Snapdragon 835 lässt Kirin 960 alt aussehen

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Qualcomm Snapdragon
Bildquelle: Qualcomm
Vor einigen Wochen hat Qualcomm seinen Snapdragon 835 vorgestellt, der im nächsten Jahr die Nachfolge von des Snapdragon 820 und 821 antreten soll. Der Chip ist einer der ersten Systems-on-a-Chip (SoCs), der im 10-nm-Verfahren gefertigt wird. Auf erste Geräte muss noch bis zu den großen Messen im nächsten Jahr gewartet werden, ein veröffentlichter Benchmark stellt jedoch schon jetzt die Leistungsfähigkeit unter Beweis.

Schon immer zeichneten sich Qualcomms Chips durch eine starke Leistung im Grafikbereich aus, wo die Kalifornier die ungekrönten Könige sind und sich bisher nicht die Butter vom Brot haben nehmen lassen. Nun ist ein GFXBench-Ergebnis eines Entwicklerboards des neuen Flaggschiff-Chips von Qualcomm aufgetaucht, das aufhorchen lässt. Mit einem 5,9 Zoll Quad-HD-Display, 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB internem Speicher sowie einer 20 Megapixel-Kamera entspricht die Entwicklungs-Einheit mit Android Nougat dem aktuellen Stand der Technik. Das Herzstück jedoch bildet der Qualcomm Snapdragon 835 mit seinen acht Kernen, die eine Geschwindigkeit von bis zu 2,2 GHz an den Tag legen.

Verglichen mit der ARM Mali-G71 GPU, die sich im Kirin 960 des Huawei Mate 9 findet, zeigt sich die Adreno 540 GPU des Snapdragon 835 weit überlegen im GFXBench: So konnte der Snapdragon im Test Manhattan 3.1 ganze 2.571 Einzelbilder (45,1 fps) erreichen, wohingegen der Kirin 1.528 Frames (24,6 fps) schaffte. Im Manhattan-Test erreichte die Qualcomm-GPU 3.839 Frames (61,9 fps) gegen 2.090 Einzelbilder (33,7 fps) die Huaweis Chip auf den Bildschirm bringen konnte und leistete somit fast das Doppelte. Auch im T-Rex-Test ließ das Qualcomm-Flaggschiff den Huawei-Prozessor alt aussehen: Hier stehen 6.435 Frames (115,2 fps) nur 4.059 Frames (72,5 fps) gegenüber.

Benchmark-Vergleich zwischen Snapdragon 835 und Kirin 960
Bildquelle: GizmoChina 

Huawei, die zum Teil auch auf Qualcomm-Chips in ihren Smartphones setzen, dürften diese Ergebnisse gar nicht schmecken. Die Chinesen sind nun wieder am Zug und werden – wahrscheinlich im Spätherbst 2017 – eine neue Prozessorgeneration präsentieren. Ob diese in puncto Grafikleistung dann nur zu dem Qualcomm-Chip aufschließt oder man wirklich einen neuen Maßstab setzt, den die Konkurrenz dann erstmal erreichen muss, wird die Zeit zeigen.

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