iPhone 7: Kleinste 32-GB-Version arbeitet wesentlich langsamer

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Apple iPhone 7
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
Es heißt, die Speicherkapazität habe nichts mit der Leistung eines Smartphone zu tun – das Portal GSMArena hat sich drei Speichervarianten des iPhones einmal genauer angesehen. Dabei fiel auf: Die kleinste Speichervariante der 7er Modelle bietet nicht nur den geringsten Speicherplatz, sie soll zudem das langsamste aller Varianten sein. Was ein oftmals realitätsferner Benchmark-Test andeutet, konnte im Alltag bestätigt werden.

Im Test des Portals GSMArena befanden sich ein iPhone 7 Plus mit 32 GB Speicherkapazität, ein iPhone 7 mit 128 GB und ein iPhone 6s Plus mit dem von Apple jüngst abgeschafften 64-GB-Speicher. Bereits beim ersten Benchmarktest mit der kostenlosen App Basemark OS II Benchmark zeichnete sich die langsamere Geschwindigkeit des iPhone 7 Plus (32 GB) ab. Weitere Tests brachten daraufhin konkrete Zahlen:

Während das iPhone 6s Plus mit einer Geschwindigkeit von etwa 200 Mbytes/s Daten schreibt, sind es beim iPhone 7 (128 GB) schon 308 Mbyte/s. Die Überraschung: Die Schreibgeschwindigkeit, mit der Daten im Speicher abgelegt werden, lag beim iPhone 7 Plus der kleinsten Speichervariante bei knapp 40 Mbyte/s. Damit wäre das iPhone 7 Plus (32 GB) etwa acht Mal langsamer als das nächstgrößere Modell.

Lesegeschwindigkeit wie beim iPhone 6s

Immerhin zeigten die Tests, dass die Lesegeschwindigkeit des kleineren iPhone 7 Plus mit einer Geschwindigkeit von 691 Mbytes/s mit der des iPhone 6s Plus (628 Mbyte/s) mithalten kann. Dennoch liest das iPhone 7 mit 128 GB mit 926 Mbyte/s wesentlich schneller.

Die Zahlen aus Benchmarktests auf die Realität zu übertragen, ist oft nicht einfach. Deshalb ließen sich die Tester von GSMArena einen einheitlichen Alltags-Test einfallen: Um die Ergebnisse greifbar zu machen, wurde ein zehn-minütiges Video in 4K-Qualität aufgezeichnet und jeweils in den iPhones mit der integrierten Video-Schnitt-Bearbeitung in der Mitte geteilt. Diesen getrimmten Clip speicherte das Team ab und stoppte dabei die Zeit. So konnten das Lesen der originalen Datei mit 3,3 GB und das Schreiben der neuen, halbierten Datei getestet werden. Das Ergebnis: Das „kleine“ iPhone 7 Plus war dreimal langsamer als das 128-GB-Modell. Mit deutlichem Abstand schreibt das iPhone 7 (128 GB) das Video innerhalb von 17 Sekunden auf den internen Datenträger. Das iPhone 6s Plus (64 GB) brauchte eine geschlagene Minute für dieselbe Arbeit, während das iPhone 7 Plus (32 GB) mit 52 Sekunden nur acht Sekunden schneller schrieb.

Speicherkapazität beeinflusst doch die Leistung

Laut GSMArena sollte mit dem Test darauf aufmerksam gemacht werden, dass der interne Speicher sehr wohl auch die Performance eines Smartphones beeinflussen kann und nicht nur den verfügbaren Speicherplatz angibt. Ob die gravierenden Unterschiede nun tatsächlich etwas mit der Speichergröße der iPhones zu tun haben, oder ob Apple gar mit anderen Chip-Technologien arbeitet, ist zurzeit noch unklar. GSMArena gab an, dass auf ein Statement seitens Apple gewartet wird.

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