Alles neu: Apples einzige Chance zu überleben

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Apple Store Santa Monica
Bildquelle: Apple
Für viele Besitzer von Apple-Geräten dürfte das Jahr 2016 eine Ernüchterung gewesen sein: Wenig interessante Neuigkeiten, merkwürdige Entscheidungen und Werbekampagnen sowie ein sich abzeichnendes Akku-Problem. Das Unternehmen aus Kalifornien vergrault auf lange Sicht immer mehr Kunden. Apples einzige Chance bleibt die komplette Neuausrichtung des Unternehmens.

Das Ende des Jahres nähert sich mit großen Schritten – eine gute Zeit, um auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken. Der retrospektive Blick auf 2016 lohnt besonders bei Apple. Das Unternehmen aus Kalifornien kann immer noch auf starke Umsätze schauen, in seiner Paradedisziplin, der Kundenbindung, war es aber schon lange nicht mehr so schwach wie in den vergangen 12 Monaten.

Dafür unter anderem verantwortlich: die Produktveröffentlichungen. Im Detail waren das zwei neue Smartphones, ein neues Tablet, ein neues MacBook Pro mit Touch-Leiste sowie zuletzt ein paar Bluetooth-Kopfhörer. Alle Geräte konnten dabei nie die Erwartungen erfüllen, die an sie gestellt wurden. Weiterhin waren die Veröffentlichungen begleitet von Unkenrufen nach fehlender Innovation, designtechnisch fragwürdige Entscheidungen und dilettantischen Marketingkampagnen. Das ansonsten so reibungslos operierende Unternehmen zeigt im Jahr 2016 mehr als sonst, dass es immer mehr mit Problemen zu kämpfen hat.

Apple muss um seine Kunden kämpfen

Umstrittene Produkte oder desaströse Kommunikation sind aber nur die Auslöser für ein viel größeres Problem, mit dem Apple dieses Jahr zu kämpfen hat. Unter den Kunden des Unternehmens macht sich eine erste allgemeine Verunsicherung breit. Die Zugkraft von Apples Produkten schwindet mehr und mehr, was unter anderem die stetig sinkenden Quartalszahlen beweisen. Darüber hinaus nagen Rückrufaktionen wie die für das iPhone 6s an dem Ruf des Unternehmens, makellose Produkte zu designen.

Auf lange Sicht wird Apple somit seinen treuen und großen Kundenstamm verlieren. Das ist für das Unternehmen umso schlimmer, da es doch Gespür für die Wünsche der Kunden und „The next big thing“ waren, die den Konzern in die Höhen des Technik-Olymps katapultiert haben. Verschlimmert wird der Rückgang aufgrund einer aktuellen „business as usual“-Attitüde. In Zeiten von stagnierenden Smartphone-Verkäufen und breit aufgestellten Konkurrenten bleibt Apple weiterhin unbeweglich und zieht stur sein Programm durch.

Note7-Akku rettet Apple vor Schlimmerem

Um ehrlich zu sein: Es hätte Apple wesentlich härter treffen können. Besonders dank dem Debakel rund um das Note7 von Samsung, hat sich die öffentliche Unzufriedenheit dieses Jahr gegenüber de Kaliforniern noch zurückgehalten. 2017 könnte aber dann ein entscheidendes Jahr für den Konzern werden. Denn erst wenn das Unternehmen anfängt, seinen Kurs radikal zu überdenken, können die Herzen der Kunden wieder anfangen für den Hersteller aus Kalifornien zu schlagen. Bis dahin bleibt Apple aber ungewohnt blutleer und wirkt gerade zu paralysiert.

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