So intensiv wird WhatsApp inzwischen genutzt

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Facebook-Smartphone von HTC
Bildquelle: Gopego.com
Facebook hat im Zuge der Vorlage seiner Quartalszahlen nicht nur einen Blick in seine Bilanz zugelassen, sondern auch in Person von Gründer Mark Zuckerberg neue Nutzungszahlen seiner Messenger-Dienste bekannt gegeben. Demnach hat WhatsApp seine Reichweite in den vergangenen drei Monaten wieder deutlich gesteigert. Und dank Werbung schwimmt Facebook in soviel Geld wie nie zuvor.

Laut Facebook nutzen inzwischen rund 1,2 Milliarden Nutzer regelmäßig den Facebook Messenger. Und regelmäßig heißt in diesem Zusammenhang mindestens einmal pro Monat. WhatsApp wird inzwischen von 1,3 Milliarden Nutzern regelmäßig verwendet. Rund 1 Milliarde schalten die Messenger-App auf ihrem Smartphone sogar täglich ein. Das zeigt, wie stark sie die Art und Weise der Kommunikation untereinander in den zurückliegenden Jahren gewandelt hat. Es wird mehr getextet statt direkt miteinander am Telefon zu sprechen. Pro Tag werden über WhatsApp aktuell mehr als 55 Milliarden Nachrichten verschickt. Hinzu kommen rund 4,5 Milliarden Fotos und mehr als 1 Milliarde Videos.

Keine neuen Nutzerzahlen teilte Facebook zu seiner Foto-App Instagram mit. Ende März waren dort rund 700 Millionen aktive Nutzer registriert. Verraten wurde im Zuge der Vorstellung der neuen Quartalszahlen nur, das 250 Millionen Instagram-Nutzer täglich auf die Stories-Funktion der App zugreifen. Bei Facebook selbst sind inzwischen nach Angaben der Führungsetage rund 2,01 Milliarden Nutzer unterwegs – davon 1,32 Milliarden täglich. Runtergerechnet auf Europa sind es 271 Millionen tägliche Nutzer gegenüber 360 Millionen monatlichen Nutzern. 

Facebook schwimmt dank Werbung im Geld

Auch finanziell hat sich das zweite Quartal des laufenden Jahres für Facebook mehr als gelohnt. Der Umsatz zwischen April und Juni schnellte im Jahresvergleich von 6,2 auf rund 9,3 Milliarden US-Dollar in die Höhe. Allein knapp 9,2 Milliarden Euro setzte Facebook mit Werbung um. In Zukunft dürften die Werbeeinnahmen noch spürbar weiter steigen, denn einer kleinen Anzahl an Nutzern zeigt Facebook im Rahmen einer Beta-Phase inzwischen Werbung innerhalb des Facebook Messengers an. Zuckerberg sagte im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Investoren, dass man so herausfinden wolle, wie Werbung innerhalb des Messengers auf der einen Seite bei den Nutzern ankomme, aber auch für Unternehmen als interessantes Marketing-Modell aufgefasst werde. Weiter führte der Facebook-Chef aus, dass man auch über die Monetarisierung von WhatsApp nachdenke, aber noch längst nicht so weit sei wie beim Messenger. Man wolle aus den Erfahrungen innerhalb des Messengers lernen, ehe man sie auf andere Bereiche ausdehne.

Der Gewinn des sozialen Netzwerks machte entsprechend der florierenden Werbe-Umsätze ebenso einen spürbaren Sprung: Er legte im Jahresvergleich um satte 71 Prozent zu – von 2,3 auf 3,9 Milliarden Dollar.

Gewinne bei Facebook in der Entwicklung
Bildquelle: Facebook

In Zukunft will sich Facebook noch stärker um Community-Angelegenheiten kümmern. Um zum Beispiel schneller auf zweifelhafte Posts reagieren zu können hat das soziale Netzwerk Pläne vorgestellt, wonach im Laufe des kommenden Jahres rund 3.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden sollen, die sich um entsprechende Angelegenheiten kümmern sollen. Sie sollen auch dafür sorgen, dass Falschmeldungen schneller identifiziert werden können. Schon heute sind bei Facebook nach eigenen Angaben 4.500 Community-Operator im Einsatz.

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