Update Das halbe Gigabit ist voll Vodafone LTE: 500 Mbit/s in diesen Städten jetzt möglich

vom 07.06.2017, 13:37
Vodafone bringt das halbe Gigabit ins Kabel und ins LTE-Netz
Bildquelle: Vodafone

Knapp drei Monate nach der ersten Bekanntgabe auf der CeBIT in Hannover hat Vodafone am Mittwoch weitere Details dazu veröffentlicht, wo per LTE mit bis zu 500 Mbit/s gesurft werden kann. Insgesamt zehn Städte wurden schon entsprechend aufgerüstet, bis zum Ende des Jahres sollen es 30 Städte sein.

"In unserem GigaNetz der Dinge bringen wir die Großen der Industrie genauso zusammen wie kreative und junge Start-ups: von Audi, Porsche und der Bahn bis zum Hamburger Hoodie-Träger, der die urbane Mobilität neu erschaffen will - oder Berliner Teilzeit-Wissenschaftlern mit den ganz großen Träumen", hatte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter schon auf der CeBIT-Pressekonferenz gesagt. Nun werden die ersten Schalter entsprechend umgelegt und das Vodafone-Netz entsprechend aufgewertet.

Vodafone bringt 500 Mbit/s per LTE in die Städte - auch für Prepaid-Kunden

Im Mobilfunknetz von Vodafone standen bisher in der Spitze bis zu 375 Mbit/s im Downstream zur Verfügung. Nun geht weiter: Das halbe Gigabit mit 500 Mbit/s im Downstream ist schon seit Mitte Mai in Düsseldorf, Vodafones Konzernsitz in Deutschland, nutzbar - allerdings vorerst nur an einigen Hotspots wie rund um den Hauptbahnhof. Zu den weiteren Großstädten, in denen ab sofort zum Beispiel in Fußgängerzonen und an anderen viel frequentierten Punkten die schnellen LTE-Zellen nutzbar sind, zählen: 

  • Coswig
  • Cottbus
  • Dresden
  • Dortmund
  • Erfurt
  • Mannheim
  • Moers
  • Remscheid
  • Stuttgart

Vodafone geht davon aus, dass bis zum Sommer 30 Städte mit dem neuen Turbo-LTE (4.5G) ausgestattet sein werden. Dazu sollen dann auch unter anderem Dortmund und Mannheim zählen. Für die Realisierung werden drei verschiedene LTE-Frequenzbereiche (800, 1.800 und 2.600 MHz) gebündelt. Nicht nur Vertragskunden von Vodafone sollen dann mit bis zu 500 Mbit/s mobil surfen können, sondern auch Nutzer einer CallYa-Prepaid-Karte - vorausgesetzt, sie verfügen über ein Smartphone, das derart schnelle Surfgeschwindigkeiten überhaupt erlaubt. Zum Beispiel das Samsung Galaxy S8 oder das Samsung Galaxy S8+, das Huawei P10 (Plus) oder das Sony Xperia XZ (Premium). Mindestens LTE Cat 12 ist notwendig, um das halbe Gigabit pro Sekunde nutzen zu können. In der Regel müssen die Handys aber noch per Software-Update für 4.5G freigeschaltet werden.

Ganz neu für Geschäftskunden bietet Vodafone seit April zudem einen neuen Tarif an, der Festnetz und Mobilfunk mit Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s bündelt: die GigaKombi Business. Der Festnetz-Anschluss des Angebots deckt dabei Telefonate in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze ab und gestattet darüber hinaus unbegrenzt viele Telefonate in die Festnetze anderer EU-Länder. Im Mobilfunk können GigaKombi-Business-Kunden aus den Red Business+-Tarifen von Vodafone wählen - mit bis zu 15 GB mobilem Datenvolumen pro Monat. Zusätzlich ist eine feste IP-Adresse inklusive, mit der eigene Mail- und Web-Server betrieben werden können. Dafür sind mindestens aber auch 42,90 Euro netto pro Monat zu zahlen.

LTE-V2X für den vernetzten Stadtverkehr

Auf dem Weg hin zu 5G wird Vodafone auch auf die neue Technologie LTE-V2X setzen, um Autos miteinander per Funk kommunizieren zu lassen. Dabei haben Informationen zu potenziellen Gefahrensituationen Vorrang und werden besonders schnell an alle Personen und Autos in direkter Umgebung weitergeleitet. Unter anderem Audi und Huawei sind in diesem Zusammenhang bei der Entwicklung ein wichtiger Partner von Vodafone. Zukünftig werden Fahrzeuge Informationen auf direktem Wege auch mit Fußgängern, Ampeln und Kreuzungen austauschen. Das soll nicht nur dazu beitragen, Unfälle und Staus zu vermeiden, sondern auch Treibstoff zu sparen.

"Mobilfunk steuert den Verkehr von morgen", ist Vodafone-Deutschland-Chef Ametsreiter überzeugt. "Vernetzte Autos werden künftig um die Ecke schauen - und sich gegenseitig vor Gefahren warnen. Das ist ein großer Schritt in eine voll vernetzte Welt. In eine Welt, die ohne Ampeln auskommen kann, die keinen Stau mehr kennt und in der es deutlich weniger Verkehrstote gibt."

Narrowband-IoT-Netz von Vodafone kommt

Genau wie die Deutsche Telekom plant auch Vodafone in Metropolen den Aufbau eines so genannten Maschinen-Netzes (Narrowband-IoT), das noch in diesem Jahr aus den Vodafone-Laboren in die Live-Welt kommen soll. Die Funksignale des Netzes reichen nicht nur durch dicke Betonwände, sondern auch in Keller und Tiefgaragen. Ein Beispiel von vielen ist in diesem Zusammenhang der smarte Mülleimer, der zusammen mit der Deutschen Bahn entwickelt wurde und ab Sommer eingesetzt werden soll. Er "spricht" über einen speziellen Sensor mit der Bahn, wenn er geleert werden muss.

Im Kabelnetz will Vodafone bis zum Sommer für 20 Prozent seiner Kunden Internetanschlüsse bereitstellen, die rund 500 Mbit/s im Downstream ermöglichen. Der Vermarktungsstart für derart schnelle Anschlüsse hat in ersten Regionen bereits begonnen. Die Marke von 1 Gigabit im Downstream will der Konzern in seinem Kabelnetz im Jahr 2019 knacken. Dann sollen in Bayern für 70 Prozent aller Einwohner Gigabit-Geschwindigkeiten zur Verfügung stehen.

Das sind die CeBIT-Neuheiten der Deutschen Telekom ›


Quelle: Vodafone | Bildquelle kleines Bild: Vodafone | Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: Vodafone, Connected Cars, Kabel-TV & Kabel-Internet, LTE, Mobilfunk-News, Mobilfunktarife, Smart Home & Internet der Dinge

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