In Zukunft macht Lenovo nur noch Motos

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Lenovo Moto Z
Bildquelle: Mchael Stupp / inside-handy.de
Lenovo ist weiterhin fleißig damit beschäftigt, seine Smartphone-Sparte neu zu organisieren und den 2014 von Google übernommenen Hersteller Motorola in diese zu integrieren. Nun wurde bekannt, dass die Marke Lenovo als Smartphone-Marke aufgegeben werden soll – überall auf der Welt.

Da sich der Erwerb von Motorola Mobility für Lenovo nicht ganz so prächtig entwickelt hat, wie es sich der chinesische Marktführer für PCs gewünscht hätte, zieht der Konzern nun personelle Konsequenzen. So muss Xudong Chen, der bisher die chinesische Mobile Business Group von Lenovo leitete das Feld räumen und macht Platz für Gina Qiao, die sich bisher für das Personalwesen bei dem Konzern verantwortlich zeichnete. Doch gerade dies und ihre Erfahrung im Marketing in China machen sie zu einer optimalen Kandidatin für den Job, wie Lenovo-Chef Yang Yaunqing gegenüber dem Magazin Campaign Asia-Pacific beteuerte.

So richtig hatte sich Lenovo als Produktmarke für Smartphones außerhalb Chinas nicht etablieren können, hier war schon immer Motorola die bekanntere Marke. Nun sieht es so aus, als würde Lenovo auch im Heimatmarkt unter neuer Leitung künftig vor allem auf die Moto-Produktlinie mit dem berühmten Batwing-Logo setzen. Der längerfristig erwartete Abschied von der Marke Moto dürfte damit endgültig vom Tisch sein.

Bisher hatte Lenovo in asiatischen Märkten vor allem auf die Stärke seiner Hauptmarke vertraut, die unter dem neuen Branding völlig in den Hintergrund tritt. So sucht man auch auf dem Gehäuse des neuen Moto M, das der Hersteller dieser Tage für den chinesischen Markt vorgestellt hat, das Lenovo-Logo vergebens. Nur auf der Verpackung ist es sehr dezent angebracht, genauso wie der Hersteller auch hierzulande mit dem Moto G und dem Moto Z verfährt. Auf den Geräten selbst taucht der Name Lenovo nur in der Boot-Animation auf.

Obwohl das Geschäft mit Smartphones unter der Marke Moto im zweiten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent nachgab, lobte der Lenovo-CEO das Volumenwachstum im Vergleich zum vorangegangenen Quartal von 20 Prozent sowie die Steigerung der Gewinnmarge pro verkauftem Gerät. PCs sind für Lenovo jedoch weiterhin das Hauptgeschäft, die Sparte steuert nach wie vor rund 70 Prozent zum Konzerngewinn bei. Durch die nun gestraffte Markenführung dürften sich die Entwicklungskosten reduzieren lassen, sodass die Handysparte in Zukunft wieder mehr abwirft.

So viel Verlust macht die Handysparte von Lenovo

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