Update Nokia-Handys im Hands-On Nokia 3, 5 und 6: Smartphone-Riege startet ab 160 Euro im Juli

vom 02.07.2017, 11:44
Nokia MWC 2017 Nokia 3 Nokia 5 Nokia 6 und Nokia 3310 (2017)
Bildquelle: Nokia

Diese Präsentation wurde von der Nokia-Fangemeinde lang herbeigesehnt: Auf dem MWC in Barcelona hat das finnische Unternehmen HMD Global gleich vier neue Nokia-Telefone vorgestellt. Neben drei neuen Smartphones mit Android 7, zeigte HMD zudem einen alten Klassiker in neuem Gewand: das Nokia 3310. Nach und nach kommen die Geräte auf den Markt. Nokia hat nun einen offiziellen Marktstart bekannt gegeben.

Während die Neuauflage des Kulthandys Nokia 3310 schon seit geraumer Zeit auf dem Markt erhältlich ist, hielt sich Nokia respektive HMD Global hinsichtlich der Smartphones Nokia 3, 5 und 6 bedeckt. Während bisher vermutet wurde, dass die drei finnischen Geräte schon im Juni auf den Markt kommen, hat das Unternehmen nun vermeldet, dass die Geräte erst in diesem Monat starten.

Den Anfang wird das Nokia 3 machen, wie die Technikseite Golem berichtet. Entgegen früherer Berichte wird das Handy allerdings doch ein wenig teurer: Anstelle von 140 Euro wird das kleinste Nokia-Smartphone für 160 Euro am 3. Juli in den Handel kommen. Ende Juli werden dann das Nokia 5 und 6 nachziehen. Auch der Kostenpunkt für das Nokia 5 fällt höher aus als gedacht, sodass für das Smartphone 210 Euro verlangt werden. Das Nokia 6 wird 250 Euro kosten.

In Deutschland werden unter anderem Media Markt und Saturn, Amazon, Cyberport und notebooksbilliger.de Vertriebspartner von Nokia und HMD Global sein. Daneben werden die neuen Nokia-Smartphones ihren Weg auch zu Mobilfunkanbietern finden, mitunter zu mobilcom-debitel.

HMD Global ist seit Ende 2016 für die Marke Nokia im Einsatz. Auf dem MWC in Barcelona hat das Unternehmen insgesamt vier neue Telefone des finnischen Mobilfunk-Urgesteins vorgestellt.

Das Nokia 6

Das Nokia 6 ist das größte Modell der neuen Serie und kommt mit einem 5,5-Zoll-Full-HD-Display. Geschützt wird der Bildschirm mit Cornings Gorilla Glas. Der interne Speicher fällt mit 32 GB Speicherplatz ab Werk doppelt so groß aus, wie die beiden anderen neuen Nokia-Smartphones. Zudem kann das Nokia 6 auf bis zu 128 GB aufgestockt werden. Die Hauptkamera löst mit 16 Megapixeln auf. Vorne bleibt alles wie beim Nokia 3 und Nokia 5: Die Selfie-Kamera bietet 8 Megapixel. Der Snapdragon 430 von Qualcomm kann beim Nokia 6 auf 3 GB Arbeitsspeicher zugreifen und taket auf acht Kernen.

Nokia 6: Hands-On

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    Das Nokia 6 auf dem MWC 2017
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    Das Nokia 6 auf dem MWC 2017

Nokia 6 – Hands-On

Das Nokia 6 stellt das erste Flaggschiff der finnischen Marke nach der Rückkehr aus der Versenkung dar. Beim ersten Kontakt mit dem Nokia 6 stellt sich erst einmal Ernüchterung ein: Das Smartphone ist nicht perfekt und ist ebenfalls nicht direkt der Knaller, den viele von Nokia erwartet haben. Trotzdem legt das Nokia 6 einen seriösen Auftritt auf das MWC-Parkett hin. Das Schutzglas inklusive des Metallrahmens, der flach und kantig daher kommt, geben designerische Hinweise auf das Nokia Lumia 930 und damit auf das letzte echte Flaggschiff der Finnen.

Doch die kleinen Reminenzensen wie beispielsweise auch der Nokia-Schriftzug auf der Front, reichen nicht, damit sich das typische Nokia-Lumia-Gefühl einstellt. Die schwarze Version des Nokia 6 strotzt dazu vor Dreck: Fingerabdrücke und auch Schmierer vom Halten des Geräts vermiesen den sonst sehr schicken schwarzen und glänzenden Lack auf der Rückseite.

Beim ersten Anheben des Nokia 6 wird ein weiteres Manko in der Haptik deutlich. Das Smartphone sieht massiv aus und ist dafür erstaunlich leicht. Was auf der einen Seite ein Vorteil ist, immerhin muss man sich nicht so anstrengen, wenn das Handy beim Spielen oder Video streamen lange Zeit gehalten werden muss, schränkt auf der anderen Seite das Qualitätsgefühl etwas ein. In die gleiche Kerbe schlägt auch die Einbindung des Kameramoduls. Hier hätte es gerne auch etwas hochwertiger zugehen können.

Das rückseitige Design wird von der Kamera, einem Nokia-Schriftzug und den an die Ränder gedrängten Antennenstreifen geprägt. Matte Materialien wie beispielsweise beim Lumia 930 oder ein besonderer Kniff wird hier nicht geboten. Es herrscht also eher Mittelmaß beim Comback des ehemaligen Handymarkt-Dominator.

Preise und Verfügbarkeit des Nokia 6

Via Twitter hat Nokia nun, im Mai 2017, die Preise für das Nokia 6 in Euro bekanntgegeben. Hierzulande soll das Smartphone zu einer unverbindlichen preisempfehlung von 229 Euro auf den Markt kommen. Eine limitierte Edition, das Nokia 6 Arte Black, kostet hingegen 299 Euro. Im Laufe der Konversation unter dem Preis-Posting von Nokia machte das Unternehmen außerdem Angaben zum Marktstart: So sollte das Smartphone in Kürze auf dem Markt erscheinen. Die vage Aussage Nokias "Mai oder Juni" wird von verschiedenen Online-Händlern unterstützt, die das Handy in Kürze ausliefern wollen. Teilweise kann es sich allerdings auch um jene Version des Nokia 6 handeln, die bereits im Januar in China auf den Markt gebracht wurde. Hier ist mit Umsicht beim Online-Kauf vorzugehen.

Das Nokia 3

Die kleinste und abgespeckteste Version ist das neue Nokia 3. Das Handy verfügt über ein Polycarbonat-Gehäuse und einen Aluminiumrahmen. Das 5 Zoll große Display besteht aus Cornings Gorilla-Glas und visualisiert pures Android 7.0 Nougat. Der interne Speicher des Nokia 3 verfügt über magere 16 Gigabyte, kann aber durch eine Micro-SD-Karte auf bis zu 128 GB aufgestockt werden. Im Inneren des Nokia 3 arbeitet ein MTK-6737-Quad-Core-Prozessor, der auf 2 GB RAM zugreift und mit 1,3 GHz taktet. Das Nokia 3 ist NFC-fähig und besitzt einen Beschleunigungssensor sowie ein Gyroskop. Es ist in den Farben Weiß, Schwarz, Blau und Orange verfügbar. Beide Kameras des Nokia 3 lösen mit 8 Megapixeln auf.

Nokia 3: Hands-On

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    Das Nokia 3 auf dem MWC 2017
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    Das Nokia 3 auf dem MWC 2017

Das Nokia 5

Das Nokia 5 kommt ebenfalls mit purem Android Nougat und besitzt ein 5,2-Zoll großes IPS-LCD-Display. Im Herzen des Nokia 5 arbeitet ein Snapdragon 430 mit acht Kernen. Ein 3.000 mAh-Akku soll das Nokia-Smartphone mit Strom versorgen. Wie das Nokia 3 bietet das neue Nokia 5 16 GB Speicher, der auf bis zu 128 GB aufgestockt werden kann. Die Hauptkamera des Nokia 5 löst mit 13 Megapixeln auf, während die Selfie-Kamera ebenfalls mit 8 Megapixeln Selbstportraits festhält.

Nokia 5: Hands-On

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    Das Nokia 5 auf dem MWC 2017
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    Das Nokia 5 auf dem MWC 2017

Bleibt sich treu: Das neue Nokia 3310

Ebenfalls im Gepäck von Nokia auf dem MWC ist das 3310. Das Nokia-Kulthandy wird in einer aufgepeppten 2017er-Ausführung neu auf den Markt gebracht.

Nokia 3310 (2017): Hands-On

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    Das Nokia 3310 (2017) auf dem MWC 2017
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    Das Nokia 3310 (2017) auf dem MWC 2017

Im Gegensatz zum Original wird das neue 3310 mit einem wesentlich größeren Farb-Display ausgestattet. Größer heißt aber nicht direkt besser: Die Auflösung des neuen Bildschirms hat sich nur leicht verbessert, um die Akku-Laufzeit zu schonen, und so Gesprächzeiten von bis zu 22 Stunden zu ermöglichen. Das Nokia 3310 soll noch Ende Mai in Deutschland auf den Markt komme und rund 60 Euro kosten.

Nokia 3310 – Neuauflage aus der Enterprise

Mit Worten wie „Kult“, „Legendär“, oder „Revolutionär“ wird schon seit geraumer Zeit viel zu leichtfertig umher geschmissen. Betrachtet man sich das Nokia 3310 erhielt es vor allem aufgrund seiner Verbreitung einige der genannten Eigenschaften zugeschrieben. Dass es jedoch für die allermeisten Mobilfunk-Fans über 30 mit einer Kindheit oder Jugenderinnerung verbunden wird, zeigt seine Bedeutung und ein weiteres Argument für die erwähnte Charakterisierung.

Die Neuauflage des Nokia 3310, das 3310 (2017) wird wohl keine der Eigenschaften irgendwann zugeschrieben. Dafür wird es wohl nicht oft genug verkauft und es ist auch nicht so robust verbaut, wie sein Vorgänger. Dazu kommt ein grenzwertiges Design und ein Plastikgehäuse, das zwar schon fast schmerzhaft bunt, jedoch auch recht günstig daher kommt. In der Hand liegt das 3310 (2017) ebenfalls nicht ideal. Die Tastatur ist für die vorgesehene Handhhaltung zu weit unten angebracht und so ist es schwierig, schnell über das mechanische Wahlfeld zu schreiben.

Insgesamt ist das Nokia 3310 kein Handy für Fans des alten Haudegen, der noch in so vielen Schreibtisch-Schubladen liegt und bei Bedarf sogar bereit wäre seinen Dienst wieder aufzunehmen. Dafür ist das neue 3310 (2017) einfach zu willkürlich und zu weit weg vom Original.



Bildquelle kleines Bild: Nokia | Autor: Redaktion inside handy
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Themen dieser News: Nokia, Mobilfunk-News, MWC Barcelona, Smartphones, Tablets, Unternehmen und Märkte

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