Neues Honor-Smartphone überzeugt mit toller Haptik

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Honor Magic
Bildquelle: inside-handy.de / Hayo Lücke
Honor hat Mitte Dezember vergangenen Jahres ein neues Handy vorgestellt: Das Honor Magic soll, so die Botschaft, die Kunden verzaubern. Dafür greift der chinesische Hersteller tief in die moderne Handy-Trickkiste und verspricht ein randloses Design, ein gebogenes Display und ein eigenes Betriebssystem. Weitere Highlight-Features sind eine 2K-Display-Auflösung und ein Akku mit Schnelllade-Funktion. Auf der CES in Las Vegas konnte es nun besichtigt werden.

Honor hat Mitte Dezember auf einem Presseevent in China sein neues Smartphone, das Honor Magic, angekündigt. Der Name des Handys ist Programm: So soll das neue Gerät des chinesischen Herstellers eine Vielzahl an Features mit sich bringen, die als innovativ gelten. Die technischen Daten lassen durchaus Raum für den einen oder anderen magischen Moment.

Randloses Display mit Krümmung

Die wohl auffälligste optische Besonderheit des Honor Magic ist sein Display: Der knapp 5,1 Zoll große Bildschirm ist an allen vier Seiten gebogen und geht randlos in den Rahmen des Handys über. Damit wirkt das Gerät ein bisschen wie eine Kreuzung aus dem Mi Mix von Xiaomi und dem Galaxy S7 edge. Die Auflösung des Displays beträgt 1.440 x 2.560 Pixel (QHD) und erinnert somit ebenfalls an das aktuelle Flaggschiff von Samsung.

Weniger offensichtlich, aber umso interessanter: Honor verzichtet beim Honor Magic auf Android. An dessen Stelle kommt ein eigenes Betriebssystem zum Zuge: Auf dem Gerät wird Honor Magic Live laufen. Das soll jedoch mit Android 6.0 kompatibel sein und somit auch Android-Apps unterstützen. Mit Honor Magic Live finden auch viele neue Funktionen ihren Weg in das Handy. So wird das Gerät unter anderem automatisch erkennen, wann es die Bildschirmsperre aktivieren oder deaktivieren soll.

Schnelllade-Funktion macht dem Akku Beine

Eine weitere Funktion ermöglicht es, dass das Honor Magic nur dann Benachrichtigungen anzeigt, wenn die Sensoren des Geräts das Gesicht seines Besitzers erkennt. Womit der Bogen zur weiteren Ausstattung des Smartphones geschlagen ist: So besitzt das magische Handy eine Dual-Kamera auf der Rückseite und eine normale Linse auf der Vorderseite. Laut dem Datenblatt des Honor Magic verfügt die Kamera auf der Rückseite über eine f/2.2-Blende und 12-Megapixel-Auflösung, während das Objektiv auf der Vorderseite eine f./2.0-Blende und 8 Megapixel in den Ring wirft.

Der Prozessor ist ein Kirin 950 von Huaweis Chip-marke HiSilicon mit einer Leistung von acht Kernen (4×2,3 Ghz, 4×1,8 Ghz). Er wurde unter anderem schon im Honor 8 und Huawei Mate 8 verbaut. Außerdem mit an Bord sind 4 GB RAM und 64 GB interner Speicher. Eine Besonderheit stellt noch der Akku des Honor Magic dar. Er hat eine Kapazität von 2.900 mAh und verfügt zudem über eine Schnelllade-Funktion. Damit lässt sich die Batterie, die per USB-Typ-C geladen werden soll, laut Honor innerhalb von 10 Minuten auf 40 Prozent der Akkuleistung bringen. Nach 20 Minuten sind es schon 70 Prozent.

Erscheint „erst mal“ nicht in Deutschland

Das Honor Magic soll laut dem Unternehmen vorerst nur in China erscheinen. Der Pressesprecher von Honor Deutschland räumte gegenüber inside-handy.de ein, dass es „erst mal“ nicht in Deutschland erscheinen soll. Die spezielle Wortwahl lässt Raum für Spekulationen. Ein Preis wurde bisher nicht genannt.

Wer jedoch mit dem Gedanken spielt, sich das Honor Magic importieren zu lassen, darf sich freuen: Laut Datenblatt unterstützt das Gerät die in Deutschland wichtigen LTE-Bänder 3, 7, 20 und 28. Übrigens: Das Honor Magic erscheint in den Farben „Golden black“ und „Porcelain white“.

Honor Magic im Hands-on

Auf der CES in Las Vegas hatte die Redaktion von inside-handy.de die Möglichkeit, sich einen direkten Eindruck vom Honor Magic zu verschaffen. Ein Honor-Mitarbeiter erklärte, dass das Gerät in China nach der Markteinführung auf großes Interesse gestoßen ist und bereits kurze Zeit später komplett ausverkauft gewesen sei. Man prüfe nun, die Produktionskapazitäten zu Steigern und die Einführung des umgerechnet rund 400 Euro teuren Smartphones auch auf andere Regionen auszuweiten. Ob auch Deutschland dann zu den Ländern zählen wird, in denen das Handy angeboten wird, ist aber nicht in Erfahrung zu bringen gewesen.

Nimmt man das Honor Magic in die Hand, wird vor allem eines deutlich: Das Smartphone ist nicht nur erstaunlich flach, sondern auch sehr leicht. Durch seine stark abgerundeten Kanten auf der Rückseite und das leicht gebogene Display liegt es wie ein abgeschliffener Kieselstein in der Handfläche und erweist sich als wahrer Handschmeichler. Auffällig auch: Weil das Honor Magic eine sehr flache Bauweise hat, blieb den Designern des Handys keine andere Möglichkeit, als den SIM-Karten-Schacht am Fußende unterzubringen. Insgesamt muss dem Mobiltelefon eine sehr gute Verarbeitung bescheinigt werden. Einziges kleines Manko: Insbesondere auf der Rückseite werden Fingerabdrücke sehr schnell sichtbar.

Highlight des Smartphones dürfte neben dem verbauten Kirin-950-Prozessor das Display sein. Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass der Bildschirm nicht nur einen starken Kontrast, sondern auch eine gute Blickwinkelstabilität vorweisen kann. Auch bei der Farbintensivität kommen die Vorteile des AMOLED-Displays zum Vorschein. Ein interessantes Feature, das ebenfalls den Bildschirm betrifft: Wer mag, kann sein Handy gegen neugierige Blicke sperren. Dafür wird das Gesicht des Besitzers mit der Frontkamera gescannt und im Anschluss können Nachrichten nur noch vom Handy-Eigentümer gelesen werden. Anderen Nutzern wird beim Halten des Handys nur der Hinweis „neue Nachricht“ angezeigt, sehen aber nicht den Inhalt oder den genauen Absender.

Honor Magic Hands-on

Auf der CES in Las Vegas wurde auch deutlich: Der auf der Vorderseite in den Home-Button integrierte Fingerabdrucksensor ist mehr als das. Er „versteht“ Gesten und lässt sich zum Beispiel auch als Zurück-Taste verwenden, indem einfach auf ihm von rechts nach links gewischt wird.

Alles in allem ist Honor mit dem Magic ein Smartphone gelungen, das auch auf dem deutschen Markt viele Freunde gewinnen dürfte. Ein ansehnliches Design, gepaart mit einer schönen Haptik und einem schnellen Prozessor: so stellt man sich ein Telefon als Alltagsbegleiter vor. Abzuwarten bleibt, ob und wann das Smartphone auch hierzulande in den Handel kommen wird.

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