Deutschland-Chef Eberlein will mit Preis-Attacken massiv Marktanteile gewinnen

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Honor CES
Bildquelle: Franko Fischer (Honor)
Mit der Vorstellung des neuen Smartphone-Modells 6X hat Honor, die Discount-Tochtergesellschaft von Huawei, für ordentlich Aufsehen am Mobilfunk-Markt gesorgt. Die Redaktion von inside-handy.de hatte am Rande der CES in Las Vegas die Möglichkeit, mit Honors Deutschland-Chef, Marco Eberlein, über die Ziele für die kommenden Monate zu sprechen.

Der Honor-Manager ist überzeugt, mit dem neuen 6X, das hierzulande zunächst nur in der Version mit 32 GB Speicherplatz und 3 GB RAM angeboten wird, eine Punktlandung hingelegt zu haben. „Wir sind nun zwei Jahre in Deutschland am Start und haben immer wieder Innovationen nach vorne getrieben. Das setzen wir mit der Dual-Kamera beim Honor 6X konsequent fort.“

Honor 6X soll 20 Millionen Mal verkauft werden

Und die intern gesetzten Ziele lassen darauf schließen, dass man bei Honor davon ausgeht, mit dem neuen Smartphone eine breite Masse ansprechen zu können. Wurden von Honor im Jahr 2015 weltweit insgesamt 40 Millionen Smartphones abgesetzt, soll sich allein das Honor 6X in diesem Jahr 20 Millionen Mal verkaufen. Eberlein meint: „Wir haben ein Hightech-Biest zu einem starken Preis geschaffen.“

Die Botschaft ist klar: Das Honor 6X soll neue Standards im Preis-Leistungs-Segment setzen. „Mit seinen Spezifikationen und dem von uns festgelegten Preis, wird das Gerät sehr konkurrenzfähig sein. Davon sind wir felsenfest überzeugt.“ Wann das Premium-Modell mit 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB Speicherplatz in Deutschland auf den Markt kommen wird, wollte Eberlein auf Nachfrage noch nicht verraten.

Honor CES
Bildquelle: Franko Fischer (Honor)

Online-Vertrieb steht weiter im Fokus

Auch in Zukunft möchte Honor vor allem eine preissensible, junge Kundschaft ansprechen. Die ist im Internet zu finden und genau dort will die Huawei-Zweitmarke seine Smartphones auch in Zukunft verkaufen. Nicht nur über den eigenen Vmall-Onlineshop, sondern auch bei Amazon und anderen Online-Partnern. Offline gibt es Honor-Smartphones derzeit in 30 Stores von Cyberport und Conrad. Ein langsamer Ausbau der Shop-Aktivitäten ist geplant, mehr aber nicht. „Wir wollen unsere Online-DNA nicht verwässern“, so Eberlein. Um das zu unterstreichen, ist für die kommenden Monate auch eine optische Neugestaltung des Vmall-Stores vorgesehen. Dann wird auch der Name überarbeitet. Dann soll auch schärfer zwischen den beiden Marken Honor und Huawei unterschieden werden. Ein Vertrieb der Honor-Smartphones über Mobilfunk-Provider werde fortlaufend geprüft, habe aber keine Priorität.

Insgesamt steht bei Honor für 2017 vor allem eines auf dem Plan: Markenbekanntheit steigern und Marktanteile gewinnen. Deutschland-Chef Eberlein meint: „Wir wollen bei den Marktanteilen Gas geben und weiter aufholen.“ Dass in diesem Zusammenhang mit Huawei starke Konkurrenz im eigenen Hause drohen könnte, glaubt Eberlein nicht. „Wir arbeiten miteinander statt gegeneinander. Wenn wir zusammen mehr Marktanteile gewinnen können, ist das für den gesamten Konzern ein positives Signal.“

Weitere neue Produkte für 2017 in der Pipeline

Der Manager gibt aber auch zu: „Huawei-Smartphones werden auch in Zukunft in der Regel eine noch bessere Ausstattung haben als unsere Modelle.“ Nicht unlogisch, da beide Marken ohnehin unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. „Und ich kann versprechen, dass es in diesem Jahr an der einen oder anderen Stelle noch interessante Neuigkeiten von uns geben wird“, so Eberlein abschließend. Man darf gespannt sein.

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