Test Metall-Smartphone im TestTP-Link Neffos X1 im Test: Solides Smartphone gegen Honor 5X und Co.

vom 19.03.2017, 10:03
Neffos X1
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

TP-Link wagt mit dem Neffos X1 und dem Neffos X1 Max den Einstig in die gehobene Einsteigerklasse beziehungsweise untere Mittelklasse. Mit knapp 200 Euro will das Neffos X1 die Preis-Leistungs-Monster Honor 5X und 5C, Samsungs Galaxy-J-Linie, Lenovos Moto-G-Serie und auch LGs K-Serie unter Druck setzen. Ob das am Markt gelingt, entscheiden die Verbraucher; ob es technisch gelingt, entscheidet sich im Test von inside-handy.de.

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TP-Link stieg Anfang 2016 in den Smartphone-Markt ein und konnte mit dem Neffos C5 und dem Neffos C5 Max im Test nur bedingt überzeugen. Beide sind im Einsteigerbereich angesiedelt und konnten trotzdem jeweils 3 von 5 Sternen abgreifen. Seither drehte sich das Rad der Technik weiter und TP-Link startet mit dem Neffos X1 in eine metallerne Zukunft. Damit geht man einen entscheidenden Schritt in Richtung von hochwertigen Einsteiger-Smartphones. Genau dort ist der Konkurrenzdruck allerdings immens. Honor drückt mit Kampfpreisen Huawei-Technik in den Markt und viel Nutzer erhaschen, Preisverfall sei dank, Vorjahresmodelle mit echter Mittelklasse-Ausstattung für den heiß umkämpften Preisbereich von um 200 Euro.

Design und Verarbeitung

Das TP-Link Neffos X1 kommt im Metallgehäuse zum Kunden, das auf den ersten Blick gefällt und satt in der Hand liegt. Dabei ist das X1 mit seinem 5 Zoll kleinen Display sehr kompakt und kann mit Sicherheit auch Nutzern gefallen, die sich gegen den Trend zu 5,-Smartphones entscheiden und Handys wie das Sony Xperia X Compact oder das Apple iPhone SE im Sinn haben. Das gilt allerdings vorwiegend für die Größe des Neffos X1.

Das Material kann gefallen, jedoch gibt es einen deutlichen Kritikpunkt: Die Abschlüsse des Gehäuses am oberen und unteren Ende der Rückseite stehen deutlich vom Rücken des Neffos X1 ab; ein fühlbarer Schönheitsfehler. Außer dem kleinen Fauxpas zeigt sich das Gehäuse von seiner schicken Seite. Es bietet auf der Front 2,5D-Glas und kann auch bei enormen Krafteinsatz in keiner Weise verwunden werden. Größtes Lob und eine kleine Kritik gibt es für den mechanischen Stumm-Hebel auf der linken Gehäuse-Seite. Er wirkt sehr hochwertig und ist eine willkommene Abwechslung im Drei-Tasten-Einheitsbrei der Android-Welt. Die Positionierung am linken oberen Rand des Handys verhindert jedoch das Betätigen im Einhand-Betrieb.

TP-Link Neffos X1 - Hands-On

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    Hands-On-Bilder des TP-Link Neffos X1 während des Test von inside-handy.de
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    Hands-On-Bilder des TP-Link Neffos X1 während des Test von inside-handy.de
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Die Ränder im das Display herum sind akzeptabel, jedoch könnten sie, verbunden mit den schlanken Schutzglas-Rändern, einen echten Boost für die Eleganz landen, wären sie an den Längsseiten noch etwas kleiner. Eine zweite kleine Kritik gibt es an der Integration des Schutzglases: Es wird mittels Kunststoffrahmen in das Gehäuse eingelassen, was bei der Bedienung kaum auffällt jedoch ebenfalls etwas Eleganz verspielt.

Trotz kleiner Schwächen zeigt TP-Link, dass man es mit dem Smartphone Neffos X1 wirklich ernst meint. Hochwertiges Material, tolle Haptik und mit dem Schieberegler auch mit einem kleinen Extra versehen, kann es in diesem Bereich satt punkten.

Zwischenwertung: 4 von 5 Sternen

Display

TP-Link verbaut in das Neffos X1 ein Standard-Display mit 5 Zoll Diagonale und einer HD-Auflösung. Mit 720 x 1.080 Pixeln erreicht es knapp 300 ppi, was zwar etwas altbacken wirkt, jedoch ein akzeptabel scharfes Bild erzeugt. Die Farben sind etwas matt, gleichwohl befindet man sich hier im Durchschnitt des Marktes und es gibt kaum wirkliche Kritik am verbauten Panel.

Die Blickwinkelstabilität kann ebenfalls überzeugen. Das Neffos X1 dunkelt recht schnell ab, die Farben und die Schärfe bleiben jedoch beim Abwinkeln lange erhalten. Die automatische Helligkeitsregelung kann dagegen nicht ganz überzeugen: Beim Wechsel von heller in dunkle Umgebung braucht das Neffos X1 einige Zeit, bis das Dimmen beginnt. Andersherum reagiert es schneller, jedoch stottert es in beiden Fällen etwas.

TP-Link Neffos X1
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Die manuellen Einstellungen des Displays beschränken sich auf die Farbtemperatur. Hier wird ein großer Bereich abgedeckt und so wird jeder Nutzer zufriedengestellt. Darüber hinausgehende Extras hat das Display nicht zu bieten. Einen Nachtmodus vermisst man ebenso wie eine Anpassung der Farbintensität.

Das Display ist Standard. Nicht mehr und nicht weniger. Damit kommt das TP-Link Neffos X1 über eine durchschnittliche Bewertung nicht hinaus.

Zwischenwertung: 3 von 5 Sternen

Ausstattung und Leistung

TP-Link stattet das Neffos X1 mit einem Prozessor von MediaTek aus und versorgt es in zwei Varianten mit 2 beziehungsweise 3 GB Arbeitsspeicher. Dabei wird das 2-GB-Modell mit einem internen Speicher mit 16 GB Kapazität ergänzt. In der anderen Version stehen dem Nutzer 32 GB internem Speicher zur Verfügung. Beide Male kann der Speicher per Micro-SD-Karte um 128 GB erweitert werden. Dann ist jedoch die Dual-SIM-Konnektivität dahin. Die zweite SIM-Karte und die Speichererweiterung müssen sich nämlich einen Platz im Neffos X1 teilen.



Bildquelle kleines Bild: Michael Büttner / inside-handy.de | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Testcenter, Alternative Hersteller, Hands-On, Handys, Handys unter 200 Euro, Handys unter 400 Euro, Smartphones

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