Saturn & Media Markt mit 16 Prozent Rabatt auf fast alles

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Eingang eines Saturn-Marktes
Eingang eines Saturn-MarktesBildquelle: inside handy
Saturn und Media Markt werben aktuell damit, dass die beiden Märkte den Kunden die Mehrwertsteuer schenken. Was nach 19 Prozent Rabatt klingt, ist in Wirklichkeit weniger. Und durch einen Marketing-Trick fallen die neuen iPhones aus der Aktion raus.

Heute und morgen sparen Kunden beim Einkauf in allen 275 Media Märkten in Deutschland sowie im MediaMarkt-Onlineshop den Betrag der Mehrwertsteuer. Der Rabatt gilt auch für die 157 Saturn-Märkte und den Onlineshop des Händlers. Egal, ob man für 1, für 100 oder für 10.000 Euro einkauft – beim Bezahlen erhält man automatisch einen Nachlass in Höhe des inkludierten Mehrwertsteueranteils, der auf den ausgezeichneten Preis anfällt. Generell gilt das für alle Produkte, die im Markt sofort verfügbar sind.

Auch online müssen Verbraucher darauf achten, dass die Produkte sofort lieferbar sind. Sobald auch nur einige Tage vergehen, bis Media Markt bzw. Saturn liefern können, sind die Artikel von der Aktion ausgeschlossen. Das gilt auch für die neuen iPhones, die der Konzern mit einer Lieferzeit von bis zu 16 Wochen angibt.

Generell ausgenommen vom Rabatt sind Verträge mit Drittanbietern, Bücher/E-Books, Prepaidservices/-karten, Reparatur-/Servicedienstleistungen, Lieferservice, Downloadshops, Downloads, Versandkosten, Fotoservice, Geschenkkarten, Zusatzgarantien, (digitale) Guthaben-/Download-/Content-/Gamingkarten, Gutschein-/paysafe Card, (Erlebnis)Gutscheine sowie Geschenkboxen. Eine Abgabe ist zudem nur in haushaltsüblichen Mengen möglich. Darüber hinaus ist die Aktion nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.

Die Mär von der geschenkten Mehrwertsteuer

Vielen Kunden ist zwar geläufig, dass der Staat keinesfalls auf die ihm zustehenden 19 Prozent verzichtet, allerdings wird durch die Werbung suggeriert, dass eben diese 19 Prozent tatsächlich eingespart werden. In der Tat setzt sich der Preis allerdings wie folgt zusammen:

Im Regelfall wird die Mehrwertsteuer auf den Netto-Preis der Ware erhoben, anstatt vom Bruttobetrag abgezogen. Was mathematisch klingt, ist mit einem Beispiel einfach zu erklären: Beträgt der Warenwert eines Geräts 100 Euro, wird es an einer deutschen Kasse 119 Euro kosten, da von diesen 119 Euro die Steuer abgeführt werden muss. Wenn der Händler nun mit „Mehrwertsteuer geschenkt“ wirbt, reicht es aus, wenn er 15,97 Prozent abzieht um auf einen Nettobetrag zu gelangen, der plus 19 Prozent den Ausgangs-Brutto-Betrag ergibt. Der tatsächliche Rabatt beträgt bei dieser Masche also keineswegs 19 sondern knapp 16 Prozent. Bei Saturn wird die Mehrwertsteuer aktuell allerdings vom Bruttobetrag abgezogen, sodass die vollen 19 Prozent rabattiert werden. Und da der Händler natürlich die Mehrwertsteuer zahlen muss, taucht sie auch auf dem Kassenbon aus.

Preisvergleich lohnt sich fast immer

Das eine oder andere Schnäppchen lässt sich mittels solcher Aktionen fast immer schießen. Dennoch ist, um beim Beispiel Saturn zu bleiben, der größte nicht gleichzeitig der günstigste Anbieter. Ein Preisvergleich des betreffenden Produktes lohnt sich häufig, manchmal wird auch der Rabattpreis durch einen Mitbewerber bei dessen Standardpreis noch unterboten.

inside handy bietet bei Smartphones einen Online-Preisvergleich an, der sich bei jedem Smartphone-Datenblatt hinter dem Icon „Preis“ verbirgt. Für verschiedene Preisklassen pflegt die Redaktion zudem auch Übersichten mit den besten Smartphones:

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