Das ist der Unterschied der Smartphone-Linien von Google

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Sperrbildschirm des Google Pixel XL
Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de
Mit den beiden Pixel-Modellen hat sich Google von den bewährten Nexus-Formalien verabschiedet und stellt sich trotz Fertiger HTC als Hardware-Produzent dar. Doch wo liegt der Unterschied zwischen dem Nexus-System und der neuen Pixel-Familie? Android-Chef Hiroshi Lockheimer gibt Antworten.

Die objektiven Unterschiede der beiden Smartphone-Familien unter Googles Entwicklereinfluss liegen auf der Hand: Die Pixel-Reihe schiebt den Fertiger, in der ersten Generation HTC, in den Hintergrund und gibt sich selbstbewusst als reines Google-Produkt. Dazu wurde an der Preisschraube gedreht, oder sogar überdreht: Die beiden Modelle Pixel und Pixel XL sprengen zum Teil die 1.000-Euro-Marke und werden von der Branche als überteuert angesehen.

Der Plan hinter der Pixel-Familie ist jedoch nicht ganz so einfach, wie ein zu groß geratenes Preisschild. So gibt es feine Unterschiede bei der Konzeption der beiden Reihen Nexus und Pixel. Bloomberg hat mit Android-Chef Hiroshi Lockheimer gesprochen und diesen Umstand beleuchtet.

Dem Thema Preis kann sich aber auch Lockheimer nicht entziehen. Er sehe das Premium-Segment als eine wichtige Kategorie in einem Ökosystem. „Ein gesundes Ökosystem um ein Premium-Gerät herum ist wichtig für ein gesundes Gesamtökosystem“, so Lockheimer. Angst vor der anscheinend übermächtigen Konkurrenz von Apple und Samsung hat er aber nicht: „Ist dort noch Raum für einen anderen Player? Wir sind der Meinung: Ja.“

Nexus gegen Pixel

Die Nexus-Reihe galt lange Zeit als hervorragende Wahl für sparsame aber anspruchsvolle Nutzer, die ein pures Android-Erlebnis bekommen wollten. Der Schwenk Googles, die Nexus-Reihe ruhen zu lassen, wird demnach einigen Kunden nicht schmecken. Doch Google möchte mit der Pixel-Familie einen etwas anderen Fokus legen, was Lockheimer so erklärt: „Die Nexus-Geräte waren die reinste Android-Form in der Vergangenheit. Pixel ist die reinste Google-Form, was Android plus viele Funktionen wie den Assistenten, die VR-Plattform und so weiter beinhaltet.“

Dass man nun selbst als Konkurrent zu seinen Geschäftspartnern antritt, sieht Lockheimer gelassen. Die Konkurrenten würden den Markt beobachten wie man selbst und somit dürften sie vorbereitet gewesen sein. So habe man unter anderem mit der Google Glas und anderen Geräten schon ein Hardware-Portfolio, dass nun um Smartphones ergänzt wurde. Die Beziehungen zu den Geschäftspartnern, die zum Großteil Googles mobiles Betriebssystem Android nutzern, seien wie eh und je und dadurch nicht beeinflusst. 

Auf der Hardware-Ebene will man aber doch nicht so weiter verfahren wie bisher: Die Pläne für kommende Nexus-Geräte gestalten sich düster. Wie Lockheimer bestätigt sind keine weiteren Modelle aus der Reihe geplant – zumindest im Moment. „Wir wollen keine Tür komplett schließen, aber es gibt im Moment keine Pläne für weitere Nexus-Geräte.“

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