GPS-Probleme treiben Nutzer zur Weißglut

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Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus
Bildquelle: Michael Büttner / inside-intermedia.de
Neuer Ärger im Hause Apple. Zahlreiche Besitzer eines iPhone 7 beschweren sich im Netz vermehrt über enorme GPS-Probleme, die sich durch Sprünge und ungenaue Angaben in diversen Tracking-Apps äußern. Auch ein iPhone 7 Plus der inside-handy.de-Redaktion ist davon betroffen. Ein Umtausch des Geräts soll laut Apple möglich sein. 

Im Apple-Support-Forum häufen sich Beschwerden bezüglich der GPS-Genauigkeit auf neuen iPhones. Betroffen sollen alle Apps sein, die auf den Standort zugreifen. So ist zu beobachten, dass in Google Maps und Apples eigener Karten-App in Bezug auf den Standort des Nutzers Sprünge stattfinden, die teilweise mehrere Kilometer weit reichen. Auch das neue iPhone 7 Plus einer inside-handy.de-Redakteurin ist von den Problemen betroffen. So springt die blaue Standort-Angabe in den Navi-Apps von Straße zu Straße, obwohl das iPhone sich ohne Bewegung in der Redaktion befindet. Beim Navigieren im Auto äußerte sich das GPS-Problem durch immer neue Routen-Berechnungen während der Fahrt. Die App Pokémon GO arbeitet aufgrund des Fehlers überhaupt nicht mehr. Gefährlich bei solchen Apps, da GPS-Sprünge bekanntermaßen zum Ausschluss aus dem Spiel führen können, wie inside-handy.de im Sommer bereits berichtet hat.

Apple-Support geht auf GPS-Problem ein

Apple verschließt vor diesem Problem anscheinend nicht die Augen. In vielen amerikanischen Fällen wurden betroffene Geräte bereits ausgetauscht – mehr oder weniger erfolgreich. Es scheint, als seien eine oder mehrere Margen der iPhones von dem Problem betroffen. Da Apple die Geräte großzügig austauscht ist auch davon auszugehen, dass der GPS-Fehler nicht durch ein Software-Problem behoben werden kann. Im Falle des betroffenen iPhone 7 Plus der Redaktion wurde der Fall ausführlich von Apple-Support-Mitarbeitern am Telefon behandelt. Innerhalb dieses Gespräches wurde deutlich, dass auch in Deutschland in mehreren Fällen das iPhone 7 bereits ausgetauscht wurde. Aufgrund des noch bestehenden Garantie-Anspruches der jungen iPhone-Generation sollten Betroffene ihr Gerät zügig bei Apple reklamieren. Die Probleme rund um die kälteanfälligen iPhone 6s-Akkus haben gezeigt, dass es nach Ablauf des Garantieanspruches schwierig ist, bei Apple Geräte zu reklamieren.

Bevor betroffene iPhones umgetauscht werden, rät der Apple-Support zum kompletten Neu-Aufsetzen des Geräts, ohne dabei ein Back-Up aufzuspielen. Sollte das Problem weiterhin bestehen, lohnt sich ein Termin im Apple Store an der Genius-Bar oder das Einschicken des Geräts. Bei Nutzung der postalischen Reklamation muss jedoch auf jeden Fall sieben bis zehn Tage gewartet werden, bis das Gerät zum Nutzer zurückkommt. Ob es ein offizielles Austausch-Programm für das GPS-Problem der neuen iPhone-Generation geben wird, ließ der Apple-Mitarbeiter am Telefon offen. Man könne sich das in diesem Fall jedoch gut vorstellen. Sollte es zu einem Austausch-Programm kommen, lässt sich das auf der Programm-Seite von Apple einsehen.

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