Vodafone startet 500-Mbit/s-Übertragung im Mobilfunknetz

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Vodafone Technik-Chef Eric Kuisch präsentiert neue Spitzengeschwindigkeit
Bildquelle: Vodafone
Vodafone hat an zwei Standorten – Berlin und Düsseldorf – neue LTE-Funkzellen installiert, mit denen rekordverdächtige Übertragungsgeschwindigkeiten über das Mobilfunknetz möglich sind. Getestet wurden die LTE-Geschwindigkeiten mit einem Sony Xperia XZ, Für Otto Normalverbraucher wird die Infrastruktur aus Softwaregründen wohl erst 2017 zugänglich sein.

„Bergfest auf dem Weg zur Gigabit-Gesellschaft“

Vodafone lässt sich für das Erreichen des „Bergfestes auf dem Weg zur Gigabit-Gesellschaft“ feiern und sieht bei der Entwicklung der Datenraten noch kein Ende in Sicht. Mit den nun erreichten 500 Mbit/s ist man der erste Netzbetreiber, der diese Übertragungsgeschwindigkeit in einem kommerziell genutzten Mobilfunknetz in Deutschland erreicht.

Freigeschaltet wird die Geschwindigkeit für alle Vodafone-Kunden, die in ihrem Vertrag LTE Max zugesichert bekommen haben. Voraussetzung für die Spitzengeschwindigkeit ist neben einer entsprechend leistungsfähigen Hardware auch die Firmware.

Auf dem zum Test genutzten Sony Xperia XZ wurde eine nicht öffentlich gemachte Firmware genutzt, flächendeckend sollen die High-End-Geräte der verschiedenen Hersteller im ersten Quartal 2017 mit entsprechenden Voraussetzungen per Update ausgerüstet werden. Ebenfalls will Vodafone das eigene Mobilfunknetz bis dahin mit weiteren 500-Mbit/s-Zellen ausstatten, sodass LTE-Max-Kunden für die maximale Datengeschwindigkeit nicht extra nach Berlin oder Düsseldorf reisen müssen.

Technisch werden die Datengeschwindigkeiten hierbei durch die Bündelung der Frequenzbänder mit 800, 1.800 und 2.600 MHz erreicht. Vodafone gibt hier das Beispiel eines YouTube-Videos an, das bei 10 Minuten und 80 GB nur rund zwei Sekunden bräuchte, um gänzlich heruntergeladen zu werden.

Prototypen-Terminal für Gigabit-Verbindung im Test

In Vodafones deutscher Heimat Düsseldorf wird außerdem aktuell ein Gigabit-Terminal getestet, das dank einem – perspektivisch im Endgerät verbauten – LTE-Modul von Qualcomm (Snapdragon X16 LTE) die doppelte Übertragungsgeschwindigkeit auf die Bahn bringt. In Berlin wird ein ähnlicher Prototyp von Huawei getestet. Diese Prototypen verwenden statt der drei oben erwähnten Frequenzen des Sony-Smartphones, vier parallele Datenverbindungen.

Laserübertragung: 1,72 Terabit pro Sekunde

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