Galaxy A3 (2016) vs. Galaxy A3 (2017) Gleicher Preis, mehr Galaxy S

vom 11.01.2017, 15:45
Samsung Galaxy A3 (2017) und Galaxy A3 (2016)
Bildquelle: inside-handy.de mit Material von Samsung

Das Samsung Galaxy A3 (2016) gehört zu den beliebtesten Smartphones aus dem vergangenen Jahr und bekam mit dem Galaxy A3 (2017) vor wenigen Tagen einen Nachfolger vor die Nase gesetzt. Er kommt zum gleichen Preis auf den Markt und soll mit einem Plus an Leistung und Ausstattung punkten. Die Redaktion von inside-handy.de zeigt die Unterschiede der beiden kleinen Mittelklassemodelle.

Die A-Reihe von Samsung wird mittlerweile in der dritten Generation produziert und löste damals die Galaxy-S-Mini-Reihe ab. Die abgespeckten Flaggschiffe der Vergangenheit waren äußerst beliebt, wurden sie doch mit einigen Gimmicks der Spitzenmodell-Reihe Galaxy S ausgestattet und kamen zu weit günstigeren Preis auf den Markt. Der Schwenk hin zu einer neuen Nomenklatur hat dem Erfolg der Mittelklasse von Samsung nicht geschadet.

Das Galaxy A3 (2016) gehört seit einiger Zeit zu den beliebtesten Geräten auf inside-handy.de. Doch was sind nun die Unterschiede der beiden Generationen des Galaxy A3? In diesem Vergleich soll keine Wertung vorgenommen, sondern die nackten Zahlen verglichen werden. Eine abschließende Bewertung, welches der Smartphones das Bessere ist, wird erst der Test des Galaxy A3 (2017) zeigen. Im Vergleich des Samsung Galaxy A5 (2017) mit dem Galaxy A5 (2017) zeigte sich, dass Samsung behutsam, aber an den richtigen Stellen Veränderungen vorgenommen hat.

Design und Material

Das Design des Galaxy A3 wurde von der 2016er- auf die 2017er-Generation zwar sichtbar, aber behutsam geändert. Die größeren Radien an den Ecken des Gehäuses und der zum Rand hin abgerundete Rückdeckel, sowie die tiefer in das Gehäuse integrierte Kamera sind gelungene Schachzüge im Schönheitswettbewerb am Markt. Mit den Veränderungen und dem jetzt in Gehäusefarbe eingefärbten Metallrahmen wirkt das neue Galaxy A3 jedoch etwas kompakter und fast schon pummelig gegenüber seinem Vorgänger. Das wird durch das Metallrahmenprofil bestärkt: Es ist nun durchgehend rund, was beim Galaxy A3 (2016) noch nicht so war. Bei ihm sind die Flanken auf der Längsseite zum Teil abgeflacht. Insgesamt hat damit der technoide Touch des Galaxy A3 (2016) etwas abgenommen.

Samsung Galaxy A3 (2017): Pressebilder

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    Pressebilder des Samsung Galaxy A3 (2017)
    Bildquelle: Samsung
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    Pressebilder des Samsung Galaxy A3 (2017)
    Bildquelle: Samsung

Die Materialien sind größtenteils gleich geblieben: Metall und Glas bestimmen die Haptik des kleinen Mittelklassemodells. Dabei wurde der Lautsprecher versetzt und liegt nun in der seitlichen Flanke und nicht mehr im unteren Rahmen. Eine weitere, wenn auch kleine, Veränderung ist die Wahl des Glases. Im aktuellen Modell kommt Gorilla Glas 5 von Corning zum Einsatz. Beim Vorjahresmodell wurde noch Gorilla Glas genutzt. Das Gehäuse ist etwas größer geworden und das Gewicht wurde von 132 auf 138 Gramm hochgeschraubt. So ist das Galaxy A3 (2017) 6 Gramm schwerer, 1 mm länger und breiter und gut einen halben Millimeter dicker.

Display

Beim Display hat sich dem reinen Zahlenwerk zufolge nichts geändert. Das SuperAMOLED-Panel löst weiterhin mit 720 x 1.280 Pixel auf und ist 4,7 Zoll groß. Damit gehört es in der Mittelklasse zu den Winzlingen am Markt. Gerade Freunde kompakter Smartphones und kleinhändige Zeitgenossen werden sich darüber freuen. Display-Gourmets werden sich jedoch eine Full-HD-Auflösung wünschen, die bei dieser Display-Größe im Alltag allerdings kaum nötig ist. Die Pixeldichte von 312 ppi lässt, wie im Test des Galaxy A3 (2016) bestätigt, im Alltag nichts vermissen.

Was der Test allerdings auch zeigte, fehlen die Highlights beim Galaxy A3 (2016). Das ändert sich beim neuen Modell nicht. Edge-Technologie, Force-Touch oder andere Spielereien werden also weiterhin der Spitzenklasse vorbehalten bleiben. Kleinere oder gar nicht vorhandene Display-Ränder haben jedoch schon ihren Einzug in die Mittelklasse genommen. Dem Beispiel Sony Xperia XA folgt Samsung beim neuen Galaxy A3 (2017) jedoch nicht.

Samsung Galaxy A3 (2016) im Test bei inside-handy.de

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Ausstattung und Leistung

Beim Herzstück, sprich der Recheneinheit, hat Samsung einige Stellschrauben gedreht und das Galaxy A3 auf den neuesten Stand der Mittelklasse gebracht. Der Octa-Core-Prozessor Exynos 7870 mit einer Taktung von 1,6 Ghz und 64-Bit-Technologie und 2 GB Arbeitsspeicher stellen jeweils eine Verbesserung zum Vorjahresmodell dar. Beim internen Speicher hat man dagegen nicht Hand angelegt, sondern verbleibt bei 16 GB Kapazität. Das Datendepot kann jedoch mit 256 anstatt, wie beim Galaxy A3 (2016), mit 128 GB aufgeplustert werden. Damit sollten auch anspruchsvolle Nutzer auskommen.

Die technischen Daten in der Übersicht:

 

Samsung Galaxy A3 (2017)

Samsung Galaxy A3 (2016)
Display 4,7 Zoll, 720x1.280 Pixel 4,7 Zoll, 720x1.280 Pixel 
Android-Version 6.0 Marshmallow  5.1 Lollipop
Prozessor

 Samsung Exynos 7870

(Octa-Core) / 1,6 GHz

Samsung Exynos 7578

(Quad-Core) / 1,5 Ghz

RAM  2 GB 1,5 GB
interner Speicher  16 GB 16 GB
MicroSD ja (256 GB)  ja (128 GB)
Kamera vorne/hinten 13 MP / 8 MP 13 MP / 5 MP
Fingerabdruckscanner ja, vorne  nein
Akku  2350 mAh  2300 mAh
USB-Port USB Typ-C (2.0) micro-USB (2.0)
IP-Zertifizierung  IP 68 keine
Abmessungen (mm)  135,4 x 66,2 x 7,9  134,5 x 65,2 x 7,3
Einführungspreis 329 EUR  329 EUR
Aktueller Marktpreis 329 EUR ca. 205 EUR

Bei der Konnektivität gibt es bei der Mobilfunkanbindung nichts Neues zu vermelden. Es wird weiterhin auf LTE mit maximal 150 Mbit/s im Downstream und 50 Mbit/s im Upstream gesetzt. Die WLAN-Anbindung wird jetzt Dual-fähig und schließt das 5-Ghz-Band mit ein. Dazu wird neben GPS auch das chinesische Ortungssystem Beidou integriert. Das europäische System Galileo bleibt jedoch weiter außen vor. Anschluss daran genießt bisher nicht einmal eine Handvoll Smartphones. Das BQ Aquaris X5 Plus ist das erste und bisher einzige europäische Smartphone das sich schon mit dem System orten lassen kann.

Die schlussendlich letzten Änderungen sind ein kleines Upgrade der Bluetooth-Verbindung und dem USB-Anschluss. Kabellos kommt jetzt die Version 4.2 und nicht mehr die Version 4.1 zum Zuge. Traditionalisten können beim Anschluss von Kopfhörern aufatmen: Der Klinkenstecker wurde nicht entfernt. Der USB-Anschluss wurde trotzdem auf USB Typ-C geändert, wobei die USB-Version bei 2.0 stagniert. Ein Gimmick, das in den vergangenen Jahren zum Standard aufgestiegen ist, hat Samsung nun auch in seine kleine Mittelklasse integriert. Der Fingerabdrucksensor bringt das Galaxy A3 (2017) zumindest in die Gegenwart.

Kamera

Im Vergleich des Galaxy A5 (2016) mit dem Galaxy A5 (2017) gab es im Bereich Kamera einige Neuerungen. Beim großen Bruder wurden beide Kameras ausgetauscht und mit neuen Sensoren bestückt. Beim kleinen Modell fallen die Veränderung nicht so dramatisch aus: Bei der rückseitigen Kamera bleibt alles beim Alten und die Auflösung von 13 Megapixeln und die Blende von 1:1,9 wurden nicht verändert. Die große Ausnahme: Der optische Bildstabilisator des Vorgängers wurde wegrationalisiert.

Die Frontkamera dagegen erhielt ein Upgrade von 5 auf 8 Megapixel Auflösung. Die Blende von 1:1,9 blieb dagegen unberührt. Damit folgt Samsung den Trend zu immer höher auflösenden Selfie-Sensoren, die es ermöglichen, die Selbstpräsentation noch schärfer zu gestalten. Welche Auswirkungen die Veränderungen mit sich bringen muss allerdings erst ein Test des Galaxy A3 (2017) zeigen, denn eine erhöhte Pixelzahl bedeutet nicht automatisch eine Verbesserung der Bildqualität.

Software und Multimedia

Die Software TouchWiz 2016, die auf dem neuen Galaxy A3 (2017) installiert ist, stützt sich auf Android 6.0 Marshmallow und könnte, wenn sich die Gerüchte bestätigen, sogar schlechter beziehungsweise weniger aktuell als die des Galaxy A3 (2016) sein. Ein Nougat-Update sollte jedoch auch beim Galaxy A3 (2017) drin sein.

Neue Features hat Samsung jedoch auch unabhängig der Android-Version vorgestellt. So wird es das Always-On-Display geben, das schon in der Galaxy-S-Reihe integriert ist. Mit dem Plus an Geräten, die von Samsung mit der Funktion versorgt wird, können Nutzer wohl auch auf neue Funktionen hoffen. Bisher war der Funktionsumfang, wie schon im Test des Galaxy S7 bemerkt, eher klein.

Die Multimedia-Sektion bleibt weitestgehend unberührt. Lediglich der Lautsprecher ist an eine andere Stelle im Gehäuse gewandert. Der Klinkensteckplatz bedingt keine Umstellung auf USB-Typ-C- oder Bluetooth-Kopfhörer. Somit dürften sich Galaxy A3 (2016) und Galaxy A (2017) in diesem Bereich kaum unterscheiden.

Akku

Der Akku des Samsung Galaxy A3 (2017) wächst gegenüber dem aus dem Galaxy A3 (2016) um 50 mAh. Das ist nicht viel, jedoch hat er es auch mit dem gleichen Display und erwartbar ähnlichem Verbrauch zu tun. Sollte der Prozessor sogar noch ein wenig sparsamer sein, sind hier sogar Verbesserungen zu erwarten. Näheres wird auch hier erst ein Test zeigen können. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Austauschbar ist der Akku nicht - zumindest nicht trivial. Bei der Ladegeschwindigkeit sollten, trotz USB Typ-C, keine revolutionären Sprünge drin sein.

Fazit

Samsung verbessert sein kleines Mittelklasse-Smartphone an einigen Stellen und versorgt es mit einer IP-Zertifizierung. Dafür wurde der optische Bildstabilisator entnommen. Insgesamt stellt das neue Galaxy A3 (2017) trotzdem einen Schritt in die richtige Richtung dar. Da der Preis stabil geblieben ist, kann beim Test des Galaxy A3 (2017) die volle Konzentration darauf gerichtet werden, ob Samsungs Entwicklung mit der Marktentwicklung Schritt halten kann. Die nackten Zahlen sprechen jedoch für das neue Samsung Galaxy A3 (2017).

Galaxy A3 (2016) und Galaxy A3 (2017) Datenblatt-Vergleich ›


Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de mit Material von Samsung | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Handy-Vergleiche, Handys unter 400 Euro, Mobilfunk-News, Oberklasse-Smartphones, Smartphones

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