DroneGun holt Drohnen per Störsignal vom Himmel

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DroneGun
Bildquelle: DroneShield
Drohnenabwehr wird weiltweit zum Trend. Nun hat ein australisch-amerikanischer Hersteller seine Methode gegen unerwünschte Flugobjekte vorgestellt. Die massige DroneGun soll Drohnen ganz sanft "abschießen". In einem amüsanten Werbevideo wird die "Waffe" von Hersteller DroneShield vorgestellt. Was witzig aussieht, könnte jedoch ernsthafte Gefahren bändigen.

Die DroneGun des australisch-amerikanischen Herstellers DroneShield wiegt stolze sechs Kilogramm und soll Drohnen bis einer Entfernung von zwei Kilometern „abschießen“ können. In dem YouTube-Video der Firma wird schnell klar, dass das Abschießen der Drohne doch eher sanft über die Bühne geht. Die DroneGun fährt keine harten Geschütze auf, um Drohnen aus dem Luftraum zu holen, sondern nutzt Störsignale. Laut Hersteller handelt es sich um Signale im Frequenzbereich von 2,4 und 5,8 GHz. Im Video wird die „Waffe“ auf die Drohne gerichtet und stört das GPS-Signal der Besitzer-Fernbedienung. Die DroneGun übernimmt daraufhin die Kontrolle über das Flugobjekt und kann sie landen.

Was wie ein lustiger Scherz aussieht, um Drohnen-Besitzer zu ärgern, soll tatsächlich für Ernstfälle gedacht sein. Spekulationen zufolge sollen Terrorgruppen handelsübliche Drohnen mittlerweile so umbauen, dass sie Sprengstoff transportieren und abwerfen können. Hersteller DroneShield will mit der DroneGun eine Kontroll-Möglichkeit bieten: „Die DroneGun macht das kontrollierte Steuern von Drohnen, aus denen Gefahr hervorgehen kann, möglich, ohne einen Schaden an der Drone und der Umgebung zu verursachen.“ Auf seiner Website erklärt der Hersteller außerdem, dass die Drohne entweder gelandet werden kann, oder zurück zum Startpunkt geschickt wird. Dies sei besonders von Vorteil, um den Drohnen-Piloten ausfindig zu machen.

Auch Deutschland wird gegen Drohnen gewappnet

Nicht nur ausländische Unternehmen arbeiten verstärkt an einer Drohnenabwehr. Jüngst hat auch die Deutsche Telekom einen Plan zur Abwehr von Drohnen vorgestellt, der sich aufgrund der Kosten wohl eher an Unternehmen mit kritischer Infrastruktur richtet. Für knapp 30.000 Euro werden beim sogenannten Magenta Drohnenschutz der Telekom zwar keine Flugobjekte „abgeschossen“. Dafür soll ein Schutzschild den gewünschten Luftraum gegen Drohnen absichern. Der erste Schritt besteht hier jedoch nur im Detektieren von Drohnen. Im zweiten Schritt können sich Kunden dann für elektrische Störsignale entscheiden, die den Luftraum gänzlich absichern sollen. Solche Störsender unterliegen in Deutschland allerdings Genehmigungen der entsprechenden Behörden. Ein Grund mehr, warum die mobile DroneGun aus den USA ihren Weg wohl nicht so leicht nach Deutschland finden wird.

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