Last-Minute-Einigung lässt Pay-TV-Sender nicht schwarz werden

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Bildquelle: Sky Deutschland
Diese Nachricht hatte es in sich: Während der Pay-TV-Sender Sky gerade dabei ist, die Abo-Preise für viele Bestandskunden ein weiteres Mal anzuheben, taten sich an ganz anderer Stelle massive Probleme für den deutschen Marktführer unter den TV-Bezahlsendern auf. Sender-Partner Discovery Networks Deutschland hatte angekündigt, mehrere Sender aus dem Programm-Angebot von Sky abzuziehen. Nun gab es in letzter Minute doch noch eine Einigung.

Offenbar gab es hinter den Kulissen massive Unstimmigkeiten darüber, was die finanzielle Ausgestaltung der bereits seit vielen Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen Sky und Discovery betrifft. Zu Details wollte sich niemand offiziell äußern, doch die deutsche Geschäftsführerin von Discovery sagte vielsagend: „Für uns ist es sehr wichtig, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die wie wir daran interessiert sind, den Zuschauern ein attraktives und breit gefächertes Angebot an Inhalten zu bieten. Wir hoffen, mit Sky zu einem positiven Verhandlungsergebnis zu kommen und unsere langjährige Partnerschaft fortsetzen zu können.“ Durch die Blume gesprochen hieß das nichts anders als: „Zahlt uns mehr Geld oder wir schalten die Sender für eure Kunden ab.“ Nun haben sich beide Parteien geeinigt, wie Sky in einer Mitteilung wissen ließ.

„Die Sender Discovery Channel, Eurosport 1 HD, Eurosport 2 HD und Eurosport 360 HD werden weiterhin über Sky in Deutschland und Österreich verfügbar sein“, teilte der Pay-TV-Sender am späten Dienstagabend mit. Man habe sich auf eine Verlängerung des laufenden Vertrags geeinigt. Sky-Managerin Elke Walthelm schränkt in der Mitteilung allerdings ein, dass offenbar nicht alle Forderungen erfüllt wurden. „Die Vereinbarung wurde geschlossen, nachdem Discovery unseren Vorschlag akzeptiert hat, den wir ihnen vor über einer Woche unverändert unterbreitet haben.“ 

Discovery ist ein harter Verhandlungspartner

Im schlimmsten Fall hätte es so kommen können, dass die Discovery-Sender ab Februar für Sky-Kunden nicht mehr zu empfangen gewesen wären. Auf den entsprechenden Sendern wurden Sky-Kunden Hinweis-Texte eingeblendet, die auf das mögliche Szenario einer Abschaltung hinwiesen. Und dass Discovery bereit ist, extreme Schritte zu gehen, haben auch schon ARD und ZDF feststellen müssen. Weil die öffentlich-rechtlichen Sender nicht bereit waren, die finanziellen Forderungen von Discovery zu erfüllen, dürfen ARD und ZDF ab 2018 nicht mehr live von den Olympischen Spielen berichten. Discovery hatte sich vom IOC für viele Länder die entsprechenden Live-TV-Rechte eingekauft.

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