Honor 8 Pro im Hands-On: 5,7 Zoll, 6 GB Arbeitsspeicher und Dual-Kamera

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Honor 8 Pro neben Honor 8
Bildquelle: Christian Koch / inside-handy.de
Die Huawei-Marke Honor hat am 5. April ein neues Smartphone für den deutschen Markt präsentiert und die Redaktion von inside-handy.de hat es sich im ersten Hands-On des Honor 8 Pro genauer angesehen. Marco Eberlein, Deutschland-Chef von Honor, steht Rede und Antwort über den neuen Vertriebsweg und die Positionierung am Markt. Honor bietet das Honor 8 Pro zum ersten mal bei einem Mobilfunkanbieter an und regt mit Bundle-Aktionen den Online-Vertrieb an.

Das Credo, starke Leistung zu einem günsigen Preis, im Idealfall unterhalb des Huawei-Niveaus, zu bieten, verfolgt Honor offenbar auch bei der neuesten Entwicklung. Das Honor 8 Pro bietet laut Datenblatt die neueste High-End-Technik und tritt somit auch in Konkurrenz zu den Huawei-Platzhirschen Mate 9 und P10 Plus.

Das neue Honor 8 Pro misst in der Displaydiagonalen 5,7 Zoll und darf somit mit Fug und Recht auch als Phablet bezeichnet werden. Auf diesem Display werden Inhalte in QHD-Qualität (1.440 x 2.560 Pixel, 515 ppi) und im Format 16:9 dargestellt. Geschützt wird die Anzeige von Gorilla Glass, etwas überraschend in der älteren Ausführung 3, das zu den Seiten per 2.5D-Rundung in den Rahmen aus Metall übergeht.

Die Farbpalette wurde mit Blau, Schwarz und Gold ausgestattet. Laut Marco Eberlein, Deutschland-Chef von Honor, haben die Chinesen in Deutschland gegen aller Erwartungen die meisten Geräte in der Farbe Blau verkauft. Somit könnte man erwarten, dass der Hersteller bei der Farbauswahl etwas mutiger zu Werke geht. Eine von Fans erhoffte rote Version bleibt Honor jedoch schuldig. Das könnte auch an der geringen Nachfrage liegen. Eberlein bestätigt diese These indirekt: „Bei Farben und Zubehör entscheidet unsere Community mit.“ Ob eine rote Version noch nachgeliefert wird, bleibt jedoch offen. Bei einem weiteren Smartphone, das zuletzt im Raum stand, wird Eberlein deutlicher: „Das Honor Magic kommt vorerst nicht nach Deutschland.“

High-End-Technik und neueste Software

Angetrieben wird das Honor 8 Pro vom jüngsten und bis dato leistungsstärksten Spross der Huawei-Prozessoren-Familie, dem Kirin 960, der mit acht Kernen zu je vier Mal 2,4 und 1,8 GHz taktet. Daneben stehen 6 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung, die dem Chipsatz, komplettiert durch eine Mali-G71-GPU-Einheit, zur Seite stehen.

Die technischen Daten des Honor 8 Pro im Überblick

  • Prozessor: Kirin 960 (Octa Core, 4 x 2,4 GHz, 4 x 1,8 GHz)
  • Display: 5,7 Zoll, Quad-HD (1.440 x 2.560 Pixel)
  • Speicher: 64 GB ROM (erweiterbar) / 6 GB RAM
  • Betriebssystem: Android 7.0 und EMUI 5.1
  • Hauptkamera: Dual-Kamera, 2 x 12 Megapixel (Monochrom und RGB), AF, LED-Flash, 4K-Video
  • Frontkamera: 8 Megapixel
  • Akku: 4.000 mAh
  • Hybrid-SIM
  • Anschlüsse: USB Typ-C (USB 2.0), 3,5-mm-Klinke,
  • Fingerabdrucksensor (Rückseite)
  • Maße und Gewicht: 15,7 x 7,75 x 0,7 Zentimeter; 184 Gramm

Huawei Honor 8 Pro: Pressebilder

Wie der Blick auf das technische Datenblatt verrät, sind hier und da noch kleine Abstriche hinsichtlich dessen zu machen, was möglich ist: So kommt beispielsweise „nur“ der USB-Standard 2.0 zum Einsatz. Außerdem erhält Honor im Geegnsatz zur Hauptmarke Huawei keine Experten-Unterstützung von Leica, wenn es um den Fotoapparat geht. Nichtsdestotrotz kommt im Honor 8 Pro rückseitig eine Doppel-Kamera aus Monochrom- und RGB-Sensor zum Einsatz, ein im Flaggschiff-Segment mittlerweile üblicher optischer Bildstabilisator fehlt allerdings. Honor lässt sich das 8 Pro mit knapp 550 Euro im Vergleich zur bisherigen Preispolitik ungewöhnlich teuer bezahlen. Laut Eberlein ist der Preis jedoch mehr als gerechtfertigt: „Bei den Spezifikationen haben wir richtig was drauf gelegt, wir können mit den großen Jungs der Branche mithalten.“ Mit Blick darauf sei man „bei Preis-Leistung absolut top aufgestellt.“

Honor 8 Pro
Bildquelle: Julia Froolyks / inside-handy.de

Honor 8 Pro im Hands-On

Der erste Eindruck zum Honor 8 Pro ist durchweg positiv, denn es handelt sich um hochwertige Technik in einem optisch gelungenen und auch haptisch sehr angenehmen Metallgehäuse. Insbesondere im Vergleich zum 2016 vorgestellten Honor 8 werden die Verbesserungen deutlich, die das Honor 8 Pro bekommen hat. Die Farben sind weiterhin elegant, die Rückseite aber mattiert und daher bei weitem nicht mehr so anfällig für Fingerabdrücke. Besonders gefällig wirkt das blaue Modell, das der Redaktion von inside-handy.de auch als Testgerät vorliegt.

Durch die gut durchdachten Kanten und das schlanke Design liegt das Honor 8 Pro angenehm in der Hand. Überraschend ist, dass es trotz seiner Bildschirmgröße vergleichsweise leicht ist und dadurch einen fast schon grazilen Eindruck macht. Andere 5,7-Zoll-Smartphones wirken da deutlich wuchtiger. Positiv zu vermerken: Eine Kopfhörerbuchse ist neben dem USB-C-Anschluss mit an Bord. Negativ zu vermerken: IP-zertifiziert und somit nachweislich wasser- und staubdicht ist das Gehäuse nicht.

Das Wischen durch die Menüs und ein paar Probeaufnahmen mit der Kamera zeigen, dass das Honor 8 Pro wie bereits sein Vorgänger auf hohem Niveau arbeitet. Die Geschwindigkeit ist, wie bei frischen Smartphones fast immer üblich, kaum zu beanstanden. Das Display des Honor 8 Pro unterstützt VR-Anwendungen und das merkt man auch beim ersten Blick auf den Bildschirm: Alle Inhalte sind gestochen scharf, einzelne Pixel sucht man vergeblich.

Huawei Honor 8 Pro: Hands-On-Fotos

Preis und Verfügbarkeit des Honor 8 Pro

Das Honor 8 Pro erscheint in den Farbvarianten Blau, Schwarz und Gold, das Gerät wird für 549 Euro (UVP) verkauft. Ab dem 6. April kann das neue Honor-Smartphone vorbestellt werden: Allerdings nur beim Honor-Shop vMall und dem exklusiven Vertriebspartner, dem Mobilfunkanbieter O2. Der offizielle Marktstart des Honor 8 Pro wird vom Hersteller auf den 21. April datiert.

Geräte-Bundle für Vorbesteller bei vMall

Im offiziellen Online-Shop vMall bietet Honor das 8 Pro in verschiedenen Produkt-Paketen an, die für Vorbesteller ein Plus an Gerätschaften bietet. Der Preis von knapp 550 Euro bleibt dabei immer gleich, das angebotene Zubehör jedoch variiert je nach Angebot:

  • Honor 8 Pro + Strontium Micro-SDXC-Karte + VR-Headset
  • Honor 8 Pro + Tripod + Sandisk Micro-SD-Karte
  • Honor 8 Pro + Tripod + Powerbank mit 10.000 mAh Kapazität

Die Ersparnis schwankt laut Honor je nach Bundle zwischen knapp 65 und knapp 105 Euro. Das monetär attraktivste Angebot bildet die Sandisk-Variante, am wenigsten spart sich der geneigte Kunde, wenn er sich für die VR-Lösung entscheidet.  

Neuer Vertriebsweg – O2 als exklusiver Partner

Der Weg über einen Mobilfunkanbieter ist neu bei Honor und so zeigt sich auch Eberlein erfreut über die Entwicklung: „Honor und O2 haben eine langfristige Partnerschaft geschlossen, wir arbeiten nicht nur beim Honor 8 Pro zusammen.“ Somit kommt das Honor 8 Pro auch in den stationären Handel der Telefónica-Marke; jedoch , so Eberlein „legen wir unseren Schwerpunkt auf den Online-Vertrieb. Unsere DNA als starke Online-Marke wird die gleiche sein.“ Damit tritt man jedoch auch in Konkurrenz zum großen Bruder Huawei, der den Weg über die Mobilfunkanbieter schon lange geht. 

Die Telefónica-Marke O2 bietet das neue Smartphone mit und ohne Vertrag an. Ohne Vertrag wird es SIM-Lock- und Branding-frei ausgeliefert und kann auf einen Schlag oder in 24 Monatsraten gezahlt werden. Wird die monatliche Ratenzahlung gewählt, ist nach einer Anzahlung von 9 Euro ein monatlicher Betrag von 22,50 Euro fällig. In den O2-Shops ist das Honor 8 Pro ab dem 24. April zu haben. 

Erste Vergleichsbilder des Honor 8 Pro mit dem Honor 8

Honor 8 und Honor 8 Pro: Vergleichsbilder

So steht es um Honor

Mit dem neuen Vertriebsweg über O2 betritt man bei Honor Neuland. Doch wie steht es insgesamt um die Marktpräsenz in Europa und speziell in Deutschland. Bisher zeigte man sich bei Honor hier zugeknöpft. In die Karten schauen lassen will Honor sich weiterhin nicht, harte Zahlen bleibt die Huawei-Tochter schuldig. Das einzige, was Eberlein in Bezug auf Zahlen kommuniziert: „2015 hat Honor 40 Millionen Smartphones verkauft, 15 Prozent davon sind nicht nach China gegangen. Aktuell sind in China 40 Prozent der verkauften Huawei-Smartphones Honor-Geräte.“ In Europa sind Deutschland und Frankreich die „stärksten“ Märkte. Diese Stärke bezieht sich hier jedoch nicht auf die verkauften Stückzahlen: „Stark bedeutet bei uns nicht nur Verkäufe, sondern zu Beispiel auch gemessene Kundenzufriedenheit.“

Ob das Honor 8 Pro das Zeug dazu hat die Kundenzufriedenheit zu steigern und vielleicht sogar die etablierten Hersteller in den Verkaufszahlen zu ärgern, wird ein Test des neuen Flaggschiffs ernst noch zeigen müssen. Der erste Eindruck vom Honor 8 Pro ist jedenfalls positiv und durch die Erweiterung der Vertriebswege öffnet sich Honor einem breiteren Publikum.

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