Der Diebstahlschutz des iPads lässt sich umgehen – wenn man schnell genug ist

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Apple iPad Pro
Bildquelle: Apple
Es ist möglich, den Diebstahlschutz von iPads mit iOS 10.1.1 zu überbrücken. Das zeigt ein Video auf YouTube. Dazu bedarf es einiger Tricks beim Einrichten des Gerätes sowie einem Smart Cover und wirklich schnellen Reaktionen. Mit dem kommenden Betriebssystem-Update, sollte der Fehler aber Geschichte sein.

Neues aus den Hacker-Test-Laboren: Laut eines Videos des Users „vulnerability0lab“ ist es mit einigen Tricks möglich, die Aktivierungssperre eines iPads mit iOS 10.1.1 zu umgehen. Eigentlich soll die Funktion zusammen mit dem Feature „Find my iPhone“ dafür sorgen, dass als gestohlen gemeldete Apple-Geräte erst wieder in Betrieb genommen werden können, wenn der registrierte Besitzer seine Apple-ID angibt.

Fehlendes Zeichenlimit zwingt iOS in die Knie

Wie in dem Clip gezeigt, lässt sich die Sperre aber mit einigen Handgriffen überbrücken. Angriffstor ist die WLAN-Abfrage beim Aktivierungsprozess: Wenn dort der Punkt „Anderes Netzwerk wählen“ angetippt wird, erscheint eine Eingabe-Maske. Dort lassen sich nun unendliche viele Zeichen und Buchstaben eintippen, die dafür sorgen, dass iOS aufgrund eines fehlenden Zeichenlimits ins Straucheln gerät.

Legt man nun das Smart-Cover auf das iPad und dreht es vorher noch, geht das Betriebssystem endgültig in die Knie. Nach dem erneuten Abheben des Display-Schutzes ist eine Sekunde lang der Home-Screen zu sehen. Mit dem richtigen und schnellen Timing lässt sich das iPad so zugänglich machen und die Aktivierungssperre umgehen.

iOS 10.2 dürfte für Abhilfe sorgen

Der Fehler ist jedoch nicht neu: Die Sicherheitslücke wurde Apple schon im Oktober gemeldet und seit Ende November gibt einen ausführlichen Bericht zu dem Bug (auf den sich „vulnerability0lab“ stützt). Wie Ars Technica berichtet, sei es grundsätzlich möglich, den Fehler zu reproduzieren. Dies sei aber nicht so einfach, wie berichtet.

Apple iPad mini 4 vs. iPad mini 3

Die Methode funktioniert nur bei iPads. iPhones sind von dem Fehler nicht betroffen. Der Bug ist auch unter iOS 10.1.1 noch vorhanden. Er dürfte mit dem nächsten großen Update auf iOS 10.2 aber behoben werden.

Apple bietet neue Beta-Version für iOS 10.2 an

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