Goood startet in Deutschland und Österreich

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Gründungsteam von Goood
Bildquelle: Goood
Gutes tun, ganz ohne was dafür zu tun: Das Konzept des sozialen Mobilfunk-Anbieters Goood klingt nicht nur für Weltverbesserer verlockend. Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne will der Anbieter noch in diesem Jahr in Deutschland an den Start gehen und schon im nächsten Jahr auch in Österreich den Mobilfunkmarkt umkrempeln.

Wenn viele Leute einen kleinen Beitrag leisten, kann viel Gutes bewirkt werden. Mit diesem Konzept möchte das Münchener Mobilfunk-Startup Goood an den Start gehen und Mobilfunktarife anbieten, bei denen der soziale Gedanke bereits ein fester Bestandteil ist. Der Clou: 10 Prozent des monatlichen Paketpreises sollen an eine wohltätige Organisation gehen, die der Mobilfunk-Kunde sich aussuchen darf. Ohne Abzüge, transparent und fair. Außerdem hat die Firma sich auf die Fahnen geschrieben, andere soziale Startups zu fördern. So sollen in jedem Jahr 25 Prozent des Geschäftsgewinns in andere Social-Startups reinvestiert werden.

Gutes nach berühmtem Vorbild

Die Idee von Goood ist gut, doch neu ist sie nicht: Bereits seit einiger Zeit ist The People’s Operator, kurz TPO, im Vereinigten Königreich aktiv und verfolgt einen ganz ähnlichen Ansatz. Auch hier wird ein Teil der monatlichen Kosten an einen guten Zweck abgeführt. Hinter TPO steht Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, der das Konzept in diesem Jahr auch in den USA einführte.

Crowdfunding macht’s möglich

Damit Goood an den Start gehen konnte, führte das Startup um die ehemalige Telekom-Austria-Marketingvorständin Claudia Winkler eine Crowdfunding-Kampagne durch, die ein voller Erfolg wurde. Das Finanzierungsziel konnte zu 194 Prozent erfüllt werden, die Einnahmen durch das Crowdfunding waren also fast doppelt so hoch wie erhofft. „Für uns als Gründer war die Crowdfunding-Kampagne eine neue und sehr spannende Erfahrung. Die Reaktionen, die Reichweite und das Feedback hat uns sehr motiviert und uns gezeigt, dass es Zeit für einen sozialen Mobilfunkanbieter ist“, so Winkler.

Dieses Jahr wird Deutschland „goood“, nächstes Jahr Österreich

Noch in diesem Jahr will das Gründer-Team mit seinen Angeboten in Deutschland starten – realisiert werden diese im Netz von Telefónica (O2/E-Plus). Doch schon im nächsten Jahr soll auch der österreichische Markt auf dem Plan stehen – früher als gedacht. „Für uns war der Start in Österreich von Beginn an klar. Aber es freut uns natürlich sehr, dass wir während der Crowdfunding-Kampagne so viel Unterstützung aus Österreich erfahren haben. Deswegen haben wir unsere Pläne angepasst um bereits früher in Österreich starten zu können“, sagt Goood-Mitbegründer Matthias Frenzl.

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