Samsungs Mittelklasse-Generationen im Vergleich: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

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Samsung Galaxy A5 (2017) gegen Samsung Galaxy A5 (2016)
Bildquelle: inside-handy.de mit Material von Samsung
Kurz vor der CES 2017 hat Samsung in der Mittelklasse vorgelegt und seine Interpretation eines stark ausgestatteten Smartphones zum akzeptablen Preis präsentiert: Das Galaxy A5 (2017) zeigt in diesem Vergleich, wo Samsung eine Schippe auf das 2016er-Modell drauf gelegt hat und wo etwas eingespart wurde.

Die A-Reihe von Samsung wird mittlerweile in der dritten Generation produziert und löste damals die Galaxy-S-Mini-Reihe ab. Die abgespeckten Flaggschiffe der Vergangenheit waren äußerst beliebt, wurden sie doch mit einigen Gimmicks der Spitzenmodell-Reihe Galaxy S ausgestattet und kamen zum weit günstigeren Preis auf den Markt. Der Schwenk hin zu einer neuen Nomenklatur hat dem Erfolg der Mittelklasse von Samsung nicht geschadet. Das Galaxy A5 (2016) ist seit einiger Zeit das beliebteste Smartphone auf inside-handy.de und hat das Galaxy S5 abgelöst, das jahrelang den Platz an der Sonne genossen hat. Doch was sind nun die Unterschiede der beiden Generationen des Galaxy A5? In diesem Vergleich soll keine Wertung vorgenommen, sondern die nackten Zahlen verglichen werden. Eine abschließende Bewertung, welches der Smartphones das Bessere ist, wird erst der Test des Galaxy A5 (2017) zeigen.

Design und Material

Beim Design hat Samsung das Rad nicht neu erfunden, sondern mit spitzer Feder einen anderen Strich in das Aussehen gebracht: Die Ecken sind runder und den Kanten wurde der abgeflachte Steg in der Mitte entfernt. Dazu wurde der Rücken des Galaxy A5 (2017) an den Längsseiten abgerundet und so weht ein wenig Galaxy-S-Feeling durch die Mittelklasse. Doch es wurde auch technisch am Design geschraubt: Dem 2017er Modell wurde der Lautsprecher an die Seite verfrachtet. Hier muss sich erst noch zeigen, wie gut die Idee ist, hat sich doch jeder Nutzer daran gewöhnt, das Handy so in die Hand zu nehmen, dass die Lautsprecher aus der Unterseite des Gehäuses spielen können.

Am Material hat sich nicht viel geändert. Man setzt beim Galaxy A5 (2017), wie auch schon beim Galaxy A5 (2016) auf Glas und Aluminium. Warum auch nicht? Die Materialwahl und auch die Verarbeitung konnten im Test des Galaxy A5 (2016) von inside-handy.de voll überzeugen und räumte in diesem Teilbereich die Maximalpunktzahl von 5 Sternen ab. Eine kleine Änderung hat sich Samsung hier dennoch gegönnt: Das verwendete Glas kommt zwar, wie schon bei Vorgänger aus dem Hause Corning, gehört aber nun zur fünften Generation und nicht mehr zur vierten.

Display

Mit der Entscheidung zu Gorilla Glas 5 als Schutzglas für das Display hat es Samsung beim Display auch belassen. So kommt von den Zahlen her ein identisches 5,2 Zoll großes und in Full-HD auflösendes Panel zum Einsatz. Das Super-AMOLED des Galaxy A5 (2016) konnte, wie schon das Design, im Test überzeugen und somit kann sich Samsung hier auf die faule Haut legen und alles belassen wie es war.

Besonderheiten, wie ein Edge- oder Force-Touch-Display sind in der Galaxy-A-Serie bisher nicht zu erwarten, will Samsung doch vor allem die abgerundeten Display-Kanten als Markenzeichen seiner Flaggschiffe führen. Ein druckempfindliches Display wurde von Samsung in noch keinem Modell integriert. Zu erwarten ist hier auch eher eine erstmalige Integration im Spitzenmodell und nicht in der Mittelklasse.

Ausstattung und Leistung

Die Leistung des Samsung Galaxy A5 (2017) konnte noch nicht gemessen werden, jedoch haben die Koreaner an die zentrale Recheneinheit Hand angelegt und einige Veränderungen vorgenommen. So pocht jetzt ein Exynos-Herz mit der Kennzahl 7880 und nicht mehr das ältere 7580-Herz in ihm. Der neue Prozessor taktet auf seinen acht Kernen mit 1,9 anstatt mit 1,6 Ghz im Vorjahresmodell. Die Grafikeinheit wurde entsprechend auch modernisiert: Eine ARM Mali-T830 MP2 löst die GPU ARM Mali-T720 ab und unterstützt den Prozessor bei anspruchsvoller Grafikarbeit. Die Speicherausstattung hat ebenfalls einen Schub bekommen. Hier sind nun ein 2 GB großer Arbeits- und ein 32 GB großer Hauptspeicher verbaut. Er ist mittels Micro-SD-Karte nun um 256 anstatt, wie beim Galaxy A5 (2016) lediglich mit 128 GB, erweiterbar.

 

Samsung Galaxy A5 (2017)

Samsung Galaxy A5 (2016)
Display 5,2 Zoll, 1.080×1.920 Pixel
Android-Version 6.0 Marshmallow 6.0 Marshmallow (per Update)
Prozessor Exynos 7880 Octa / 1,9 GHz Exynos 7580 Octa / 1,5 GHz
RAM 3GB 2GB
interner Speicher 32GB 16GB
MicroSD ja (256GB)  ja (128GB)
Kamera vorne/hinten 16 MP / 16 MP 13 MP / 5 MP
Fingerabdruckscanner ja, vorne
Akku 3.000 mAh  2.900 mAh
USB-Port USB Typ C (2.0) micro-USB (2.0)
IP-Zertifizierung IP68 keine
Abmessungen 146,1 x 71,4 x 7,9 mm 144,8 x 71,0 x 7,3 mm
Einführungspreis 429 EUR 429 EUR
Aktueller Marktpreis 429 EUR ca. 290 EUR

Die Ausstattung umfasst ebenfalls einige kleine Änderungen. Allen voran wird nun über einen USB-Typ-C-Port geladen und Daten ausgetauscht. Dabei wird allerdings weiter auf USB 2.0 gesetzt, was einen signifikanten Ladegeschwindigkeits-Anstieg verhindern dürfte. Dazu baut Samsung nun auf Bluetooth 4.2 anstatt auf 4.1.

Signifikant geändert hat sich jedoch die Ausstattungsliste im Bereich der Wasser- und Staubdichtigkeit. Hier hatte das Samsung Galaxy A5 (2016) nur Stangenware zu bieten, während das Galaxy A5 (2017) jetzt mit einer IP68-Zertifizierung angibt. Was das bedeutet und welche Abstufungen es in der Klassifizierung gibt, hat inside-handy.de in einem gesonderten Artikel zusammengefasst. Damit schließt die Mittelklasse Samsungs in einem weiten Punkt auf die Spitzenklasse auf und man spürt wieder das Lüftchen High-End durch den Raum schweben.

Kamera

Bei der Kamera hat Samsung kräftig zugeschlagen und bringt das Galaxy A5 (2017) auf den neusten Stand. Die beiden Hauptkomponenten dürfen sich zumindest zahlenmäßig über ein Upgrade freuen: Die Hauptkamera löst genauso wie die Frontkamera mit 16 Megapixel auf. Das Galaxy A5 (2016) musste mit einer Kombination aus 13 und 5 Megapixel auskommen.

Wie sich die neuen Bildsensoren schlagen, muss sich zwar erst noch zeigen, aber gerade die Frontkamera mit ihrer großen Blende von 1:1,9 sollte den Selfie-Jüngern eine Menge Spaß bringen. Die heckseitige Kamera besitzt ebenfalls eine maximale Blende von 1:1,9, was zum Vorjahresmodell jedoch keine Verbesserung darstellt. Einen kleinen Rückschritt gibt es ebenfalls zu verzeichnen: Während im Galaxy A5 (2016) noch ein optischer Bildstabilisator verbaut wurde, fehlt dieser in Samsungs neuen Mittelklasse-Flaggschiff für Deutschland.

Software und Multimedia

Bei der Software hat Samsung beim neuen Galaxy A5 auf die neuste Android-Version verzichtet und liefert das Mittelklasse-Smartphone mit Android 6.0 aus. Damit befindet sich Samsung auf dem gleichen Level, das der Hersteller mittlerweile auch beim Galaxy A5 (2016) erreicht hat. Das Galaxy A5 (2017) wird jedoch in absehbarer Zeit ein Update auf die Version 7.0 bekommen, was beim Vorjahresmodell nicht garantiert ist.

Akku

Ähnlich geht es auch bei der Akku-Technologie zu: 100 mAh mehr ist nur ein kleiner Sprung. Auch beim Laden sollte es keine Quantensprünge geben: Zwar wurde das Galaxy A5 (2017) mit USB Typ-C ausgestattet, jedoch bleibt es bei der USB-Version bei 2.0. Mit einem Upgrade auf 3.1 wären signifikant höhere Ladeströme und damit auch ein schnelleres Laden möglich. So hat sich hier nicht viel getan.

Samsung Galaxy A5 (2016) Akkuwerte

Starke Leistung: Das Galaxy A5 (2016) im Akkutest

Fazit

Samsung hat sein neues Galaxy A5 (2017) dort verbessert, wo die Kritikpunkte im Test des Vorgängermodells ansetzten. Damit sollte sich die Gesamtleistung des Mittelklasse-Smartphones erhöhen ohne dass der Nutzer tiefer in die Tasche greifen muss. Der Preis blieb nämlich stabil bei knapp 430 Euro.

Einige spannende Punkte wird der Test des Galaxy A5 (2017) doch noch bereithalten: Wie schlägt sich der neue Prozessor mitsamt der erhöhten Arbeitsspeicher-Kapazität? Büßt die Kamera an Leistung durch den weggefallenen OIS ein? Welchen Einfluss hat der Umschwung auf USB Typ-C? All dies wird sich erst nach einem ausführlichen Test des neuen Mittelklasse-Galaxy zeigen.

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