Z11 mini S und N1 Lite: Nubia präsentiert zwei neue Smartphones

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Nubia Z11 mini S Hands-On
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
Nubia präsentiert auf dem Mobile World Congress gleich zwei Smartphones. Neben einer Lite-Version vom früheren N1, bringt der Hersteller das Z11 mini als S-Version neu auf den Markt. Dabei kommt allerdings kein Derivat des eigentlichen Mini-Z11 heraus, sondern ein eigenständiges Smartphone, das sich in die Z11-Serie zwischen das Mini und das herkömmliche Z11 schiebt. Auf dem MWC in Barcelona konnte die Redaktion das Handy von Nahem begutachten.

Nubia Z11 mini s

Die Aufwertungen, die Nubia seinem Z11 mini angedeihen lässt, können als umfangreich beschrieben werden. Neben einem verbesserten Prozessor, kommt auch ein größeres Display und ein Kamera-Upgrade zum Tragen. Dazu werden die Speichervarianten nach oben geschraubt. Gleich bleiben hingegen die Farbauswahl und die Designlinie.

Die Designsprache mit den geraden Linien, den abgerundeten Kanten und nicht zuletzt der roten Kameraeinfassung ist in ähnlicher Form in den bisherigen Modellen der Z11-Linie ebenfalls zu finden. Auf das rahmenlose Display des Flaggschiffs Z11 muss jedoch bei der mini-S-Version verzichtet werden. Gerade das hat sich im Test des Nubia Z11 von inside-handy.de als Highlight herausgestellt.

Technische Daten des Nubia Z11 mini S

Das Z11 mini S wird von Nubia mit einem Snapdragon 625 von Qualcomm ausgestattet und kommt mit der Grafikeinheit Adreno 506 daher. Die zentrale Recheneinheit wird von 4 GB Arbeitsspeicher komplettiert. Bei auszulagernden Daten greift Nubia auf Module mit 64 oder, je nach Modell, 128 GB Kapazität zurück.

Der Bildschirm wächst gegenüber dem herkömmlichen Z11 mini um 0,2 Zoll auf 5,2 Zoll, bietet jedoch die gleiche Auflösung was zu einer etwas geringeren Pixeldichte von 424 statt 441 ppi führt. Das sollte jedoch kein Problem darstellen, da in diesem Bereich das menschliche Auge solche Unterschiede nicht mehr wahrnehmen kann.

ZTE Nubia Z11 Mini S: Pressebilder

Bei der Kameraausstattung legt Nubia ebenfalls nach und verbaut den in diesem Jahr vorgestellten Sony-Sensor IMX318. Er löst mit 23 Megapixeln auf und wird von einem Objektiv mit sechs Elementen und einer Lichtstärke von 1:2,0 begleitet. Dazu kommt ein Dreiachsenstabilisator, der jedoch keine optische, sondern eine elektronische Bildstabilisierung realisiert. Die Frontkamera wird mit 13 Megapixel bestückt und bietet einen Sensor in der Größe 1/3,06 Zoll.

Das Nubia Z11 mini S im Hands-On

Auf dem MWC-Stand des ZTE-Sprösslings konnte sich die Redaktion von inside-handy.de einen ersten Eindruck des Geräts verschaffen. Bereits in der Größe spiegelt sich die Einordnugn in die Nubia-Z11-Familie wider: Das Z11 mini S misst in der Displaydiagonale 5,2 Zoll; durch die schlanke Bauweise liegt das Smartphone gut in der Hand. Es steht in weiten Teilen im Zeichen des großen Bruders Nubia Z11, der im Test von inside-handy.de in der Disziplin Design die volle Punktzahl erreichen konnte.

Das Z11 mini S führt die Designlinie weiter ohne dabei neue Akzente setzen zu wollen. Durch die kleinere Erscheinung dürften gerade zierliche Hände noch ein wenig mehr Spaß beim Bedienen des Smartphones haben. Ganz ohne Veränderungen kommt das Design des Z11 mini S im Vergleich zum Flaggschiff allerdings auch nicht aus: Auf der Rückseite ist beispielsweise die Leiste, in die das Kamera-Modul eingezogen ist, nicht mehr optisch abgegrenzt. Tatsächlich ist die Rückseite beim neuen Nubia-Smartphone großflächig gestaltet, also auch die Leiste am unteren Smartphone-Rand, bekannt aus dem Z11, ist nicht mehr vor Ort. Die optische Modifikation hat auch die Antennenlinien aus Kunststoff nicht verschont, die nun vom oberen Rand an die Seitenränder gewandert sind und sich als schmale Linie am Gehäuserand entlangwinden. Mit Ausnahme dieser Kontaktlinie erscheint das Z11 mini S allerdings in einem Metallgehäuse.

Nubia Z11 Mini S: Hands-On

Einige Design-Abstriche mehr müssen beim Kamera-Modul gemacht werden. Im Vergleich zum großen Z11 ist der Sensorrahmen nicht vollends in das Gehäuse eingelassen und führt die glatte Rückseite makellos fort, nein, das Z11 mini verfügt über ein um knapp einen Millimeter herausstehendes Modul. Dieses hinterlässt beim Darüberstreichen ein markantes unter Umständen auch hakeliges Gefühl.

Nichtsdestotrotz ist das Design des neuen Nubia insgesamt gelungen. Für die erneut volle Punktzahl in dieser Sparte wird es möglicherweise aber nicht reichen. Das muss allerdings auch nicht zwingend der Anspruch eines 330-Euro-Smartphones sein. Wie sich das Nubia Z11 mini S im Alltag schlägt, kann zudem erst ein ausführlicher Test des Smartphones zeigen.

Preise und Verfügbarkeit

Das Nubia Z11 miniS ist schon seit Oktober vergangenen Jahres in China zu haben. Die 64-GB-Version wird dort für umgerechnet gut 200 Euro angeboten. In Deutschland wird das Smartphone ab dem 13. März angeboten – für 329 Euro.

Nubia N1 Lite

Außerdem erhält das N1, das vor einem Jahr veröffentlicht wurde, eine Lite-Version, die wie der Name schon verrät eine abgespeckte Version des Vorgängers ist. Das Nubia N1 Lite ist mit Kunststoff umhüllt. Genau wie das N1 besitzt die Lite-Version ebenfalls ein 5,5-Zoll großes HD-Display, allerdings mit einer geringeren Auflösung von 720p. Als Prozessor dient ein 1,5 GHz MT6737 Quad-Core-Prozessor von MediaTek. Der interne Speicher enthält 16 GB, die per MicroSD-Karte auf bis zu 32 GB erweitert werden können. Der Arbeitsspeicher verfügt über 2 GB RAM. Auf der Rückseite des Smartphones befindet sich ein Fingerabdruckscanner, der 0,35 Sekunden zur Erkennung des Fingerabdrucks benötigen soll.

Die Hauptkamera des neuen Smartphones ist mit 8 GB, einer F2.0 Blende und einem Dual-LED-Blitz ausgestattet, während die Selfie-Kamera 5 Megapixel und einen Dual-LED-Blitz bereitstellt. Die Akkukapazität des Nubia N1 Lite leistet 3.000 mAh. Außerdem soll das Handy mit Android 6.0 Marshmallow ausgeliefert werden. Das Nubia N1 Lite soll im März für 150 Euro auf dem Markt erhältlich sein.

Nubia N1 Lite im Hands-On

Auch wenn die Geräte des Herstellers Nubia nicht an jeder Straßenecke zu sehen sind, so dürfte der Name dem ein oder anderen mittlerweile doch geläufig sein. So ist der in China beheimatete Hersteller auch in Barcelona auf dem Mobile World Congress vertreten, wo auf dem entsprechenden Messestand neben dem Z11 mini S auch die Lite-Version des N1 präsentiert wird.

Nubia N1 Lite: Hands-On-Fotos

Bei dem N1 Lite handelt es sich um ein 5,5 Zoll großes Smartphone, welches aus technischer Sicht im Vergleich zum N1 ein wenig abgespeckt hat. Nubia greift für das Einsteiger-Gerät tief in den Kunststoff-Topf und verzichtet auf gläserne wie auch metallene Elemente. Die Rückseite fühlt sich ein wenig gummiert an, sodass das Smartphone gut in der Hand liegt und nicht Gefahr läuft, aufgrund zu glatter Oberflächen versehentlich aus der Hand zu rutschen. Trotz dessen schafft Nubia es mit dem N1 Lite nicht ein hochwertig-aussehendes Smartphone zu produzieren, sondern verweilt optisch in einer preisgünstigen Klasse. Dicke Gehäuseränder auf der Front lassen den Nutzer ebenso sauer aufstoßen und machen das N1 Lite eher speckig dick als sportlich schlank.

Auf der Rückseite ist eine etwas magere Hauptkamera mit 8 Megapixeln samt darunter gelegenem Fingerabdrucksensor zu finden. Beide werden von farblich unterschiedlichen Metallrahmen umrundet. In dessen Mitte befindet sich ein kleiner Blitz. Das Nubia N1 Lite wird aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen März und April auf dem deutschen Markt erscheinen und für eine unverbindliche Preisempfehlung von 149 Euro angeboten werden.

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