Aktuelle Kinofilme zuhause mit iTunes

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Geschenkkarten iTunes
Bildquelle: Apple Inc.
Aktuelle Kinofilme zuhause ansehen – der Gedanke ist verlockend, die Möglichkeiten jedoch meist illegal. Apple möchte künftig aktuelle Filme über iTunes anbieten und ist deshalb mit Hollywood-Studios bereits in Gesprächen. Diese sind dem für den Nutzer teuren Vergnügen nicht abgeneigt.

25 bis 50 US-Dollar sind als Preis für einen aktuellen Blockbuster veranschlagt, der schon 14 Tage nach Kinostart zum Streaming angeboten werden könnte, wie Bloomberg berichtet. Fox, Warner und Universal sind laut dem Bericht durchaus angetan von der Idee, Filme so früh auch schon für die Heimkinonutzung zu verwerten. Große Kinoketten hingegen bekommen es mit der Existenzangst zu tun und bewerten das Vorhaben dementsprechend kritisch.

Auch das Startup Screening Room des Napster-Gründers Sean Parker wollte aktuelle Filme streamen und bekam ordentlich Gegenwind der Multiplex-Betreiber zu spüren. Sie argumentierten mit der Gefahr illegaler Kopien und damit, dass das Kinoerlebnis entwertet würde. Nur Paramount hat mit zwei großen Kinoketten bereits eine Vereinbarung in der Tasche: Der Filmverleih würde die Multiplexe am Umsatz mit dem Premium-Streaming-Angebot beteiligen.

Warten aus Tradition

Die klassische Verwertungskette der Filmindustrie sieht normalerweise eine 90-tägige Exklusivperiode vor, in denen neue Filme nur im Kino zu sehen sind. Erst dann werden die Filme für die Heimvideoverwertung freigegeben. In der Regel wird hier mit Blu-ray und DVD begonnen, ein bis zwei Wochen später ist der Streaming-Kauf und noch einige Wochen später die Streaming-Miete möglich. In die Flatrate-Pakete von Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime schaffen die Filme es dann meist erst geraume Zeit später. Die lange Wartezeit, bis ein Film auf der heimischen Couch genossen werden kann, dürfte für die Popularität von Raubkopien mitverantwortlich sein.

Netflix hat das Warten satt und fordert seit einiger Zeit ein Umdenken in der Filmindustrie. Bis es soweit ist, setzt der Streaming-Primus auf Eigenproduktionen, um seinen Abonnenten außergewöhnliche Inhalte bieten zu können. Auch Konkurrent Amazon produziert für sein Prime Video Angebot Inhalte mit großem Aufwand selbst. Apple hingegen hat derzeit kein Abo-Angebot für Video-Inhalte im Programm und könnte deshalb von der Strahlkraft aktueller Hollywood-Produktionen enorm profitieren.

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