherplatz frei.

Jelly kleinstes Android-Smartphone
Bildquelle: Unihertz/Kickstarter

Finanzierung locker in der Tasche

Das junge Unternehmen aus Shanghai hat wortwörtlich einen Kickstart hingelegt: bereits 57 Minuten, nachdem das Projekt auf der Crowdfunding-Plattform online gestellt wurde, war das Ziel von 30.000 US-Dollar bereits erreicht. Laut Zeitplan sollen im Juli und August die ersten Chargen des Handys an Unterstützer ausgeliefert werden.

Ob Zeitplan und Marschroute nun ob der in kürzester Zeit erreichten 265.000 US-Dollar (Stand 4. Mai 2017) noch gestrafft werden, ist nicht bekannt. Die günstigtsten Kickstarter-Pakete sind zudem mittlerweile ausverkauft. In weiteren Optionen können entweder gleich mehrere Handy-Exemplare auf einmal geordert werden oder ein Zusatzakku und/oder ein Befestigungsgurt für den Arm wandern mit in das Paket.

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