Xiaomi-Smartphones: Deshalb werden sie nicht nach Europa kommen

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Xiamoi Mi 6
Bildquelle: Xiaomi
Wenn Xiaomi ein neues Smartphone präsentiert, zeigt sich die westliche Welt oft mit langem Gesicht: Das junge Unternehmen bringt seine im Vergleich günstigen Top-Smartphones nicht in den USA oder in Europa auf den Markt. In einem Interview verriet Xiaomis Vize-Präsident Wang Xiang nun, dass sich das in Zukunft auch nicht ändern wird. Die Gründe hierfür liefert die zweite Spitze des erfolgreichen Start-Ups aus China gleich mit.

Kürzlich präsentierte Xiaomi das neue Mi 6, welches sich als vielversprechendes Kraftpaket entpuppt hat. Das Smartphone könnte durchaus für Europäer oder Amerikaner interessant sein und die Konkurrenz um Huawei und Co. ordentlich aufmischen. Das Smartphone wird es allerdings nicht über die offiziellen Verkaufswege hierher schaffen. In einem Interview mit Engadget verriet Vize-Präsident Wang Xiang nun, dass der Grund für die Zurückhaltung am europäischen und amerikanischen Markt schlicht auf nicht genügend Ressourcen zurückzuführen seien. Vor allem fehlende Verkaufskanäle und zu wenig Mitarbeiter seien hier zu nennen. Des Weiteren wolle Xiaomi „Innovationen für alle, nicht nur für die Elite“ anbieten. die niedrigen Preise der Xiaomi-Geräte ließen sich bei einer Erweiterung der Verkaufsgebiete aber wohl nicht mehr halten.

Stattdessen konzentriert sich das junge Start-Up-Unternehmen auf 30 unterschiedliche Märkte wie Indien, Indonesien, Ukraine oder Taiwan. Hier soll in Zukunft zudem der Einzelhandel mit neuen Xiaomi-Shops ausgebaut werden. Neben mangelnden Ressourcen gibt Wang außerdem an, dass eine Direktvermarktung in den USA oder Europa aufgrund der Mobilfunkanbieter nicht in Frage käme. Man wolle es sich mit diesen nicht verscherzen.

Das ist vor allem schade für diejenigen, die mit dem jüngst vorgestellten Xiaomi Mi 6 liebäugeln. Denn das neue Xiaomi Mi 6 macht bereits optisch einiges her. Das 5,15 Zoll große Smartphone ist an den Kanten leicht gewölbt; die Rück- und Vorderseite bestehen aus Glas, welches an den Seiten in einen Metallrahmen gefasst ist. Im Inneren des Mi 6 arbeitet ein Snapdragon 835 von Qualcomm. Ihm stehen 6 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Die acht Kerne des Prozessors takten mit 2,4 GHz. Es besitzt zudem eine Dual-Kamera sowie einen frontseitigen Fingerabdrucksensor. Interessierte müssen sich das Top-China-Smartphone über Umwege bestellen und einführen. Dabei werden allerdings Steuern von rund 70 Euro fällig.

Komplett randlos: Das Xiaomi Mi Mix 2

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