Update Windows Phone, BlackBerry und Nokia WhatsApp-Aus: Diese Handys werden nur noch bis 2020 unterstützt

vom 14.06.2018, 12:10
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Bildquelle: WhatsApp

Neben Android und iOS rutschen nicht so populäre Betriebssysteme wie BlackBerry OS oder Windows Phone immer mehr in die Bedeutungslosigkeit ab, sodass mitunter viele Apps ihre Unterstützung für eben jene aufgeben. Mit dem Jahreswechsel kommt bei WhatsApp einmal mehr das Ende des Supports für ältere Betriebssysteme. Aktuell betroffen sind vor allem ältere Windows Phones.

Zum Ende des Jahres 2016 hatte der Messenger-Dienst WhatsApp den Betrieb für ältere Versionen der populären Betriebssysteme iOS, Android und Windows Phone eingestellt. Nutzer, die ein Smartphone mit Android 2.2, 2.1 oder einer noch älteren Version hatten, konnten WhatsApp nicht mehr nutzen – sofern sie nicht auf eine aktuelle Android-Version aktualisieren konnten. Bei Apple-Geräten traf es iOS 6 und älter sowie speziell das iPhone 3GS. Letztlich wäre noch Windows Phone zu erwähnen, für das die Unterstützung ab der Version 7.1 oder älter eingestellt wurde.

Seit dem Jahreswechsel 2017/2018 fährt der zum Facebook-Konzern gehörende Messenger-Dienst WhatsApp nun damit fort, alte Zöpfe abzuschneiden. So soll zum neuen Jahr der Stecker bei den Plattformen BlackBerry OS und BlackBerry 10 gezogen werden. WhatsApp hatte dies eigentlich schon zum Ende des Jahres 2016 beabsichtigt, den Termin jedoch immer wieder nach hinten geschoben. Nutzer von Handys mit Nokias S40-Betriebssystem bekommen gar noch eine Gnadenfrist bis Ende 2018. Neu auf der Liste der Alt-Plattformen, die wegrationalisiert werden, ist dann Windows Phone 8 aufgetaucht – Ende 2017 war hier Schluss. Nach den ersten Android- erhalten nun auch iOS-Versionen von WhatsApp ein Fälligkeitsdatum: Nach dem 1. Februar 2020 können Smartphones mit Android 2.3.7, das einst recht beliebte "Gingerbread", und iPhones mit iOS 7 oder älter kein WhatsApp mehr nutzen. Die aktuellen WhatsApp-Verfallsdaten sind also:

  • BlackBerry OS und BlackBerry 10 bis 31. Dezember 2017
  • Windows Phone 8.0 und älter bis 31. Dezember 2017
  • Nokia S40 until 31. Dezember 2018
  • Android Version 2.3.7 und älter bis 1. Februar 2020
  • iPhone iOS 7 und älter bis 1. Februar 2020

Alle Nutzer, deren mobiles Endgerät auf einer anderen Betriebssystem-Version basiert, müssen sich um die weitere Nutzung keine Gedanken machen, sondern können WhatsApp auch weiterhin wie gewohnt nutzen. Doch für viele Nutzer von älteren Geräten dürfte es ab Januar zu einem bösen Erwachen kommen, falls WhatsApp seinen Dienst quittiert. In wenigen Schritten kann herausgefunden werden, auf welchem Stand das eigene Betriebssystem sich befindet und ob es auf eine höhere Version upgedatet werden kann.

Version des Betriebsystems unter Android ermitteln und aktualisieren

Unter Android lässt sich in den Einstellungen zügig herausfinden, unter welcher Version das Gerät läuft. Dazu muss die App "Einstellungen" ausgewählt werden. Hier befindet sich der Menüpunkt "System" und der weiterführende Reiter "Über das Telefon" oder "Infos zum Gerät". Die Version des Betriebssystems kann nun unter "Android-Version" ermittelt werden. Läuft das Smartphone auf einer Android-Version ab 2.3 Gingerbread, sollte WhatsApp auch im nächsten Jahr noch unterstützt werden. Alles darunter wird laut WhatsApp ab 2017 nicht mehr unterstützt. Die letzte Möglichkeit ist herauszufinden, ob das System doch noch auf eine höhere Version upgedatet werden kann. Auch hierfür befindet sich ein Reiter in der Einstellungs-App. Unter den Gerät-Infos befindet sich der Reiter "Software-Update". Hier kann per Klick auf "Aktualisieren" herausgefunden werden, ob für das Android-Smartphone eine neue Version des Betriebssystems verfügbar ist.

Version des Betriebssystems unter iOS ermitteln und aktualisieren

Auch der WhatsApp-Support für manche iPhones wurde ab 2017 eingestellt. Betroffen ist hier die Version iOS 6 oder explizit das iPhone 3GS – .bei diesem Modell lohnt sich also kein Blick auf die aktuelle Version des Betriebssystems. Alle anderen Modelle sollten auf ein Update kontrolliert werden. Dies ist über die Einstellungen-App möglich. Der Reiter "Allgemein" zeigt ganz oben den Auswahlpunkt "Info" an. Hier befindet sich in der Auflistung unter "Version" die Nummer des Betriebssystems. Alles ab iOS 7 wird auch 2017 weiterhin mit WhatsApp kompatibel sein. Sollte iOS 6 installiert sein, kann per Schritt zurück unter dem Reiter "Softwareupdate" kontrolliert werden, ob das Smartphone wirklich auf dem aktuellsten Stand ist. 

Version des Betriebssystems von Windows Phones ermitteln und aktualisieren

Das Herausfinden des Betriebssystems ist bei Windows Phones ebenfalls sehr einfach. Die Einstellungs-App spielt auch hier wieder die Schlüsselrolle. In der Applikation befindet sich recht weit unten der Reiter "Info". Die Betriebssystemversion lässt sich nun unter "Weitere Informationen" ablesen. Steht hier Version 7.1 oder älter, bedeutet das das Aus für WhatsApp ab Janaur 2017. Die Überprüfung auf ein Update erfolgt vom Homescreen aus in der Anwendungsliste unter "Einstellungen" und "Handyupdate". Ist ein Update für das Windows-Smartphone verfügbar, wird es unter diesem Punkt angezeigt. Da Microsoft jedoch keine Update-Möglichkeit von Windows Phone 7 auf Windows Phone 8 oder gar Windows 10 Mobile bietet, sind diese Geräte in puncto WhatsApp am Ende ihres Lebens angekommen.

Anders verhält es sich, wenn das Smartphone bereits mit dem Betriebssystem Windows Phone 8.0 ausgestattet ist. Hier ist in den meisten Fällen ein Update auf Windows Phone 8.1, das für den Weiterbetrieb von WhatsApp vorausgesetzt wird, möglich. Einzig Windows Phones von Huawei erhalten kein offizielles Update – ihnen droht das WhatsApp-Aus. Alle Lumia-Smartphones von Nokia oder Microsoft Mobile ab der X30er-Modellgeneration – mit Ausnahme des Nokia Lumia 530 und 630 – lassen sich zudem auf Windows 10 Mobile aktualisieren. Dank dieses Updates dürften Windows-Handy-Nutzer zumindest was WhatsApp angeht einige Jahre Ruhe haben.

Was ist zu tun, wenn das Handy nicht mehr WhatsApp-fähig ist?

Wer ein altes Smartphone besitzt und seit 2017 kein WhatsApp mehr nutzen kann, sollte sich ein Smartphone mit neuerem Betriebssystem anschaffen, um den Dienst weiterhin nutzen zu können. Die Redaktion von inside-handy.de hat die besten Smartphones bis 100 Euro vorgestellt, die allesamt WhatsApp-fähig sind. Wer nach den Feiertagen auch ein wenig mehr Geld ausgeben kann, sollte auch einen Blick auf die besten Smartphones bis 200 Euro werfen. Kaufberatung bietet die inside-handy.de-Redaktion außerdem für Smartphones bis 300 Euro. Besonders hochwertige Geräte sind in der Liste der besten Smartphones bis 400 Euro enthalten.

Während die Neuanschaffung für iOS- und Windows-Geräte die einzige Möglichkeit ist, kann es bei Android eventuell möglich sein, das Smartphone mit einem Custom-ROM auf eine neuere Android-Version zu bringen. Dies ist jedoch von Gerät zu Gerät unterschiedlich und erfordert ein wenig technisches Knowhow und viel Recherche. Wer hier Fehler macht, riskiert das Smartphone unbrauchbar zu machen. Die Redaktion zeigt im Video anhand des Samsung Galaxy S3 exemplarisch, wie der Vorgang ablaufen könnte.



Bildquelle kleines Bild: WhatsApp | Autor: Redaktion inside handy
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Themen dieser News: WhatsApp, Android, Blackberry, IOS, Nokia, Windows Phone

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