So lässt sich das Update-Problem beheben

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Windows 10
Bildquelle: Julia Froolyks / inside-handy.de
Bereits am heutigen Montagmorgen berichtete inside-handy.de über die enormen Probleme, die Windows 10-Nutzer nach der Installation des Updates KB3194496 bzw. KB3185614 auf ihrem PC beklagen. Nun ist eine Lösung bekannt, die zumindest einen Weg aus der Reboot-Schleife aufzeigt. Die Installation des Updates kann mit einem offiziellen Programm von Microsoft unterbunden und so erst mal auf Eis gelegt werden. Hier gibt es alle Schritte im Überblick.

Update, 3. Oktober: Das fehlerhafte Update kann blockiert werden

Um Windows daran zu hindern, das Update immer wieder zu installieren und zu deinstallieren, kann ein von Microsoft angebotenes Programm verwendet werden. Im Test durch inside-handy.de fiel die auf dem PC bereits vorhandene Problembehebung durch, da die Update-Fehler zwar erkannt wurden, aber nicht beseitigt werden konnten.

Auf der Website von Microsoft muss das Programm „Troubleshooter“ heruntergeladen werden. Die Website ist auf Englisch. Im unteren Drittel befindet sich der Download-Link für das Programm. Nach einem Klick auf den Link lädt Windows die .diagcab-Datei herunter. Sobald die Datei ausgeführt wurde, muss den Anweisungen gefolgt werden, um die fehlerhaften Updates vor Windows zu verbergen, sodass diese nicht mehr installiert werden. Der PC muss während dieses Prozesses mit dem Internet verbunden sein. Ein Klick auf die Option „Weiter“ startet den Durchlauf des Programmes.

Windows 10 Update-Problem

Wird der Vorgang gestartet, sucht Windows automatisch nach verfügbaren Updates. Ist der Suchlauf beendet, erfolgt ein Klick auf „Hide Updates“, um mögliche ausstehende Windows-Updates zu blockieren. Nun wird es komplizierter. Momentan kursieren in diversen Internetforen mehrere Erfahrungsberichte von Windows 10-Nutzern, die unterschiedliche Updates als Problemverursacher nennen. Es lässt sich nicht eindeutig nachverfolgen, welches Update für die Fehler verantwortlich ist. Da beispielsweise die erste Windows 10-Version (1511) und die aktuellere Anniversary-Version (1607) nicht identisch sind und deshalb unterschiedliche Updates zur Verfügung stehen. Die Kennziffern KB3185614, KB3194496, KB3189866 werden im Zusammenhang mit der Rebootschleife jedoch häufig genannt.

Windows 10 Update Probleme
Bildquelle: Julia Froolyks / inside-handy.de

Sind in der Programm-Oberfläche alle betroffenen Updates ausgewählt, muss das Funktionsupdate für Windows 10 – Version 1607 ebenfalls mit einem Haken versehen werden, da dieses in Kombination mit den oben genannten Updates Probleme verursachen kann.

Mögliche Komplikationen

Nach der Auswahl aller fehlerhaften Updates sollte das Programm die erfolgreiche Blockierung der Updates anzeigen. In einigen Fällen kann es jedoch zu Fehlern bei diesem Vorgang kommen. Je nachdem, in welchem Stadium der fehlerhaften Installation sich der PC bereits befindet, kann der Vorgang nicht korrekt abgeschlossen werden. Abhilfe schafft hier das erneute manuelle Installieren aller ausstehenden Windows-Updates über die Windows-Update-Funktion:

Windows 10 Update Probleme
Bildquelle: Julia Froolyks / inside-handy.de

Windows wird sodann versuchen, die fehlerhaften Updates erneut zu installieren. Nachdem der Prozess abgeschlossen ist (Windows versucht nach dem Neustart das Update wieder zu deinstallieren), muss das Troubleshooter-Programm erneut gestartet und nach oben genannter Anleitung durchgeführt werden. Es ist möglich, dass sich die Probleme in den darauffolgenden Tagen wiederholen, in diesem Fall müssen das Programm einmal durchlaufen und etwaige Updates blockiert werden.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass, je nach Zustand der Festplatte (Bauart, Fragmentierung), Alter des Computers und Leistung des Prozessors, der Vorgang einige Minuten, bis mehrere Stunden dauern kann. Es ist davon auszugehen, dass Microsoft bald eine Problemlösung für das fehlerhafte Update bereitstellt. Dies wird in Form eines neuen Updates passieren. Zwar ist das aktuelle Update mit dieser Anleitung nicht gänzlich repariert, aber es hindert den Windows-PC daran, in der Reboot-Schleife zu verweilen. Sobald Microsoft ein Update zur Fehlerbehebung veröffentlicht hat, sollte dieses schnellstmöglich installiert werden.

Originalmeldung, 3. Oktober: Massive Probleme durch Windows 10-Update

Microsoft hat ein Update für Windows 10 ausgerollt, das bei vielen Nutzern für Probleme sorgt. So soll das Update bis zu zehn Stunden für die Installation benötigen und den Computer in eine Reboot-Schleife versetzen, da das System den fehlerhaften Patch wieder deinstallieren will. In den sozialen Netzwerken häufen sich die Beschwerden zum neuen Update mit der Kennziffer KB 3194496. Auch Google berichtet von erhöhten Suchanfragen zum Update, etwa „Wie stoppt man das Windows 10-Update?“. Eine Lösung für das Problem gibt es bislang noch nicht.

Microsoft kannte den Fehler

Ärgerlich: Bereits während der Beta-Tests für das Update hatten einige Nutzer in Entwicklerforen auf den Fehler aufmerksam gemacht. Microsoft rollte das Update dennoch aus. Die Probleme, die das Update verursacht, sind unterschiedlich. Einige Nutzer klagen über eine stundenlange Installation, andere finden ihren Computer in einer Reboot-Schleife wieder, in der der PC bis zu sechs Mal hoch- und runterfährt.

Während dieser Boot-Vorgänge erscheint auf dem Bildschirm die Meldung, dass das Update nicht abgeschlossen werden konnte und entfernt werden muss. Das funktioniert allerdings nicht – es kommt zur Reboot-Schleife. Bislang hat sich Microsoft zu den Problemen nicht geäußert. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das Update nicht installieren. Ist der fehlerhafte Patch bereits auf dem System, muss Geduld geübt werden, bis das Update durch ein neues repariert wird.

In der Vergangenheit kam es zu mehreren Problemen mit Windows 10. So häuften sich die Beschwerden einiger Kindle-Nutzer, die mit dem Anschließen des Amazon-Geräts einen Absturz des Computers zu verzeichnen hatten. Außerdem legte das Anniversary-Update Webcams, die am PC angeschlossen oder integriert sind, lahm.  Einige Fehler konnte Microsoft bisher beheben.

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